Entscheidung über Zukunft
Mick erhält von Ralf Schumacher Rat gegen riskanten Schritt
VonSimon Monesschließen
Mick Schumacher sehnt sich nach der Formel 1. Mit Cadillac scheint das Comeback möglich. Von einer alternativen Option hält Onkel Ralf hingegen wenig.
Gland – Statt in der Formel 1 fährt Mick Schumacher inzwischen in der FIA-Langstrecken-Weltmeisterschaft WEC. Doch den Traum von der Königsklasse hat er auch drei Jahre nach seinem Aus bei Haas nicht aufgegeben. Kein Wunder, denn immer, wenn irgendwo ein Sitz in der Formel 1 zu vergeben ist, fällt automatisch auch der Namen Mick Schumacher.
Die wohl realistischsten Chancen hat der 26-Jährige derzeit bei Cadillac. Sollte die bereits spekulierte Absage des US-Teams wirklich kommen, dürfte der Traum vom Formel-1-Comeback laut einiger Experten wohl endgültig geplatzt sein. Dann bräuchte es einen Plan B.
Plan B gesucht, wenn Formel-1-Traum platzt: Ist die IndyCar eine Option?
Nahe liegend ist natürlich die WEC. Hier blüht Mick Schumacher aktuell auf und zeigt starke Leistungen. Mit Alpine stand der 26-Jährige in dieser Saison bereits mehrfach auf dem Podium. Allerdings umfasst der Kalender nur acht Rennwochenenden. „Ich denke, ich bin in gewisser Weise zu jung, um nur acht Rennen zu fahren“, erklärte der 26-Jährige jüngst.
Erfolge, Rückschläge und das bittere Formel-1-Aus: Die Karriere von Mick Schumacher in Bildern




Eine mögliche Option wäre ein Wechsel in die IndyCar Series. In der US-Formel-Serie haben schon einige Ex-Formel-1-Piloten ihr Glück gesucht. Und auch manche Nachwuchstalente aus der Formel 2 sind in der IndyCar vertreten. Und auch die Mannschaft, für die Mick Schumacher in den Nachwuchsklassen fuhr, stieg in diesem Jahr in die US-Serie ein.
Ralf Schumacher rät Mick von der IndyCar ab: „Eher sehr gefährlich“
Ein Wechsel wäre also naheliegend, zumal der 26-Jährige eine enge Verbindung zu den USA hat. Doch ausgerechnet sein Onkel Ralf Schumacher warnt ihn nun vor diesem Schritt. Aus Sicht des 50-Jährigen wäre die US-Serie keine Option. „IndyCar war für mich stattdessen immer eher sehr gefährlich“, sagte der Sky-Experte im Interview mit Der Westen.
Trotz allem Respekt vor den IndyCar-Piloten fällt Ralf Schumacher ein hartes Urteil über die Serie: „Im Quervergleich zur Formel 1 ist aber immer wieder zu sehen, dass das Niveau nicht das gleiche ist. Fahrer, die hier keinen Fuß fassen, gehen rüber nach Amerika und haben dort sehr gute Chancen. Andersherum ist es selten.“ Oder anders gesagt: Wechselst du in die USA, war es das mit der Karriere in der Formel 1. Erst mal heißt es aber ohnehin die Cadillac-Entscheidung abwarten. Und auch bei anderen Rennställen könnte sich für Mick Schumacher womöglich noch eine Türe öffnen. Zumindest sprach der Sohn von Formel-1-Legende Michael Schumacher kürzlich von Gesprächen mit mehreren Teams. (smo)
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