Eher laues Lüftchen
Baustelle VfB-Sturm: Harmlos, hilflos, torlos
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Das Hauptproblem beim VfB ist und bleibt auch nach dem fünften Pflichtspiel sein zahnloser Angriff.
Der VfB hat auch gegen Leipzig das Nachsehen, verliert mit 0:2. Damit bleiben die Schwaben zum vierten Mal im fünften Spiel ohne eigenen Torerfolg. Muss Trainer Tayfun Korkut jetzt schon um seinen Job bangen?
"Eine offensivere Ausrichtung führt nicht automatisch zu Toren", das hat Korkut vor der Partie gegen RB Leipzig gesagt. Wie richtig der VfB-Trainer mit dieser Aussage liegt, zeigt sich schon in der ersten Halbzeit. Mit Mario Gomez, Chadrac Akolo, Erik Thommy und Christian Gentner schickt Korkut die fünfte Angriffsvariante im fünften Spiel auf den Platz. Dazu kommen die offensiv denkenden Außenverteidiger Sosa und Maffeo.
VfB-Aktionen zu einfallslos und ungenau
Chancen für die Stuttgarter sind aber auch in dieser Besetzung, wie schon in den letzten Wochen, Mangelware. Zu einfallslos und ungenau sind die Aktionen nach vorne. Einzig Gomez und Gentner kommen zu halbwegs gefährlichen Gelegenheiten. "Es sind manchmal leichte technische Fehler, oder dass der vorletzte Pass nicht angekommen ist", erklärt Sportvorstand Reschke die Torflaute.
Bilder vom Spiel des VfB in Leipzig
Besser machen es dagegen die Leipziger, kommen gegen Ende der ersten Halbzeit im Minutentakt zu Chancen und kurz vor der Pause auch zum hochverdienten 1:0. Dem vorausgegangen war ein Patzer vom sonst sicheren Torwart Ron-Robert Zieler, der einen Schuss von Kevin Kampl in die Mitte abwehrt, wo Leipzig-Kapitän Willi Orban abstaubt. "Das ist leider das Torwartleben. Ich versuche den Ball zu sichern, aber ich hätte ihn zur Seite abklatschen müssen", so Zieler nach dem Spiel selbstkritisch.
Korkut genießt noch Rückendeckung
Das Hauptproblem beim VfB ist und bleibt aber sein zahnloser Angriff. Ihn gilt es, wieder in die Spur zu bringen. An dieser Aufgabe wird sich auch Trainer Korkut messen lassen müssen. "Das wir uns da was einfallen lassen müssen, ist ja klar" lautet die klare Ansage seins Chefs Michael Reschke. Anzählen will er seinen Trainer aber nicht. Ist Tayfun Korkut noch der richtige Mann für den VfB? "Definitiv!". Aber: "Wir brauchen Ergebnisse - da werden wir gegen Bremen mit anfangen müssen."
Inspiration, wie die Baustelle im Angriff geschlossen werden kann, könnte ausgerechnet der nächste Gegner liefern. Am Samstag ist Werder Bremen zu Gast in Stuttgart: Deren Bilanz: 5 Spiele - 10 Tore. Der drittbeste Wert der Bundesliga.
Von Dennis Bayer
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