Die Niederlagenserie geht weiter

Kein Kampf, kein Aufbäumen! Ein Armutszeugnis für den VfB

Der VfB Stuttgart geriet gestern gegen Eintracht Frankfurt hoffnungslos unter die Räder.
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Der VfB Stuttgart geriet gestern gegen Eintracht Frankfurt hoffnungslos unter die Räder.
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Auch die Verantwortlichen sind sich einig: Das war gar nix!

Vor der Partie gegen Eintracht Frankfurt gestern Abend fand VfB-Trainer Markus Weinzierl klare Worte: "Jeder muss beweisen, dass er zu Recht Spieler des VfB Stuttgart ist." Und nach den 90 Minuten ist klar: Den Beweis blieb jeder einzelne Stuttgarter schuldig. Der VfB agierte gegen die Gäste aus Frankfurt nicht nur kopf- und ideenlos, sondern vor allem auch kampf- und leidenschaftslos.

Alle VfB-Spieler schleichen gegen den Eintracht-Angriff nur hinterher

Symptomatisch für diesen Auftritt ist die Entstehung des 0:2 in der 32. Minute: VfB-Stürmer Erik Thommy verliert den Ball am gegnerischen Strafraum. Doch während vier Frankfurter wie von der Tarantel gestochen aufs Stuttgarter Tor zustürmen, schleichen ALLE VfB-Spieler nur hinterher. Am Ende steht Frankfurt-Stürmer Ante Rebic gleich zwei Mal völlig frei vor dem VfB-Tor. Die erste Chance kann Keeper Ron-Robert Zieler mit einer Glanzparade noch verhindern, bei der zweiten Einschussmöglichkeit ist er dann aber chancenlos. Ein Verhalten, mit dem auch Sportvorstand Michael Reschke alles andere als zufrieden ist: "Das ist etwas, das werden wir ansprechen."

Kein Aufbäumen des VfB Stuttgart gegen Eintracht Frankfurt

Auch in der zweiten Halbzeit ist von einem VfB-Aufbäumen nichts zu sehen. Obwohl Frankfurt nur verwaltet, lässt der VfB viel zu viele Chancen zu. Der eingewechselte Nicolai Müller setzt in der 90. Minute dann den Schlusspunkt zum verdienten 0:3 für die Gäste.

"Die Reaktion in der zweiten Halbzeit war nicht so, wie ich sie mir gewünscht habe", sagt der niedergeschlagene Kapitän Christian Gentner nach dem Spiel. Seine klare Ansage: "Wenn du 4:0, 4:0 und 3:0 verlierst, hast du keine Chance in der Liga zu bleiben. Das ist hoffentlich jedem bewusst."

VfB Stuttgart: Tief unten im Tabellenkeller

Auch Reschke beschönigt nach dem Lustlos-Auftritt nichts: "Über weite Strecken war das nicht bundesligareif. Das Abwehrverhalten war nicht ausreichend."

Nach zehn Spielen und nur fünf Punkten steht der VfB endgültig wieder ganz unten – Besserung ist nicht in Sicht. Reschke: "Ich bin ganz ehrlich: Mich belastet die Situation auch."

VfB Stuttgart hat jede Menge Verletzte

Doch nicht nur die tabellarische, auch die personelle Not wird beim VfB nach dem Frankfurt-Desaster immer größer. Mit Pablo Maffeo und Berkay Özcan reihen sich zwei weitere Spieler ins prall gefüllte VfB-Lazarett ein und werden mindestens für das kommende Spiel gegen den 1. FC Nürnberg ausfallen. Oder um es mit den Worten des alten Fußballphilosophen Andreas Brehme zu sagen: "Haste Scheiße am Fuß, haste Scheiße am Fuß."

Von Dennis Bayer

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