Am 14. Juli ist Mitgliederversammlung
Führungszoff beim VfB: Für Thomas Berthold geht Wolfgang Dietrich gar nicht
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VfB Stuttgart: Präsident Wolfgang Dietrich steht bei den Fans in der Kritik. Auch VfB-Legende Berthold hofft auf eine Abwahl bei der Mitgliederversammlung.
+++ Update 13. Juli +++ Thomas Berthold schießt gegen Dietrich
Thomas Berthold will den VfB wieder erstklassig machen und sieht deshalb für Präsident Wolfgang Dietrich keine Zukunft. Er will ein starker Aufsichtsratchef beim VfB Stuttgart sein.
"Beim VfB muss es eine nachhaltige Richtungsänderung geben", sagte der Alt-Weltmeister Thomas Berthold den Stuttgarter Nachrichten. Deshalb will Berthold es auch nicht auf sich beruhen lassen, wenn Präsident Dietrich nicht abgewählt würde. 2020 soll Dietrichs Thron bei einer turnusgemäßen Wahl nicht nur wackeln, sondern stürzen, wenn es nach Thomas Berthold geht.
Doch für eine Abwahl Dietrichs müssen morgen bei der Mitgliederversammlung 75 Prozent der Stimmberechtigten gegen den Präsidenten stimmen. Dietrich zeigte sich kämpferisch und wolle selbst bei 74,9 Prozent gegen ihn als Präsident weitermachen.
+++ Update 12. Juli +++ Daimler-Boss Porth macht im eigenen Unternehmen Werbung für Dietrich
Eines wurde zuletzt deutlich: Wolfgang Dietrich kann sich im Kampf um sein Amt als Präsident des VfB Stuttgart auf die Unterstützung der Führungsebene verlassen. Aufsichtsrats-Mitglied Wilfried Porth sorgte nun mit einer Wahlwerbung pro Dietrich für Aufsehen. So verschickte der Daimer-Vorstand nun eine Mitteilung, die an alle Vereinsmitglieder unter der Belegschaft gerichtet war. Darin schreibt Porth: "Nutzen Sie die Gelegenheit, für Kontinuität, Zusammenhalt und bessere sportliche Zukunftschancen beim VfB zu stimmen."
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Die Anträge zur Abwahl des Präsidiums lehnt Porth in der internen Unternehmensmitteilung laut Stuttgarter Nachrichten ab und betont zugleich, dass ein solcher Schritt die nächsten Ziele des VfB gefährden würden. Der VfB stecke demnach "mitten in aussichtsreichen Gesprächen mit einem weiteren potentiellen Investor".Vielmehr fordert Porth die Mitglieder auf: "Jetzt ist es Zeit, wieder nach vorne zu schauen."
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Ob das Schreiben die VfB-Mitglieder zum Umdenken bringt, wird sich am Sonntag (14. Juli) bei der Mitgliederversammlung zeigen, wenn sich Dietrich dem Abwahlvoting stellt. 75 Prozent der anwesenden Vereinsmitglieder müssen gegen den Präsidenten stimmen, um diesen aus dem Amt zu heben.
+++ Update 11. Juli +++ Ehemaliger Präsident Staudt zur Kritik am VfB-Chef: "In meinen Augen normal"
Ex-Präsident Erwin Staudt überrascht es nicht, dass nach dem Abstieg des VfB Stuttgart aus der Fußball-Bundesliga der aktuelle Vereinschef Wolfgang Dietrich in der Kritik steht. "Wenn es nicht läuft, werden Verantwortliche gesucht, das sind in der Regel der Manager und der Präsident. Das ist in meinen Augen normal", sagte Staudt der Deutschen Presse-Agentur.
Darüber dürfe man sich als Betroffener nicht beklagen. "Das ist wie der Koch in der Küche. Der darf sich auch nicht beschweren, dass es dort heiß ist", meinte der VfB-Ehrenpräsident.
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Auch Dietrich hatte kürzlich gesagt, bei sportlichem Misserfolg werde traditionell der Präsident als Erster angegriffen. Die Kritik habe daher weniger mit seiner Person als mit dem Amt zu tun. Für die Mitgliederversammlung des VfB an diesem Sonntag steht ein Antrag auf Abwahl des 70 Jahre alten Unternehmers auf der Tagesordnung.
