Der VfB-Star führt wieder Regie

Daniel Didavi zeigt wieder, was er kann

  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Der Mittelfeld-Regisseur des VfB ist nach seiner Wechselankündigung wie befreit. Gegen die Bayern gab es den ersten Vorgeschmack.

Den Ball konnte Manuel Neuer (links) noch retten, später war er machtlos.

Die letzten Wochen hatten Daniel Didavi belastet. Und zwar sehr. Seit dem Winter war klar: der Mittelfeld-Regisseur verlässt den Fußball-Bundesligisten VfB Stuttgart in Richtung Wolfsburg. Nur sagen konnte er das nicht. Bis zur vergangenen Woche. Da wurde der Wechsel auf seinen Wunsch hin öffentlich gemacht.

Endlich konnte sich „Dida“ wieder aufs Kicken konzentrieren. Auf das, was er am besten kann. „Die Situation hat mich natürlich etwas belastet“, erklärte er. Man hatte es ihm in den vergangenen Wochen angemerkt. War der 26-Jährige rund um den Jahreswechsel noch der mit Abstand beste VfB-Profi, klemmte es die letzten Wochen dann doch merklich bei ihm. Jetzt nicht mehr. Didavi: „Jetzt fühle ich mich befreit.“

Das sind die Helden des VfB Stuttgart

Robert Schlienz und "sein" Neckarstadion. Das Foto ist aus dem Jahr 1983. Vielleicht war er der beste Spieler, den der VfB je gesehen hat. Sein großes Markenzeichen: das Fehlen des linken Unterarms. 1960 beendete er seine Karriere. Danach war er aber immer wieder im Neckarstadion anzutreffen.
Einmal VfB, immer VfB. Hermann Ohlicher lief in der Bundesliga nur für einen Verein auf: den VfB Stuttgart. Und das ganze elf Jahre lang. Dabei erzielte er in 318 Spielen insgesamt 96 Tore. Größter Erfolg: die deutsche Meisterschaft 1984. Ein Jahr später war dann endgültig Schluss.
Neun Jahre führte Ernst Hadewicz, hier in unnachahmlicher Schusshaltung, den VfB als Führungsspieler an. Einer der wenigen Spieler, die vom FC Bayern zu den Schwaben wechselten und dann die große Karriere starteten.
Das berühmteste Brüderpaar der VfB-Geschichte: Karlheinz (links) und Bernd Förster. Hier nehmen sie Ex-Präsident Gerhard Meyer-Vorfelder in die Mitte. 1984 wurden sie mit den Stuttgartern Meister.
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Und wie! Bei der Heimpleite gegen den FC Bayern konnten das die VfB-Fans mehr als deutlich sehen. Der alte Didavi ist zurück! Und könnte jetzt zum großen Faustpfand für die letzten Spiele im Abstiegskampf der Bundesliga werden. Denn: Das Restprogramm der Stuttgarter hat es in sich.

Wo landet der VfB am Saisonende?

Sein Traumtor gegen den Rekordmeister war dabei ein kleiner Vorgeschmack. Auf dem Hinterteil sitzend zauberte er den Ball irgendwie noch an Manuel Neuer vorbei. „Den ersten treffe ich nicht, dann liege ich auf dem Boden. Ich versuche, ihn irgendwie zu treffen“, erklärte Didavi danach. Hat geklappt! Auch sonst war Stuttgarts Zehner der große Aktivposten gegen die Münchner. Die Zeit der Belastung ist definitiv vorbei.

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