Einzel am Sonntag

Skispringen: Windlotterie in Polen - Paschke solide, Prevc klar geschlagen

Skispringen: Pius Paschke war in Zakopane der beste Deutsche.
+
Skispringen: Pius Paschke war in Zakopane der beste Deutsche.
  • VonThomas Bösl
    schließen

Der Weltcup im Skispringen wurde am Sonntag fortgesetzt. In Zakopane sprang Pius Paschke bei widrigen Bedingungen in die Top Ten.

Zakopane - Im Skispringen stand am Sonntag das Einzelspringen der Herren im polnischen Zakopane auf dem Programm. Dabei konnte sich Pius Paschke im Schneetreiben einen Platz unter den besten zehn erkämpfen.

Es war ein solider Nachmittag für die Springer des Deutschen Skiverbandes (DSV). Bei starkem Schneefall und äußerst wechselhaften Windbedingungen im polnischen Zakopane zeigten sich zwei der drei Sorgenkinder verbessert.

Skispringen in Zakopane: Paschke unter den besten Zehn - Geiger früh raus

Pius Paschke war der beste der drei nach Polen gereisten Deutschen. Vor allem im zweiten Durchgang zeigte er einen guten Sprung auf 131,5 Meter und konnte sich so von Rang 16 noch auf den neunten Platz vorarbeiten. Andreas Wellinger lag nach dem ersten Durchgang gleichauf mit Paschke, fiel aber im Finale noch zurück. Er wurde am Ende 22.

Einen bitteren Wettkampf durchlebte einmal mehr Karl Geiger. Der Oberstdorfer scheiterte als 31. hauchzart im ersten Durchgang und konnte sich so wieder keine Weltcuppunkte erspringen. Nach seinem guten letzten Versuch beim Super-Team-Springen am Samstag und einem soliden Trainingsdurchlauf sah alles nach einer Leistungssteigerung des Oberstdorfers aus, die im Wettkampf dann jedoch ausblieb.

Skispringen am Sonntag: Deutsches Team für nächste Weltcupstation noch offen

Den Sieg sicherte sich im dichten Schneetreiben von Zakopane der Slowene Anze Lanisek vor den beiden Österreichern Jan Hörl und Manuel Fettner. Vierschanzentourneesieger Domen Prevc erlebte einen durchwachsenen Nachmittag. Der Mann im Gelben Trikot hatte zweimal Pech mit dem Wind und wurde nur 27.

Nach dem Weltcup in Zakopane verlässt der Skisprungzirkus Europa und reist ins japanische Sapporo. Mit welchem Team der DSV ins Land der aufgehenden Sonne fliegt, ist derweil noch unklar. Bundestrainer Stefan Horngacher hatte eigentlich eine Pause für Pius Paschke und Andreas Wellinger angekündigt. Zudem ist der Einsatz von Felix Hoffmann und Philipp Raimund weiterhin fraglich.

Skispringen in Zakopane: Der Endstand des Einzelspringens am Sonntag

1. Anze Lanisek (Slowenien)278,1 Punkte
2. Jan Hörl (Österreich)-13,3
3. Manuel Fettner (Österreich)-15,4
9. Pius Paschke (Deutschland)-47,1
22. Andreas Wellinger (Deutschland)-65,2
31. Karl Geiger (Deutschland)Nach dem 1. Durchgang ausgeschieden

Das gesamte Ergebnis

Der Weltcup im Skispringen wird am Samstag fortgesetzt. Im japanischen Sapporo springen die Herren ab 07:15 Uhr von der Großschanze.

Skispringen am Sonntag: Das Einzelspringen in Zakopane im Liveticker

2. Durchgang: Nun ist nur noch Jan Hörl oben. Sichert er sich heute den Sieg in Zakopane? Hörl hat keine guten Bedingungen. Trotzdem fliegt er auf 135,5 Meter. Die Landung misslingt ihm aber, das wird einige Abzüge geben. Es reicht nur für Rang zwei. Lanisek gewinnt in Zakopane.

2. Durchgang: Es wird nichts mit Fettners Weltcupsieg, denn Anze Lanisek springt auf 137 Meter. Der Slowene übernimmt die Führung.

2. Durchgang: Nun ist Manuel Fettner an der Reihe. Es ist sein letzter Weltcup in Zakopane. Er hat bislang noch keinen Weltcupsieg. Kann das heute etwas werden? Es sind starke 135 Meter. Er übernimmt die Führung.

2. Durchgang: Vladimir Zografski aus Bulgarien hat richtig Pech mit dem Wind. Er hat auf einmal Rückenwind und fällt bereits bei 110 Metern zu Boden.

