Pleite gegen Schalke

Der VfB braucht im Winter einen Riesen-Reset-Knopf

VfB Stuttgart gegen Schalke 04
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Der VfB Stuttgart braucht im Winter einen Riesen-Reset-Knopf
  • Nicolas Herold
    VonNicolas Herold
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Nach der Heim-Pleite gegen Schalke 04 taumelt der VfB in die Winterpause. Um nicht abzusteigen, müssen die Schwaben einiges ändern. Zwei Sachen machen Hoffnung.

Pleite, Pech - eine MEGA-Panne. Die Hinrunde der Fußball-Bundesliga endet für den VfB Stuttgart so wie die ganzen 17 Spiele liefen. 1:3 (0:1) hieß es am Ende vor heimischer Kulisse gegen Schalke 04. Der VfB taumelt als Tabellen-16. in die Winterpause! Um im Sommer den Abstieg zu verhindern, muss das Team von Trainer Markus Weinzierl daher im neuen Jahr einen riesengroßen Reset-Knopf drücken. 

VfB Stuttgart nutzt zu selten die Schwächen der Gegner

Und das in vielen Bereichen. Das zeigte auch die Pleite gegen Schalke. Vorne bleiben die Stuttgarter harmlos, hinten kriegen sie zu viele, zu einfache Tore. Gegen die Königsblauen gleich drei am Stück. Viel zu viel gegen einen direkten Keller-Konkurrenten! Dazu blieben die Schwaben in der Offensive einmal mehr zu harmlos. Nur ein Tor von Nicolas Gonzalez (76. Minute) sprang dabei heraus. ABER: Der Argentinier hatte zuvor auch eine Riesen-Chance zum Ausgleich vergeben. In der 48. Minute schoss er alleine vor dem S04-Tor den Ball an den Pfosten - obwohl Gäste-Keeper Ralf Fährmann nicht im Kasten war. Ein Riesen-Bock! Und auch das gehört eben zum VfB der Hinrunde: Zu selten waren die Schwaben da, wenn der Gegner etwas zuließ, wenn es die Möglichkeit gab, ins Spiel zurück zu kommen. Das ernüchternde Resultat daher nach 17 Spielen: mickrige 14 Pünktchen. Manager Michael Reschke ehrlich nach der Schalke-Pleite: "Die 14 Punkte sind natürlich eine Belastung. Das schmerzt!" Nur: Wie soll der Turnaround im Januar gepackt werden? Wie kriegt der VfB die Kurve? 

Beim VfB Stuttgart kommen bald die Verletzten zurück 

Es gibt ein paar Dinge, die den Schwaben nach der Horror-Hinrunde Hoffnung machen. Manager Reschke benennt das Erste: "Ich hoffe, dass zum Rückrunden-Auftakt einige Spieler wieder dabei sind." Die Verletzten-Liste der Schwaben war zum Hinrunden-Ende so lange, dass sogar Jugend-Spieler von Beginn an ran mussten. Sollten Daniel Didavi, Anastasios Donis, Dennis Aogo, Pablo Maffeo und all die anderen wieder fit sein, hat Trainer Weinzierl endlich wieder mehr Auswahl. Verteidiger Andreas Beck sagt ehrlich: "Wenn alle Jungs wieder topfit sind, herrscht endlich wieder ein richtiger Konkurrenzkampf." Dazu haben die Stuttgarter nach dem Schalke-Spiel bereits die Verpflichtung von Hertha-Profi Alexander Esswein bekannt gegeben. 

Zweiter Punkt: Auch in der vergangenen Saison starteten die Schwaben erst in der Rückrunde durch. Dann aber so richtig. Schlimm genug, dass der VfB erneut auf die zweite Saisonhälfte bauen muss. Aber: Das Wissen um diese Stärke könnte helfen. Keeper Ron-Robert Zieler nach dem Spiel gegen Schalke: "Wir haben in der letzten Saison schon einmal gezeigt, dass wir so etwas drehen können. Das wird aber natürlich ein harter und langer Weg. Dafür müssen wir schauen, dass wir wieder zu alter Stärke zurückfinden." 

Beim VfB Stuttgart kann es ein böses Erwachen geben 

Genau diese Stärke hat der VfB in dieser Hinrunde verloren - trotz der Sensations-Serie in der Rückrunde der vergangenen Saison. Abstiegskampf? Schien vor der Saison undenkbar. Nun ist der VfB - mal wieder - mittendrin. Drücken die Schwaben im Winter nicht den großen Reset-Knopf, könnte es im Sommer ein böses Erwachen geben. Daher gilt für alle beim VfB ab dem Januar das, was Manager Reschke nach dem Schalke-Spiel noch einmal mit Nachdruck betonte: "Wir müssen alles daran setzen, dass der VfB in der Liga bleibt."

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