Matthias Dorfer macht Schluss

Biathlon: Rücktritt eines Freundes - Preuß zündet die Konfetti-Kanone

Biathlon: 2023 gewann Matthias Dorfer bei den Deutschen Meisterschaften in Ruhpolding seine letzten Medaillen.
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Biathlon: 2023 gewann Matthias Dorfer bei den Deutschen Meisterschaften in Ruhpolding seine letzten Medaillen.
  • Tobias Ruf
    VonTobias Ruf
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Matthias Dorfer hat seine Karriere im Biathlon beendet. Bei den Deutschen Meisterschaften im Biathlon wurde der 31- Jährige emotional verabschiedet. Dabei spielte Franziska Preuß eine zentrale Rolle.

Altenberg - Die Deutschen Meisterschaften im Biathlon hatten zum Abschluss noch ein emotionales Highlight zu bieten. Matthias Dorfer rollte im Verfolger der Herren über die Ziellinie. Der 31-Jährige bestritt sein letztes Rennen, er wurde überschwänglich empfangen.

Franziska Preuß, die mit Dorfer befreundet ist, und viele weitere Weggefährten nahmen Dorfer in Empfang. Preuß und ihre Kolleginnen zündeten Konfetti-Kanonen und nahmen den Athleten vom SV Marzoll in den Arm.

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Lange war unklar, ob Dorfer seine Biathlon-Karriere tatsächlich beenden würde. Er liebäugelte mit einem Nationenwechsel, mit moldawischer Lizenz sollte es weitergehen. Die Pläne konnten aber nicht umgesetzt werden, Dorfer bestritt bei den Deutschen Meisterschaften in Altenberg seine letzten Rennen.

*Instagram-Beitrag: Dorfer wird mit Konfetti im Ziel empfangen

Die Karriere des Oberbayern begann verheißungsvoll. Bei den Junioren-Weltmeisterschaften 2012 gewann er Silber im Sprint und Bronze mit der Staffel. Ein Jahr später gab er sein Debüt im zweitklassigen IBU-Cup. 2014 holte er mit Philipp Nawrath, Roman Rees und Alexander Ketzer Staffel-Gold bei den Junioren-Weltmeisterschaften im amerikanischen Presque Isle.

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Während Rees und Nawrath den Erwartungen gerecht wurden und seit vielen Jahren zur internationalen Elite im Biathlon zählen, konnte Dorfer den erhofften Schritt nicht gehen. Viele Jahre pendelte er zwischen IBU-Cup und niederklassigen Serien. 2016 gab er ein kurzes Intermezzo im Weltcup. Er startete auf der Pokljuka in Slowenien, erzielte in Sprint und Verfolger aber überschaubare Ergebnisse.

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Nach dem Ausfall von Arnd Peiffer wurde er kurzfristig für die Staffel nominiert, die er ohne Schießfehler an der Seite von Erik Lesser, Simon Schempp und Benedikt Doll gewann. Seinen letzten internationalen Erfolg feierte er 2022, als er bei der Europameisterschaft am Arber überraschend die Bronzemedaille im Einzel gewann.

Konstanten Leistungen zeigte Dorfer bei den Deutschen Meisterschaften. Dort gewann er insgesamt 16 Medaillen, zuletzt holte er 2023 in Ruhpolding Silber im Einzel und Bronze in der Verfolgung. In Altenberg beendete er seine Karriere mit drei Top-Ten-Ergebnissen. Im Einzel wurde er Fünfter, im Sprint Siebter und im Verfolger Sechster. Dafür gab es zwar keine Medaillen, aber viel Anerkennung seiner Wegbegleiter und natürlich reichlich Konfetti. (Quelle: chiemgau24.de, truf)

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