Debüt vertagt
Verstappen verpasst Nordschleifen-Permit im NLS-Rennen
F1-Weltmeister Max Verstappen glänzt im Porsche, doch ein Pflicht-Ergebnis fehlt. Falken feiert Doppelsieg, Regen sorgt für Chaos auf der „Grünen Hölle“.
Nürburg – Max Verstappen und die Nordschleife – es hätte die perfekte Premiere werden sollen. Doch der viermalige Formel-1-Weltmeister scheiterte beim siebten Lauf der Nürburgring-Langstrecken-Serie (NLS) nicht an der Strecke, sondern an der Bürokratie. Vorerst zumindest. Genau so ein Szenario hatte Ralf Schumacher im Vorfeld bereits kritisiert.
Dabei zündete der Red-Bull-Star im Qualifying bereits den Turbo: Mit seinem für den Nordschleifenführerschein um 130 PS gedrosselten Porsche Cayman GT4 fuhr er in 10:21,591 Minuten nur etwa zehn Sekunden langsamer als der Klassenschnellste (Cup3) und war gleichzeitig 25 Sekunden schneller als der zweitschnellste Fahrer in den gedrosselten GT4-Autos.
Verstappens Permit-Drama: Zweites Ergebnis fehlt
Auch im Rennen blieb Verstappen fehlerlos. 14 Runden spulte er souverän ab, belegte Rang sieben von 19 Startern seiner Klasse und Rang 27 insgesamt – ein starkes Debüt. Doch weil sein zweites Einsatzauto nach einem Trainingsunfall im Rennen keine volle Runde absolvierte, fehlt dem 27-Jährigen ein Pflicht-Ergebnis für das Permit A, den sogenannten „Nordschleifen-Führerschein“.
Heißt vorerst: Bürokratie statt Vollgas – Verstappen muss auf ein Entgegenkommen des DMSB hoffen. Immerhin: Historisch sind die Chancen gut, dass er die Lizenz per Einzelfallentscheidung bekommt. Entscheidend dabei: Verstappen leistete sich keine Verstöße, sammelte Erfahrung unter wechselnden Bedingungen und zeigte mit konstant schnellen Zeiten, dass er die „Grüne Hölle“ im Griff hat.
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An der Spitze setzte Falken Motorsport seine Siegesserie fort. Julien Andlauer und Joel Sturm holten im Porsche #3 den siebten NLS-Saisonsieg in Folge, dicht gefolgt vom Schwesterauto. Platz drei ging an Black Falcon. Für den größten Hype sorgte dennoch Verstappen. Schon am Freitag hatte er unter Anleitung von Chefinstruktor Andreas Gülden die obligatorische Theorie und geführte Runden absolviert – inklusive Kleinbusfahrt über die 24,4 Kilometer lange „Grüne Hölle“.
„Rennfahren ist nicht nur mein Beruf, sondern auch mein Hobby“, sagte er danach. „Die Nordschleife steht ganz oben auf meiner Liste, da sie extrem anspruchsvoll und fordernd ist. Ich kann es kaum erwarten, hier im GT3 zu starten.“ Fernziel: die 24 Stunden am Nürburgring.
Klar ist: Mit Verstappen ist die Aufmerksamkeit für die NLS und das 24-Stunden-Rennen 2026 schon jetzt extrem gestiegen. Das Fahrerlager war so voll wie nie bei einem Rennen der beliebten Nürburgring-Langstreckenserie. Da dürften die Verantwortlichen bei der Permit bestimmt ein Auge zudrücken. Dieser Artikel entstand in Kooperation mit F1-insider.com
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