2. Durchgang: Jetzt geht es mal wieder richtig weit nach unten. Es sind 140 Meter für Marius Lindvik. Damit übernimmt er die Führung.

2. Durchgang: Jonas Schuster war nach dem ersten Durchgang Sechster, doch der zweite Sprung misslingt ihm völlig. Er muss ihn bei 105 Metern abbrechen.

2. Durchgang: Nun folgt Benjamin Oestvold. Er ist etwas überraschend so weit vorne, springt im Finale auf 123,5 Meter und fällt damit auf den vierten Rang zurück.

2. Durchgang: Wir sind bei den letzten zehn Springern angelangt. Kacper Tomasiak eröffnet diese Gruppe mit einem Sprung auf 126,5 Meter.

2. Durchgang: Etwas überraschend geht die Jury vor Domen Prevc nun eine Luke nach unten. Der Aufwind ist eigentlich nicht so stark. Prevc landet bereits nach 113,5 Metern. Das ist schon sehr überraschend. Die Verkürzung der Jury ist fragwürdig, aber Prevc kam auch überhaupt nicht ins Fliegen.

2. Durchgang: Der Wind nimmt weiter zu, auch der Schneefall wird stärker. Kommen die letzten 15 Springer noch runter? Yevhen Marusiak darf auf jeden Fall nach einer kurzen Pause los, landet aber schon nach 114 Metern.

2. Durchgang: Kann es Pius Paschke jetzt besser machen? Kann er. Es sind 131,5 Meter für Paschke. Nach vorn geht da aber auch nicht mehr viel, es ist Rang drei.

2. Durchgang: Im zweiten Anlauf darf er runter. Die Bedingungen sind in Ordnung, der Sprung ist schwach. Es sind nur 122,5 Meter. Damit fällt Wellinger auf Rang zehn zurück.

2. Durchgang: Nun kommen beide DSV-Springer in direkter Abfolge. Zuerst ist Andreas Wellinger an der Reihe. Der 30-Jährige muss aber nochmal runter vom Balken. Der Wind ist zu stark.

2. Durchgang: Die ersten zehn Springer haben ihren finalen Versuch absolviert. Weiter geht es mit der zweiten Gruppe und Maciej Kot aus Polen, der auf 127,5 Meter springt.

2. Durchgang: Die Führung übernimmt nun Stephan Embacher. Der Österreicher muss lange oben warten, darf dann aber doch noch los und fliegt auf 136,5 Meter.

2. Durchgang: Timi Zajc zeigt auch einen guten Sprung. Mit den Topweiten von Forfang, Bickner und Foubert kommt er aber nicht mit. Es sind 134 Meter und Rang fünf.

2. Durchgang: Die Jury reagiert direkt und geht eine Luke nach unten. Maximilian Ortner fliegt trotzdem noch auf 135,5 Meter, reiht sich aber nur auf Rang drei ein.

2. Durchgang: Valentin Foubert legt sogar noch 1,5 Meter drauf, stürzt dabei aber fast. Er kann sich gerade noch auf den Beinen halten und fällt so hinter Forfang zurück.

2. Durchgang: Damit ist das Finale eröffnet. Johann Andre Forfang setzt mit richtig starken 140 Metern die erste Weite des 2. Durchgangs.

Vor dem 2. Durchgang: Zwei deutsche Springer sind noch im Finale dabei. Andreas Wellinger und Pius Paschke treten mit den Startnummern 14 und 15 an.

Vor dem 2. Durchgang: Weiter geht es in Zakopane ab 17:12 Uhr mit dem Finale.

Skispringen in Zakopane: Der Zwischenstand nach dem 1. Durchgang

1. Jan Hörl (Österreich)134,4 Punkte
2. Anze Lanisek (Slowenien)-1,0
3. Manuel Fettner (Österreich)-5,3
16. Andreas Wellinger (Deutschland)-23,5
16. Pius Paschke (Deutschland)-23,5
31. Karl Geiger (Deutschland)-32,0

1. Durchgang: Jetzt ist nur noch Domen Prevc oben, der aber erstmals schwächelt. Es sind nur 126,5 Meter für den Dominator der letzten Wochen. Er ist nur Zwölfter. Jan Hörl gewinnt den ersten Durchgang.

1. Durchgang: Jason Colby hat es nach oben geschafft, springt aber auch im zweiten Versuch nur auf 118,5 Meter. Damit ist er ein weiteres Mal nicht dabei.

1. Durchgang: Und auch Anze Lanisek kommt gut ins Fliegen. Es sind 138 Meter für ihn. Er ist Zweiter.

1. Durchgang: Jan Hörl hatte gestern einen Spitzensprung nach dem anderen. Die Bedingungen sind gut. Er macht es wieder. Hörl fliegt auf 144,5 Meter. Die Landung ist in diesem Bereich kaum noch mit Telemark möglich. Er geht in Führung.

