Diskussion sei verfrüht
Korkut unter Druck? VfB-Spieler schützen ihren Trainer
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Die neue Saison ist erst fünf Spieltage alt und der VfB hat schon wieder eine Trainer-Diskussion. Von der wollen die Spieler aber nichts hören.
Nein, Tayfun Korkut hat keinen leichten Stand bei den VfB-Fans. Schon bei seiner Vorstellung im Januar war niemand überzeugt vom Können des gebürtigen Stuttgarters. Was folgte, war eine der erfolgreichsten Rückrunden in der jüngeren VfB-Geschichte. Doch dieser Kredit scheint in der neuen Saison nach nur zwei Punkten aus fünf Bundesliga-Spielen und dem Pokal-Aus in Rostock schon wieder verspielt. Kaum einer traut Korkut zu, das VfB-Schiff wieder aufzurichten.
Bilder vom Spiel des VfB in Leipzig
Keiner, außer der eigenen Mannschaft. Nach der 0:2-Niederlage in Leipzig stellen sich die VfB-Spieler schützend vor ihren Coach. Timo Baumgartl: "Wir haben jetzt fünf Spieltage gespielt. Wenn man da immer schon die Trainer entlassen würde, hätten wir gefühlt jede Saison zehn Trainer pro Mannschaft. Von daher muss man die Frage nicht stellen. Ich finde das alles sehr verfrüht."
Für Reschke ist Korkut definitiv noch der richtige Mann
Christian Gentner: "Wir werden die Diskussion nicht führen. Tayfun Korkut arbeitet mit uns in seiner sehr ruhigen Art, die auch in der Mannschaft sehr gut aufgenommen wird." Und Torwart Ron-Robert Zieler, der in Leipzig patzte, ergänzt: "Das ist eine Diskussion die für uns überhaupt nicht wichtig ist. Wir konzentrieren uns nur darauf, dass wir im nächsten Spiel eine gute Performance abliefern."
Die Karriere von Tayfun Korkut in Bildern
Auch für Sportvorstand Michael Reschke ist Korkut "definitiv" noch der richtige Mann: "Mir wird die Trainer-Diskussion zu hoch gehängt. Wir müssen jetzt als Mannschaft Punkte machen." Stoppen kann Korkut diese Diskussion aber nur selbst - am besten mit Ergebnissen wie in der letzten Rückrunde. Spätestens dann sind auch die größten Nörgler unter den VfB-Fans wieder mit ihrem Coach versöhnt. Viel Zeit bleibt Korkut dafür aber definitiv nicht mehr.
Von Dennis Bayer
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