2024 gab er die Diagnose bekannt

Formel-1-Legende und Schumacher-Förderer ist tot

  • Adrian Rehling
    VonAdrian Rehling
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Die Formel 1 trauert um einen der größten ihrer Zunft. Eddie Jordan, der Michael Schumacher zum Debüt verhalt, erlag einem Krebsleiden.

Kapstadt – Die Motorsport-Szene trauert. Im Alter von 76 Jahren ist Eddie Jordan in Kapstadt verstorben. Jordan sei friedlich eingeschlafen, wie seine Familie mitteilte. Erst im vergangenen Jahr hatte der Ire verkündet, dass er an Prostata- und Blasenkrebs erkrankt sei.

„Mit seiner unerschöpflichen Energie verstand er es immer, Menschen zum Lächeln zu bringen und blieb dabei stets authentisch und brillant“, schrieb die Formel 1 in den sozialen Netzwerken: „Eddie war einer der Protagonisten einer Formel-1-Ära und wir werden ihn sehr vermissen.“

Eddie Jordan galt in der Motorsport-Szene als eine der schillerndsten Persönlichkeiten.

Formel-1-Boss Stefano Domenicali trauerte ebenfalls: „Wir sind tief betrübt über den plötzlichen Tod von Eddie Jordan. Mit seiner unerschöpflichen Energie hat er es immer verstanden, die Menschen zum Lächeln zu bringen und dabei stets authentisch und brillant zu bleiben. Eddie war ein Protagonist einer Ära der Formel 1 und wir werden ihn sehr vermissen. In diesem Moment der Trauer sind meine Gedanken und die der gesamten Formel-1-Familie bei seiner Familie und seinen Angehörigen.“

Formel-1-Legende Jordan als erster Boss von Michael Schumacher

Jordan, der mit richtigem Vornamen eigentlich Edmund hieß, war der frühere Teamchef und Teambesitzer des gleichnamigen Rennstalls. Er war in den frühen 1990er Jahren Schumachers erster Boss in der Formel 1. Der spätere Rekordweltmeister fuhr 1991 in Spa-Francorchamps sein erstes und einziges Rennen für Jordan.

„Wer, verdammt noch mal, ist Schumacher?“, fragte der charismatische Jordan, als dessen damaliger Manager Willi Weber den späteren Superstar als Ersatzfahrer für den Grand Prix in Belgien vorschlug. Am 25. August 1991 absolvierte der spätere Seriensieger dann tatsächlich seinen ersten WM-Lauf, der wegen eines Defekts aber schon nach 500 Meter unglücklich endete.

Schumacher erhält das Jordan-Cockpit durch Notlüge

Möglich war das nur durch eine Notlüge. Weber erzählte Jordan zwar, dass der damals 22-Jährige den legendären Kurs in den Ardennen bestens kenne. Doch das stimmte gar nicht. „Aus diesem Grund schnappte ich mir ein Fahrrad, um dort ein paar Runden zu fahren und ich erkannte gleich, welch fantastische Strecke dies ist“, erzählte Schumacher später.

Nur mit diesem Trick und viel Überzeugungsarbeit durch Weber bekam der Kerpener das Cockpit von Bertrand Gachot und durfte hinter das Lenkrad des Jordan 191.

Jordan war einst selbst Motorsport-Fahrer

Als Fahrer war Jordan selbst in unteren Formel-Klassen aktiv, feierte einige Siege und durfte sogar ein Formel-1-Auto von McLaren testen. „Früher hatte ich einmal den Traum, Weltmeister zu werden, doch dann gelangte ich an den Punkt, an dem ich wusste, dass ich es als Fahrer nicht schaffen konnte“, sagte Jordan einmal.

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Bereits als Spieler war Mário Zagallo Teil einer großen brasilianischen Fußballer-Generation um Pelé und gewann zwei Weltmeisterschaften (1958, 1962). 1970 führte er die Selecao dann als Trainer zum WM-Titel. Der „Professor“ starb am 5. Januar 92-jährig.
Franz  Beckenbauers Tod am 7. Januar 2024 versetzte den Weltfußball in tiefe Trauer. Der Kaiser, der als einer der größten Spieler aller Zeiten gilt, starb im Alter von 78 Jahren. Er führte die deutsche Nationalmannschaft als Kapitän und als Trainer zweimal zum WM-Titel (1974 und 1990) und prägte den FC Bayern entscheidend.
2015 krönte sich der Kanadier Shawnacy „Shawn“ Barber bei der Leichtathletik-WM in Peking zum weltbesten Stabhochspringer. Danach schrieb er unter anderem mit einer Kokain-Kontroverse Schlagzeilen. Am 17. Januar 2024 starb Barber 29-jährig an den Folgen „medizinischer Komplikationen“.
Erst im Oktober 2023 hatte Langstreckenläufer Kelvin Kiptum einen neuen Marathon-Weltrekord aufgestellt, am 11. Februar 2024 starb er überraschend. Mit nur 24 Jahren kam der Kenianer in seiner Heimat bei einem Autounfall ums Leben, sein Trainer ebenfalls.
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Also wurde er Chef seines eigenen Teams. In einem seiner Autos fuhr die spätere PS-Ikone Senna 1982 seine ersten Formel-3-Kilometer. Nach einigen Erfolgen wagte sich Jordan 1991 schließlich in die Formel 1. (rele)

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