Wiederauferstehung dank 2:0

Nach Sieg in Nürnberg: Der VfB lebt

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Torschütze Timo Baumgartl erklärte die Bedeutung des Sieges in Nürnberg für den VfB Stuttgart.

Der Stuttgarter Timo Baumgartl (links) jubelt mit seinem Kollegen Dennis Aogo über seinen Treffer zum 0:1.

Die Erleichterung war allen beim VfB Stuttgart anzumerken nach dem 2:0-Sieg in Nürnberg. Den 10.000 mitgereisten Fans, die ihre Mannschaft über 90 Minuten lautstark unterstützt haben. Trainer Markus Weinzierl, der nach Abpfiff zu seiner Mannschaft auf den Platz gerannt ist. Und natürlich der Mannschaft selbst, die nach vier Niederlagen in Folge endlich wieder einen Dreier landen konnte.

"Es ist eine große Erleichterung für den Moment. Der Sieg ist wichtig für den Kopf", fasste Torwart Ron-Robert Zieler die Gefühlswelt nach der Partie zusammen. Dabei zeigte sich der VfB von Beginn an griffiger als in den letzten Wochen. Die Umstellung auf eine Viererkette sorgte für deutlich mehr Stabilität in der Defensive.

VfB Stuttgart: Defensiv und offensiv in Nürnberg deutlich besser aufgestellt

Die einzig gefährliche Angriffsaktion der Nürnberger gab es in der 22. Minute zu sehen: Der quirlige Virgil Misidjan setzte sich gegen Marc Oliver Kempf durch und flankte den Ball scharf in die Mitte. Dort konnte Andreas Beck im allerletzten Moment vor Nürnbergs Zrel‘ák retten.

Auch im Spiel nach vorne wurde der VfB nach dürftiger Anfangsphase immer besser. Vor allem der junge Argentinier Nicolas Gonzales lies immer wieder sein Talent aufblitzen. Wie in der 39. Minute, als er sich auf der linken Seite gegen zwei Nürnberger durchsetzen konnte und Sturmpartner Gomez in der Strafraummitte fand - der verzog aber kläglich.

VfB Stuttgart: In der zweiten Halbzeit drehen die Schwaben auf

Trotz guter Ansätze machte sich der VfB aber auch diesmal durch einfache Fehler viel zu oft selbst das Leben schwer. Die meisten Angriffsaktionen in der ersten Hälfte scheiterten an ungenauen Pässen, schlampiger Ballannahme oder unzureichender Chancenverwertung.

In der zweiten Halbzeit zeigte der VfB dann, was ihnen in den letzten Wochen schon abgesprochen wurde: Kampf, Leidenschaft und Moral. Die große Explosion kam dann in der 69. Minute. Nach einer abgefälschten Ecke landete der Ball bei Timo Baumgartl, der sein Glück aus 15 Metern versuchte.

Timo Baumgart: "Konnte es selbst nicht fassen"

Obwohl er noch mit dem Standbein wegrutschte landete der Ball zum 1:0 im Tor. "Ich konnte selbst nicht fassen, dass er rein gegangen ist. Ich bin glücklich dass es geklappt hat. Die 3 Punkte waren überlebenswichtig für den ganzen Verein", erklärte der Innenverteidiger nach dem ersten Bundesligator seiner Karriere.

Die endgültige Entscheidung fiel dann in der 82. Minute: Erneut wurde der Ball nach einer Aogo-Ecke aus dem Strafraum befördert, erneut landete er am Ende wieder bei einem Stuttgarter. Dieses Mal war es der eingewechselte Erik Thommy, der mit einem rechten Hammer den 2:0-Endstand besiegelte.

Lob gab es nach dem Spiel von Kapitän Christian Gentner: "Ich bin sehr stolz auf die Jungs, weil es eine große Drucksituation war." Der Kapitän weiß aber auch: Trotz dieses Erfolgserlebnisses steht der VfB in der Tabelle weiter auf Platz 18. "Es geht jetzt bis Weihnachten darum, nicht den Anschluss zu verlieren."

Dennis Bayer

Rubriklistenbild: © Daniel Karmann/dpa