Kehrtwende nach Zandvoort?

Überraschung für Sainz: FIA trifft nach Strafe neues Urteil

Überraschende Wende: Die FIA hebt die Zandvoort-Strafe gegen Carlos Sainz auf – doch am Rennergebnis ändert das nichts.

München – Carlos Sainz darf aufatmen: Die FIA hat seine Strafe vom Großen Preis der Niederlande aufgehoben. Nach einem erfolgreichen Einspruch von Williams wurde der Ferrari-Pilot im Nachhinein freigesprochen. Neue Erkenntnis: Die Schuld am Crash mit Liam Lawson lag nicht bei ihm. Was war passiert? Ende August in Zandvoort wurde Sainz nach einer Kollision mit Racing-Bulls-Pilot Liam Lawson zunächst hart bestraft: zehn Sekunden Zeitstrafe plus zwei Strafpunkte auf der Superlizenz. Am Ende wurde er nur 13. Doch Williams legte Protest ein – und bekam Recht.

Carlos Sainz. Credit: Williams

Neue Videobeweise einer 360-Grad-Kanera auf dem Rennwagen des Spaniers zeigten, dass es sich lediglich um einen Rennunfall gehandelt hatte. Die FIA-Kommissare entschieden in einer Videokonferenz am 12. September, dass Lawson kurzfristig die Kontrolle über sein Auto verlor und in Richtung von Sainz‘ Williams getrieben wurde. Kein Fahrer war damit klar verantwortlich für die Kollision.

Sainz‘ Strafe wird komplett gestrichen

Die Konsequenz: Sainz verliert nicht nur die zwei Strafpunkte, er wird auch offiziell freigesprochen. Eine Änderung der Rennergebnisse ist jedoch ausgeschlossen, da der Spanier die Zeitstrafe im Rennen bereits abgesessen hatte. Sein Rückstand betrug bei Zieldurchfahrt 17 Sekunden. Die FIA erklärte: „Kein Fahrer war vollständig oder überwiegend verantwortlich. Zwar ging Fahrzeug 55 (Sainz) ein Risiko ein, außen neben Fahrzeug 30 (Lawson) zu fahren, doch die Kollision war im Gesamtbild ein Rennunfall.“

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Williams, dessen Rennen durch die ursprüngliche Strafe massiv beeinträchtigt wurde, zeigte sich trotz allem zufrieden: „Wir sind den Kommissaren dankbar, dass sie die Strafe überprüft haben. Natürlich ist es frustrierend, dass unser Rennen beeinflusst wurde, aber Fehler gehören zum Motorsport.“ Für Sainz selbst ist der Freispruch dennoch ein Befreiungsschlag. Statt vier hat er jetzt nur noch zwei Punkte auf dem Konto. Und für Williams ist es immerhin mal ein kleiner Sieg in einer bislang durchwachsenen Saison.

Dieser Artikel entstand in Kooperation mit F1-insider.com

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