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Der 71-jährige Staudt führte den Traditionsverein von 2003 bis 2011, in seine Amtszeit fielen die deutsche Meisterschaft 2007 und mehrere Champions-League-Teilnahmen. Dietrich wurde im Oktober 2016 nach dem zweiten Bundesliga-Abstieg von den VfB-Mitgliedern zum Präsidenten gewählt. Nach dem Wiederaufstieg 2017 war der Club im vergangenen Mai erneut in die 2. Liga abgestiegen.
+++Update 09. Juli +++ Dietrich: "Abwahl ist keine Wahl."
Der umstrittene Präsident Wolfgang Dietrich hat die Mitglieder des VfB Stuttgart vor seiner Abwahl gewarnt. Für die Mitgliederversammlung des Absteigers an diesem Sonntag steht ein Antrag auf Abwahl des Präsidenten auf der Tagesordnung. Aber: Bisher hat niemand öffentlich seine Bereitschaft erklärt, die Nachfolge antreten zu wollen. Dietrich: "Jetzt zu sagen, wir wählen einfach jemanden ab, ohne zu wissen was kommt: Das kann doch nicht das Ziel dieses Vereins sein." Dietrich stellte sich der Frage im Rahmen der VfB-Verantsaltung "VfB im Dialog". Dietrich: "Wir brauchen eine geordnete Struktur, und Ordnung heißt: Eine Abwahl ist keine Wahl."
"Unser Verein braucht Satzungstreue. 2020 stehen Neuwahlen an, dann haben die Mitglieder eine echte Wahl. Eine Abwahl, ohne zu wissen, was danach kommt und wie es weitergeht, kann nicht im Sinne des Vereins sein", sagt Wolfgang #Dietrich bei #VfBimDialog.
— VfB Stuttgart (@VfB) 9. Juli 2019
Dietrich ist bis 2020 gewählt und steht aus verschiedenen Gründen in der Kritik. Dazu zählen die Verpflichtung des inzwischen wieder freigestellten Michael Reschke als Sportvorstand ebenso wie die Trennung von dessen Vorgänger Jan Schindelmeiser und Dietrichs frühere Verbindung zum Unternehmen Quattrex, das Fußballclubs Kredite gewährt. In der vergangenen Saison hatten die Anhänger des Fußball-Zweitligisten immer wieder mit Plakaten gegen Dietrich protestiert.
VfB-Präsident Dietrich über Drohungen und Beleidigungen
Auch in den sozialen Netzwerken wurde und wird der 70-Jährige attackiert. "Meine Familie leidet darunter massiv, das muss ich ganz klar sagen. Mehr als ich selber. Aber wenn ein Fadenkreuz auf deinem Gesicht drauf ist, dann sind das schon Momente, in denen es schmerzt", sagte der VfB-Präsident am Dienstagabend. "Aber wenn die Leute glauben, sie könnten mich weich klopfen... Das wird nicht passieren."
+++ Ursprungsmeldung vom 02. Juli +++
65 Anträge auf eine Abwahl des Vorstands erreichten die VfB-Geschäftsstelle frist- und formgerecht vor der Mitgliederversammlung am 14. Juli. Die Vereinssatzung würde es zulassen, dass Vorstand Wolfgang Dietrich abgewählt wird.
VfB Stuttgart: Wird Wolfgang Dietrich als Vorstand abgewählt?
Derzeit besteht das Präsidium des Stuttgarter Zweitligisten aus Dietrich und Bernd Gaiser. Wie die Stuttgarter Nachrichten vermelden, wurde entschieden, dass der Antrag bei der Mitgliederversammlung auf der Tagesordnung stehen wird. Punkt 6 lautet nun also "Abwahl des Präsidenten".
75 Prozent der anwesenden und stimmberechtigten Mitglieder müssten für eine Abberufung Dietrichs stimmen, sodass es zur Abwahl kommen würde.
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VfB Stuttgart. Vorstand Wolfgang Dietrich wird sich bei der Mitgliederversammlung äußern
Dietrich hat in letzter Zeit häufiger Kritik an seiner Arbeit erfahren. Dazu wird er sich bei der Versammlung äußern. Eine breite Ablehnung, wie sie in den Anträgen beschrieben werde, sehe er nicht. Dietrich weißt viel mehr darauf hin, dass der Verein 25.000 neue Mitglieder zählt, seit seiner Wahl 2016. Rund 69. 500 Mitglieder hat der VfB Stuttgart aktuell.
VfB Stuttgart: Spieler bereiten sich auf die neue Saison vor
Indes trainiert die Mannschaft diese Woche in Bad Cannstatt. Die nächsten Trainingsspiele und ein weiteres Trainingslager stehen an.

