Beinahe-Karriere bei Red Bull

„Hätte den gerne im Auto gehabt“: Ferrari-Klausel verhinderte wohl Schumacher-Wechsel zu Alpha Tauri

  • Lena Hempler
    VonLena Hempler
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Mick Schumacher konnte kein festes Cockpit für die Saison 2023 ergattern. Franz Tost erzählt jetzt in einem Interview, dass der Deutschen aber gerne bei Alpha Tauri gehabt hätte.

Faenza - Mick Schumacher wird die Formel-1-Saison 2023 nur als Reservefahrer bei Mercedes erleben. Ob der Deutsche also überhaupt ein Rennen fährt, wird sich erst im Laufe der Saison entscheiden. Trotzdem war es für ihn der einzige Weg, noch Teil der Formel 1 sein zu können. Lange sah es so aus, als wollte kein anderes Team Schumacher in seinem Cockpit haben. Franz Tost verriet nun allerdings, dass er gar nicht abgeneigt war, Mick zu verpflichten.

Name: Mick Schumacher
Geboren: 22. März 1999, Genolier (Schweiz)
Nationalität: Deutsch
Team: Mercedes AMG Petronas F1 (Reservefahrer)

Franz Tost über Mick Schumacher: „Er hat das Zeug, erfolgreich Formel 1 zu fahren“

Seit 2006 fungiert Tost als Teamchef bei Alpha Tauri und ist für die Anschaffung der Fahrer zuständig. Nun sprach er über sein Interesse an Mick Schumacher. „Für mich persönlich war er schon ein Thema. Ich hätte den Mick eigentlich gerne im Auto gehabt. Ich bin davon überzeugt, dass der Mick talentiert ist und dass er auch das Zeug hat, erfolgreich Formel 1 zu fahren“, erzählt er im Interview mit RTL. Die Idee konnte er jedoch nicht umsetzen, ein Grund hat dabei auch Micks bisherige Laufbahn im Motorsport gespielt.

Mick Schumacher bei seinem neuen Formel-1-Team Mercedes.

Mick Schumacher konnte aus politischen Gründen nicht zu Alpha Tauri wechseln

Mick Schumacher war seit Jahren bei der Scuderia und fing in der Ferrari-Driver-Academy an, der Rennstall hat ihn jahrelang gefördert. Diese „politischen Gründe“ seien ausschlaggebend gewesen, denn zum Wechsel in den Tochterstall von Red Bull hätte es eine Freigabe von Ferrari gebraucht. Dazu ist es jedoch nie gekommen und erst Ende vergangenen Jahres entschieden Ferrari und Schumacher, ab sofort getrennte Wege gehen werden – ein freies Cockpit bei Alpha Tauri gab es da jedoch nicht mehr.

Alle Formel-1-Weltmeister nach Anzahl der Siege

Der 7-fache Weltmeister Michael Schumacher fuhr seine Siege in den Jahren 1994 (Benetton-Ford), 1995 (Benetton-Renault), und 2000–2004 (Ferrari) ein.
Lewis Hamilton gewann die Formel 1 Weltmeisterschaft ebenfalls sieben Mal in den Jahren 2008, 2014, 2015 und 2017–2020. Er fuhr dabei immer für Mercedes.
Der Argentinier Juan Manuel Fangio siegte fünf Mal im Kampf um den Weltmeistertitel. Den begehrten Titel gewann er 1951 für Alfa Romeo, 1954 für Maserati-Mercedes, 1955 für Mercedes, 1956 für Ferrari und 1957 für Maserati.
Der Franzose Alain Prost konnte 4 WM-Titel in den Jahren 1985 (McLaren-TAG-Porsche), 1986 (McLaren-TAG-Porsche), 1989 (McLaren-Honda) und 1993 (Williams-Renault) einfahren.
Alle Formel-1-Weltmeister nach Anzahl der Siege

Toto Wolff hatte sich direkt für den Deutschen eingesetzt und wollte ihn gerne im Team haben. Bei Mercedes hat Schumacher erfahrene Fahrer und Ingenieure, von denen er viel lernen kann. Mittlerweile wird sogar schon darüber spekuliert, ob der Reservefahrer Lewis Hamilton ersetzen wird, sobald dieser in seine wohlverdiente Rente geht. Bis dahin ist aber erstmal abzuwarten, wie sich Mick in Zukunft bei dem Rennstall entwickeln kann. (lhe)

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