Formel 1 in Aserbaidschan
Verstappen jubelt in Baku – WM-Vorentscheidung nach McLaren-Debakel vertagt
VonSimon Monesschließen
Max Verstappen und Red Bull sind zurück. Nach Monza siegt der Niederländer auch auf den Straßen Bakus. Für McLaren gab es indes wenig zu feiern.
Baku – Das Qualifying zum Großen Preis von Aserbaidschan war von Chaos, Wind und Regen geprägt. Max Verstappen trotzte den widrigen Bedingungen am besten und fuhr sensationell auf Pole. Auch im Rennen durch die Altstadt von Baku war der Red-Bull-Pilot nicht zu stoppen und holte sich seinen zweiten Sieg in Folge– dabei hatte er vor einigen Wochen selbst kaum noch daran geglaubt.
„Dieses Wochenende war schon unglaublich für uns. Das letzte war großartig, aber jetzt hier, und der erste Sieg hier ist fantastisch“, betonte der Niederländer im Interview nach dem Rennen. „ Klar, es ist nicht unbedingt einfach, hier zu fahren. Auch heute war es recht windig, das Auto hat sich schon ziemlich hin und her bewegt, aber klar bin ich happy über diese Leistung.“
Norris verpasst großen Sprung in der WM
Dahinter entwickelte sich ein Kampf um die beiden übrigen Podiumsplätze. Auch dank einer überragenden Strategie fuhr George Russell von Rang fünf auf Platz zwei vor. Carlos Sainz schaffte im Williams ebenfalls den Sprung aufs Podest – der Spanier erreichte damit das Ziel, dass er nach seinem sensationellen zweiten Startplatz ausgegeben hatte. Dahinter folgten Kimi Antonelli und Liam Lawson.
Für McLaren lief es in Baku derweil alles andere als gut. Der britische Rennstall hätte an diesem Wochenende bereits die Konstrukteurs-WM der Formel 1 für sich entscheiden können. Doch der Traum vom vorzeitigen Titelgewinn war für Papaya bereits nach wenigen Metern ausgeträumt. Das lag vor allem an Oscar Piastri.
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Der Australier legte zunächst einen Frühstart hin, für den er später von der Rennleitung eine Fünf-Sekunden-Strafe bekam. Diesen brach er ab und fiel dann deutlich zurück. Nur wenig später setzte Piastri seinen McLaren bei der Aufholjagd dann auch noch in die Streckenbegrenzung und schied aus.
Im Kampf um die WM hätte es also noch einmal richtig spannend werden können. Allerdings kam auch Lando Norris nicht wirklich voran. Mehr als Rang sieben sprang für den Briten in Baku nicht raus, auch weil bei McLaren an der Box nicht alles nach Plan verlief. Norris musste sich dabei auch knapp Yuki Tsunoda geschlagen geben, der in Aserbaidschan eine starke Leistung zeigte.
In zwei Wochen steht dann der Große Preis von Singapur auf dem Plan. Bei dem Stadtrennen hat McLaren die nächste Gelegenheit, die Konstrukteurs-WM unter Dach und Fach zu bringen. Und auch für Norris bietet sich eine weitere Gelegenheit, wichtige Punkte gutzumachen, denn die Strafe gegen Piastri könnte in eine Gridstrafe umgewandelt werden, da der Australier das Rennen nicht beendete. (smo)
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