Kommentar zur Korkut-Entlassung

Herr Reschke, wer glaubt Ihnen jetzt noch etwas?

  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Die Entlassung von Tayfun Korkut ist richtig. Das Hin-und-Her dazu jedoch richtig schwach! Ein Kommentar.

Sportvorstand Michael Reschke am Telefon.

Eines vorweg: Die Entscheidung, Tayfun Korkut zu entlassen, ist richtig! Der Zeitpunkt auch. Das Spiel in Hannover, vor allem die erste Halbzeit, war ein spielerischer Offenbarungseid. Dazu eine taktische Fehlentscheidung - verantwortet von Korkut. Auch war seit Saisonbeginn keine sportliche Entwicklung zu sehen. Die Trennung war deshalb nur folgerichtig. Nur: Die Art und Weise, wie zuerst dem Trainer der Rücken gestärkt wurde und er dann doch gefeuert wurde, war richtig schwach!

Das Hin-und-Her gab's schon bei der Wolf-Entlassung

Was hätte denn dagegen gesprochen, ehrlich zu sagen, dass man diese Pleite in Hannover erst einmal sacken lassen müsste? Dass man sich in Ruhe am Abend zusammensetzt und die Lage analysiert? Stattdessen gab es nach dem Spiel ein klares Bekenntnis zum Trainer. Eines - eigentlich - ohne Hintertürchen. Und: Genau dieses Hin-und-Her gab es auch schon bei der Entlassung von Ex-Coach Hannes Wolf im Januar dieses Jahres.

Damals war der Entschluss selbst mit deutlich mehr Diskussionen verbunden. Der Korkut-Rauswurf hingegen stößt auf breites Verständnis. Das Hickhack nach dem Spiel und am nächsten Morgen war daher einfach unnötig! Und es wirft damit noch eine weitere Frage auf: Wer glaubt in Zukunft Michael Reschke noch, wenn er solche Bekenntnisse wie in Hannover abgibt?

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