Drohte eine Disqualifikation?

Formel-1-Pilot glaubt: Konkurrenz in Ungarn am Rande der Legalität

  • Sönke Brederlow
    VonSönke Brederlow
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Formel-1-Pilot George Russell erhebt schwere Vorwürfe gegen Ferrari – und spricht von einer möglichen Disqualifikation von Charles Leclerc.

Budapest – War Ferrari beim Großen Preis von Ungarn möglicherweise am Rande der Legalität unterwegs? Das vermutet jedenfalls Mercedes-Pilot George Russell, der nach dem Formel-1-Rennen in Budapest mit einer wilden Theorie für Aufsehen sorgte: Der Brite glaubt sogar, dass Ferrari-Star Charles Leclerc womöglich kurz vor einer Disqualifikation stand.

Musste Charles Leclerc am Ende sein Tempo drosseln, um eine Disqualifikation zu entgehen?

Der Monegasse hatte sich am Samstag bereits die Pole-Position gesichert und führte das Rennen in Budapest zu Beginn auch souverän an. Doch in der zweiten Hälfte wurde der Ferrari-Fahrer plötzlich so langsam, dass er zunächst WM-Spitzenreiter Oscar Piastri (McLaren) und dann auch noch Mercedes-Fahrer Russell vorbeilassen musste.

Leclerc schimpft erst mit seinem Team, und nimmt dann alle Anschuldigungen zurück

Leclerc schimpfte während des Rennens mit seinem Ferrari-Team, das sich seiner Meinung nach für die falsche Strategie entschieden hatte. Doch nach der Zieldurchfahrt klangen die Worte des 27-Jährigen plötzlich ganz anders! „Es handelte sich tatsächlich um ein Problem, das vom Chassis herrührte, und wir hätten nichts anders machen können“, nahm er die Anschuldigungen zurück.

„Ich habe das Problem etwa in Runde 40 bemerkt, und dann wurde es Runde für Runde schlimmer, und gegen Ende lagen wir zwei Sekunden hinter der Pace zurück“, betont Leclerc, ohne genauer auf das Problem einzugehen. Das Auto sei allerdings „unfahrbar“ gewesen, meint der Ferrari-Pilot, der am Ende immerhin den vierten Platz belegte.

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Mercedes-Kontrahent Russell hat eine Theorie, warum Ferrari das Tempo gegen Ende des Rennens so stark drosseln musste: „Das Einzige, was uns einfällt, ist, dass sie das Auto zu tief eingestellt hatten und den Reifendruck für den letzten Stint erhöhen mussten“, vermutet der Brite nach dem Rennen im Interview mit Sky UK.

Leclerc musste langsamer fahren, um eine Disqualifikation zu vermeiden

Er glaubt, dass der Unterboden am Ferrari von Leclerc andernfalls zu stark abgenutzt gewesen wäre – und das hätte zur Disqualifikation des Monegassen geführt! Ein ähnlicher Fauxpas war der Scuderia schon in China passiert. Außerdem meint Russell, dass Leclerc seinen Motor „am Ende der Geraden langsamer machte, wo der Verschleiß am größten ist.“

Warum Leclerc nach dem Ungarn-GP allerdings nur von „einem Problem mit dem Chassis“ sprach und nicht mit der Wahrheit herausrückte? Auch dafür hat Russell hat eine Erklärung: „Er wird euch nicht sagen, dass sie fast illegal waren“, schmunzelt der Mercedes-Pilot, der sicher ist, dass Ferrari in Budapest am Rande der Legalität unterwegs gewesen ist. (SoBre)

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