1. Durchgang: Nun kommen die beiden Dominatoren des Super-Teams am Samstag. Stephan Embacher legt mit schwachen 125 Metern vor. Er ist nur 20.

1. Durchgang: Und auch Vladimir Zografski kommt weit nach unten. Der Bulgare landet nach 134,5 Metern und reiht sich auf Rang zwei ein.

1. Durchgang: Manuel Fettner hatte am Samstag die Qualifikation gewonnen. Nun springt er ebenfalls stark. Es sind 135,5 Meter. Damit übernimmt er die Führung.

1. Durchgang: Nun gibt es die Meldung, dass Jason Colby seinen Sprung wiederholen darf, wenn er es rechtzeitig wieder nach oben schafft. Er wurde wohl im Anlauf von einem Laubbläser getroffen, der die Spur freihalten wollte. Zuerst ist aber Valentin Foubert an der Reihe, der auf 122,5 Meter springt.

1. Durchgang: Wir sind bei den letzten zehn Springern angelangt. Darunter befindet sich kein Deutscher, dafür drei Österreicher. Den Anfang macht mit Johann Andre Forfang aber ein Norweger. Bei leichtem Rückenwind springt er aber nur 118,5 Meter. Er bleibt hauchdünn vor Karl Geiger, der noch einen Springer hinter sich lassen müsste.

1. Durchgang: Deutlich besser läuft der Sprung bei Marius Lindvik, obwohl er keine perfekten Bedingungen hatte. Es sind 132,5 Meter für ihn. Damit sorgt er für eine norwegische Doppelführung.

1. Durchgang: Nun wird es emotional. Kamil Stoch sitzt auf seiner Heimschanze auf dem Balken. Es könnte sein letzter Sprung in Zakopane sein. Es sind nur 119,5 Meter. Damit wird Stoch wohl keinen zweiten Durchgang sehen.

1. Durchgang: Nun ist Pius Paschke an der Reihe. Die Bedingungen sind richtig gut. Es sind 130 Meter, da wäre bei dem Wind mehr drin gewesen. Es ist auf jeden Fall der zweite Durchgang für ihn. Paschke ist punktgleich mit Wellinger Achter.

1. Durchgang: Karl Geiger ist bisher nicht im Finale. Er müsste noch drei Springer hinter sich lassen. Einer davon ist Jason Colby aus den USA, der nur auf 115,5 Meter springt.

1. Durchgang: 30 Springer sind unten. 20 kommen noch. Der Wind in Kombination mit dem vielen Neuschnee macht es der Rennleitung aber wirklich nicht einfach. Eigentlich müsste man aufs Tempo drücken, doch die Bedingungen sorgen immer wieder für Pausen. Antti Aalto lässt sich aber von nichts ablenken. Der Finne schafft 128 Meter und ist damit im Finale dabei.

1. Durchgang: Jetzt darf der Japaner runter. Er schafft aber nur 121,5 Meter und reiht sich auf Rang 21 ein. Seine Anlaufgeschwindigkeit war nicht hoch, hoffentlich ist nicht bereits zu viel Schnee in der Anlaufspur.

1. Durchgang: Der Wind wird jetzt unberechenbarer. Vor Tomofumi Naito muss erst einmal pausiert werden.

1. Durchgang: Er muss nur einen Sprung warten, denn Maciej Kot aus Polen schafft nur 124,5 Meter und liegt damit hinter Wellinger.

1. Durchgang: Nun gilt es für Andreas Wellinger. Die Bedingungen sind gut, der Sprung ist solide. Es sind 128 Meter für Wellinger, der damit auf dem siebten Platz liegt. Einen Springer müsste er noch hinter sich lassen, um im Finale dabei zu sein.

1. Durchgang: Jetzt geht es hier seit Langem mal wieder weit nach unten. Benjamin Oestvold fliegt auf starke 133 Meter und geht in Führung.

1. Durchgang: Der Aufwind lässt nun etwas nach. Das bekommt auch Giovanni Bresadola zu spüren. Es sind nur 113,5 Meter für den Italiener.

1. Durchgang: Nun ist bereits Karl Geiger an der Reihe. Der Wind ist vor allem oben im Hang gut. Es sind aber nur 124,5 Meter. Er ist momentan Fünfter.

1. Durchgang: Die ersten zehn Springer sind unten. Mit der Startnummer elf ist nun Vitaliy Kalinichenko schafft 124,5 Meter. Bei der Landung hat er im Neuschnee Probleme, bleibt aber stehen. Es ist Rang sechs.

