Alter Bekannter übernimmt

Sensation in der Formel 1: Legende wird überraschend Teamchef

  • Simon Mones
    VonSimon Mones
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Inmitten der Debatte um die Fahrerposition bei Alpine, sorgt das Team für eine weitere Überraschung: Teamchef Oliver Oakes tritt mit sofortiger Wirkung ab.

Enstone – Jack Doohan ist raus bei Alpine, darin war sich die Formel-1-Presselandschaft einig. Am Dienstagabend (6. Mai) kam dann auch ein Statement des Rennstalls aus Enstone, jedoch zu einem ganz anderen Thema: Teamchef Oliver Oakes tritt mit sofortiger Wirkung von seinem Amt zurück. Rums, das hat gesessen und kam für viele Experten völlig aus dem Nichts.

Alpine-Berater springt nach Rücktritt ein: Briatore folgt auf Oakes

Die Nachfolge des Briten tritt niemand Geringeres an als Flavio Briatore. Der Italiener kehrt damit nach 16 Jahren zurück an die Spitze des Teams, das er einst als Benetton groß gemacht hatte – wenn auch nur vorübergehend. Bislang war Briatore lediglich Berater bei Alpine, nun übernimmt er auch die Aufgaben von Oliver Oakes.

Nach dem Rücktritt von Oliver Oakes ist Flavio Briatore wieder an der Spitze von Alpine.

„Das Team möchte Oliver für seinen Einsatz seit seinem Start im letzten Sommer und für seinen Beitrag dazu danken, dem Team den sechsten Platz in der Konstrukteursmeisterschaft 2024 zu sichern“, heißt es in der Pressemitteilung, die Alpine am Dienstagabend versendete. Der Brite hatte das Amt von Bruno Famin übernommen, der wiederum ein Jahr zuvor interimsweise für den entlassenen Ottmar Szafnauer an die Teamspitze gerückt war.

Rätselraten über Gründe für Oakes-Rücktritt: Alpine will sich nicht äußern

Was die Beweggründe für den plötzlichen Rücktritt von Oliver Oakes waren, darüber lässt sich nur spekulieren. Zumal Alpine sich nicht weiter äußern möchte. Vermutlich dürfte es aber Unstimmigkeiten zwischen Briatore und dem Briten gegeben haben, wer an der Seite von Pierre Gasly in der Formel 1 fahren soll.

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Noch in Miami hatte sich Oakes auf Nachfrage von Journalisten, ob Jack Doohan auch in Imola noch im Alpine sitzt, mehr oder weniger halbherzig auf die Seite seines Fahrers gestellt. Briatore hingegen hatte öffentlich Druck gemacht und hätte vermutlich lieber heute als morgen Franco Colapinto im zweiten Alpine gesehen.

Nach dem Machtwechsel bei Alpine dürfte auch der Fahrerwechsel nur noch eine Frage der Zeit sein. Für Briatore ist es derweil eine Rückkehr auf einen Posten, den er bereits 20 Jahre lang bekleidet hat. Von 1989 bis 2009 leitete der Italiener bereits die Geschicke des Teams, ehe er in Folge des Crashgates lebenslang gesperrt wurde. Diese wurde 2013 wieder aufgehoben, was eine Rückkehr zu Alpine erst möglich machte. (smo)

Rubriklistenbild: © NurPhoto/Imago

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