War‘s das für den Briten?

Red-Bull-Krise verschärft sich: Horner bricht zentrales Versprechen

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Red Bull erlebte in Silverstone ein Debakel in der Formel 1. Für Teamchef Horner wird es ungemütlich. Schuld ist ein nicht gehaltenes Versprechen.

Silverstone – Die sportliche Krise von Red Bull Racing wird immer dramatischer. Aus den letzten vier Rennen holte man grade einmal 29 Punkte. Selbst Nico Hülkenberg holt im Sauber 31 Zähler – 15 davon allein Silverstone, wo der Deutsche endlich sein erstes Podium einfuhr. Die Saison 2025 wird für die roten Bullen immer mehr zum Debakel, das selbst Max Verstappen nicht mehr zu verhindern weiß. Entsprechend eng wird es nun für Teamchef Christian Horner.

Nach dem enttäuschenden Formel-1-Wochenende in Silverstone muss sich der Brite nun offenbar vor der Konzernführung für die jüngsten Leistungen seines Teams verantworten. Besonders brisant: Laut einem Bericht der niederländischen Zeitung De Limburger hatte Horner seinen Vorgesetzten versichert, dass die Leistung dank Upgrades für den RB21 in Silverstone besser ausfallen würde als beim verpatzten Heimspiel in Spielberg.

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Horner bricht Versprechen: Red Bulls Formel-1-Krise spitzt sich zu

Ein Versprechen, dass der Brite nur teilweise halten konnte. Im Qualifying gelang Max Verstappen sensationell die Pole. Doch im Rennen zeigte sich schnell: Die McLaren sind schneller. Wohl auch, weil Red Bull sich beim Set-up des RB21 verzockt hatte. Man hatte schlicht nicht mit Regen während des Großen Preis von Großbritannien gerechnet.

Nach den Debakeln in Spielberg und Silverstone wird es für Christian Horner bei Red Bull ziemlich ungemütlich.

Dazu patzen dann auch noch beide Piloten. Verstappen wurde nach einem Dreher beim Saftey-Car-Restart nur Fünfter – mit etwa einer Minute Rückstand auf Lando Norris. Yuki Tsunoda bekam einmal mehr eine Strafe und wurde Letzter. Der Japaner war zudem der einzige Pilot, der überrundet wurde.

Horner muss zum Rapport: Droht dem Red-Bull-Teamchef das Formel-1-Aus?

„Ohne Frage“ werde Horner nun von Mark Mateschitz und Chalerm Yoovidhya zur Rede gestellt werden, heißt es in dem Bericht von De Limburger. Der Ausgang dieses Gesprächs ist völlig offen. Viel interessanter sei die Frage, welche Entschuldigung Horner dieses Mal vorbringen könne und wie lange er damit noch durchkommt.

Unumstritten ist der Brite längst nicht mehr. Kein Wunder: Immerhin liegt Red Bull in der Konstrukteurs-WM nur auf Platz vier – mit deutlichem Rückstand auf Ferrari und Mercedes. McLaren ist den roten Bullen ohnehin enteilt. Hinzu kommen auch die anhaltenden Diskussionen um die Zukunft von Max Verstappen. Kann Horner diesen nicht vom Bleiben überzeugen, dürfen seine Tage gezählt sein, schreibt sport.de. Doch auch wenn der Niederländer bleibt, sieht es für den Briten am Kommandostand von Red Bull nicht besser aus. Der Grund: Verstappen wünscht sich eine Entmachtung Horners. (smo)

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