1. Durchgang: Es folgen nun zwei Finnen in direkter Abfolge. Jarkko Maatta springt auf 116 Meter und reiht sich auf Rang vier ein. Eetu Nousiainen kommt auf die gleiche Weite, hatte aber schlechtere Bedingungen und zieht damit an seinem Landsmann vorbei.

1. Durchgang: Yevhen Marusiak konnte gestern beim Super-Team-Springen absolut abliefern. Auch heute springt er gut auf 129,5 Meter. Er reiht sich auf Rang zwei ein.

1. Durchgang: Damit geht es hier in Polen bei starkem Schneefall los. Vilho Palosaari setzt mit 121,0 Metern die erste Weite des Tages.

Vor dem Springen: Eröffnet wird das Einzelspringen in Zakopane in wenigen Minuten vom Finnen Vilho Palosaari.

Vor dem Springen: Als Erster der drei Deutschen geht in diesem Wettkampf Karl Geiger mit der Startnummer 14 in die Anlaufspur. Es folgen noch Andreas Wellinger (26) und Pius Paschke (35).

Vor dem Springen: Als Favoriten gehen neben Domen Prevc auch noch die Österreicher in dieses Einzelspringen. In der Qualifikation stellte der ÖSV vier der besten fünf Springer.

Vor dem Springen: Bester Deutscher war Pius Paschke auf dem 16. Rang. Karl Geiger (18.) und Andreas Wellinger (22.) hätten mit ihren Sprüngen aber ebenfalls den zweiten Durchgang erreicht.

Vor dem Springen: Der Probedurchgang ist soeben zu Ende gegangen. Der Sieg ging an den den Slowenen Domen Prevc vor seinem Landsmann Anze Lanisek und dem Norweger Johann Andre Forfang.

Vor dem Springen: Hallo und herzlich willkommen im Liveticker zum Skispringen heute in Zakopane. Gleich sehen wir das Einzelspringen der Herren.

Skispringen am Sonntag: Der Vorbericht zum Einzelspringen

Die Erwartungen an das Skisprung-Team des Deutschen Skiverbandes (DSV) waren nach den Ausfällen von Felix Hoffmann und Philipp Raimund gering. Dennoch waren die Leistungen beim Super-Team-Springen am Samstag eine herbe Enttäuschung.

Skispringen in Zakopane: Paschke und Geiger mit Höhen und Tiefen

Karl Geiger und Pius Paschke schrammten im polnischen Zakopane haarscharf an einer Blamage vorbei. Nur durch die noch schwächere Leistung der mit einem B-Team angereisten Japaner konnte man sich überhaupt für das Finale der letzten Acht qualifizieren. Am Ende war es Rang sechs. Der Wettkampf spiegelte dabei die Saison der drei Sorgenkinder im DSV-Kader perfekt wider. Sowohl Geiger als auch Paschke hatten einen guten Sprung und zwei schwache Versuche. Es ist weiterhin eine Berg- und Talfahrt.

Das gleiche gilt auch für den am Samstag nicht nominierten Andreas Wellinger. Nach zwei soliden Trainingssprüngen war er bei der Qualifikation am frühen Samstagnachmittag der schwächste der drei Deutschen und wurde somit von Bundestrainer Stefan Horngacher nicht ins Team berufen.

Skispringen am Sonntag: Geigers Chancen auf Olympia schwinden

Vor allem für Geiger wird dabei die Zeit in Hinsicht auf die Olympischen Spiele langsam richtig knapp. Als einziger im Team hat er die vom Deutschen Olympischen Sportbund geforderte Norm noch nicht erfüllt. Möchte er ein Wörtchen bei der Vergabe der vier Fahrkarten nach Italien mitreden, muss sich der Oberstdorfer dringend steigern. Am besten bereits am Sonntag. Auch Paschke und Wellinger haben die Qualifikation überstanden, was bei nur 52 angetretenen Athleten aber auch Pflicht war.

Die Chancen auf einen Podestplatz sind im polnischen Zakopane auch im Einzelspringen verschwindend gering. Vor allem die Österreicher zeigten in der Qualifikation und beim Sieg im Super-Team-Springen einmal mehr ihre Klasse, und dass, obwohl mit Stefan Kraft und Daniel Tschofenig zwei ihrer besten Springer an diesem Wochenende pausieren. Doch auch den Vierschanzentourneesieger Domen Prevc muss man natürlich auf der Rechnung haben. Hier geht’s zur Startliste.

Die Wettbewerbe beim Weltcup in Zakopane sind Teil des offiziellen Weltcups 2025/26. Die Ergebnisse fließen in die Gesamtwertung ein. chiemgau24.de ist heute im Liveticker zum Skispringen mit dabei. (Quelle: chiemgau24.de, tb)