"Dann muss vielleicht jemand anderes spielen"

VfB-Sturm-Flaute: Gomez spricht Klartext!

Mario Gomez nach der Pleite in Leverkusen.
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Mario Gomez nach der Pleite in Leverkusen.
  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Beim VfB ist die Offensive das Problem. Sturm-Star Mario Gomez spricht die Probleme deutlich an.

Diese Pleite schmerzte. Besonders auch die Art und Weise. Beim 0:2 gegen Bayer Leverkusen gelang dem VfB Stuttgart einmal mehr kein Treffer, im Spiel nach vorne funktioniert momentan bei den Schwaben nicht viel. Einer leidet besonders darunter: Sturm-Star Mario Gomez. Der VfB-Angreifer hat seit fünf Spielen nicht mehr getroffen, ist in der Offensive - auch in Leverkusen - oft alleine auf weiter Flur. Nach der Bayer-Pleite hatte der Ex-Nationalspieler Redebedarf - und stellte sich ausführlich den Fragen der Reportern.

Mario Gomez: "Das darf uns nicht passieren"

echo24.de fasst die Gomez-Aussagen zusammen. Der VfB-Angreifer über...

...die Bayer-Pleite: "Wir hatten Spiele, die haben wir durch Leichtsinnsfehler verloren. Dieses Mal haben wir aber bis 76. Minute mit allem, was wir hatten, versucht, es zu verteidigen. Und dann kann es nicht sein, dass man durch so einen Eckball auf die Verliererstraße kommt. Das darf uns nicht passieren in unserer Situation. Das müssen wir uns ankreiden. Dass das Spiel so verloren wurde, ist hart."

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...die Sturm-Flaute beim VfB: "Wir tun uns nach vorne schwer. Es ist ein Thema: Wir kriegen zu viele Tore und schießen zu wenige. Da muss man nur auf die Tabelle schauen und sich das Torverhältnis ansehen. Das sind Dinge, die wir ändern müssen: hinten weniger kassieren, vorne mehr machen!"

Mario Gomez: "Das sage ich auch meinen Mitspielern"

...die Vielzahl an Ecken und Flanken, die in Leverkusen zu nichts führten: "Das stimmt. Das ist auch etwas, das ich immer zu meinen Mitspielern sage, dass das auch meine Stärke ist und wir das noch mehr nutzen müssen. Und wenn wir das nicht tun, muss vielleicht jemand anderes für mich spielen. Wir kommen aktuell zu selten in die Situation, dass, wenn wir außen durch sind, der Ball auch reinkommt. Und wenn der Ball reinkommt, sind wir oft in der Mitte nicht stark genug besetzt."

...die Lage im Abstiegskampf: "Es ist natürlich eine Scheiß-Situation. Es ist aber noch nicht zu spät. Spätestens jetzt wissen wir, wer unsere Konkurrenten sind um den Nicht-Abstieg. Die Situation ist ernst und wir müssen sie annehmen und dürfen nicht denken, dass wir in dieser Saison mit Vereinen wie Leverkusen oder Bremen mithalten, sondern müssen auf die Vereine unten in der Tabelle schauen und müssen zusehen, dass wir mit ihnen im Gleichschritt in die Winterpause kommen."

Mario Gomez: "Es geht nicht um mich"

...seine eigene Situation: "Wenn wir die nächsten fünf Spiele alle mit 1:0 gewinnen und ich nicht einmal aufs Tor schieße, ist es total okay für mich. Das einzige, was ich will, ist, dass wir das Spiel gewinnen. Wir müssen das Gesamte sehen. Und da müssen wir eben auch sehen, dass wir hinten mal wieder den Laden dicht kriegen. Es geht nicht um mich. Ich fühle mich nicht einsam."

Die Karriere von Mario Gomez in Bildern

...Neuzugänge in der Winterpause: "Das sind sicherlich Impulse, die einer Mannschaft gut tun können. Jeder Spieler, der uns hilft, ist herzlich willkommen. Es ist schon so, dass man alle Möglichkeiten ausschöpfen muss. Michael Reschke wird für den Winter sicher Ideen haben."

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