„Nicht auf unserer Liste“
Bitter für Mick Schumacher: Nächste Absage in der Formel 1
VonSönke Brederlowschließen
Mick Schumacher erhält erneuten Rückschlag: Das nächste Formel-1-Team erteilt dem Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher eine klare Absage.
Enstone/Gland – Mick Schumacher hatte auf ein Comeback in der Formel 1 gehofft, doch das anvisierte Cadillac-Cockpit wurde dem 26-Jährigen am Ende vor der Nase weggeschnappt. Die angebotene Rolle als Test- und Ersatzfahrer lehnte er offenbar ab. Nun hat sich eine weitere Tür zur Königsklasse geschlossen – und zwar bei Alpine!
Die Franzosen haben mit Pierre Gasly, der seinen Vertrag kürzlich verlängerte, bislang nur einen Fahrer für 2026 fixiert. Wer den zweiten Alpine im kommenden Jahr steuern wird, ist deshalb noch offen. Franco Colapinto steht nach mehreren Unfällen in der Kritik, und auch eine Rückkehr von Jack Doohan gilt als unwahrscheinlich.
Alpine-Teamchef Flavio Briatore: Mick Schumacher „nicht auf der Liste“
Nun steht allerdings auch fest, dass Mick Schumacher 2026 nicht für Alpine in der Formel 1 fahren wird. „Er steht nicht auf unserer Liste“, stellt Teamchef Flavio Briatore gegenüber Auto Motor und Sport klar. Der frühere Teamchef von Michael Schumacher erteilt dem 26-Jährigen damit eine unmissverständliche Absage.
Dabei wäre die Verbindung durchaus naheliegend: Schumacher ist seit zwei Jahren für Alpine in der Langstrecken-Weltmeisterschaft (WEC) am Start und hat dort einen guten Eindruck hinterlassen. Es wäre also nicht ausgeschlossen gewesen, dass der 43-fache Grand-Prix-Starter zu den möglichen Kandidaten für das Formel-1-Cockpit gehört.
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„Für das zweite Cockpit bin ich noch offen“, sagt Briatore und scherzt: „Vielleicht sollte ich einen Formel-E-Fahrer verpflichten? Aber im Ernst. Wir sind da noch offen.“ Weshalb der Italiener, der Schumacher in diesem Jahr schon einmal eine Absage erteilt hatte, den Deutschen nicht einmal in Betracht zieht, bleibt allerdings unklar.
Briatore setzt stattdessen auf die hauseigene Nachwuchsriege. „Mal schauen, wie sich unsere jungen Fahrer im Rest der Saison schlagen“, erklärt der 75-Jährige und verweist auf die bekannten Alpine-Piloten: „Wir haben Colapinto, wir haben [Paul] Aron, und wir werden auch nochmal mit [Jack] Doohan testen.“
Ein Verbleib von Colapinto scheint damit offenbar doch noch möglich. „Jetzt kommt er langsam in Fahrt“, meint Briatore, obwohl der Argentinier bislang noch keinen WM-Punkt erzielen konnte und eigentlich nur für fünf Rennen gesetzt war. Aber „er kennt das Auto besser und fühlt sich wohler“, betont der Teamchef.
Für Mick Schumacher spielt all das letztlich keine Rolle, denn er wird das Alpine-Cockpit nicht bekommen. Zudem muss sich der Sohn von Rekordweltmeister Michael Schumacher auch in der Langstrecken-WM nach einer neuen Perspektive umsehen, denn sein Vertrag mit den Franzosen läuft Ende des Jahres aus. (SoBre)
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