Insua fliegt früh runter
Erst Kampf, dann Krampf! VfB geht im Derby unter
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Der VfB Stuttgart hatte sich für das Derby bei der TSG Hoffenheim viel vorgenommen. Eine harte Entscheidung und eine chaotische Phase in der Abwehr zerstören den Wunsch nach Punkten.
Landesderby zur besten Sendezeit. Samstag, 18.30 Uhr: Der VfB Stuttgart muss bei der TSG Hoffenheim ran. Das Ziel ist klar: Die ersten Punkte unter Markus Weinzierl sollen her. Gegen den Champions League-Teilnehmer aus dem Kraichgau nimmt Gonzalo Castro zunächst auf der Bank Platz, Holger Badstuber darf von Beginn an ran. Apropos Beginn: Der hat es in sich!
Nach fünf Minuten die Riesenchance: Hoffenheims Kevin Vogt mit einem schlechten Pass, der VfB schaltet schnell um und Mario Gomez rennt alleine auf Oliver Baumann zu. Abschluss aus 16 Metern - vorbei! Gomez nach dem Spiel zu "Sky": "Dass ich den nicht mache, tut mir Leid. Ich bin mir sicher, dass wir das Spiel sonst gewonnen hätten." Nach der vergebenen Chance, der nächste Kracher. Emiliano Insua fliegt vom Platz - auch Dank des fehlenden Fingerspitzengefühls des Schiedsrichters. Der Grund: Insua springt mit gestrecktem Bein auf Kopfhöhe gegen Pavel Kaderabek rein. Kann Rot sein, ist aber nicht notwendig - schon gar nicht in der 8. Minute. Weinzierl winkt nur ab. Bis zur Pause rettet sich der VfB durch eine gute Abwehrleistung mit 0:0 über die Runden. Auf beiden Seiten ein Aluminium-Treffer, ansonsten war das eine ganz schwache Bundesliga-Partie!
Bilder vom Spiel des VfB Stuttgart gegen Hoffenheim




Gomez: "Im Moment ist der Fußball sehr brutal zu uns. Das Gute daran ist, dass es das erste Drittel der Saison ist. Wir können noch reagieren und müssen darauf antworten." Der Grund: Die erste Viertelstunde nach Wiederanpfiff! Reiss Nelson dribbelt durch gleich drei Stuttgarter durch im VfB-Strafraum und schießt Zieler an, von dort springt der Ball Joshua Brenet vor die Füße der zur TSG-Führung einschiebt (48.). Drei Minuten später wird es noch schlimmer. Brenet passt von rechts flach in die Mitte nach einem Diagonalpass. Dort steht Joelinton und trifft zum 0:2.
Die TSG nimmt nun Fahrt auf, der VfB droht komplett im Chaos zu versinken. Doppelpass von Ishak Belfodil und Joelinton vor dem VfB-Tor - 0:3 (56.). Das, was in Halbzeit eins noch stimmte, ist nun nicht mehr vorhanden: Die Abwehr! Vier VfBler spielen vor dem eigenen Sechzehner den Ball hin und her bis Christian Gentner den Hoffenheimer Belfodil anspielt - 0:4 (60.). Wo soll das nur hinführen? Die Frage wird schnell beantwortet: Der VfB stellt sich infolgedessen mit allen Mann handballähnlich am eigenen Strafraum auf. Die TSG nimmt einen Gang raus, bleibt nur noch bedingt gefährlich. Tore fallen keine mehr. Zum Glück für den VfB - Gomez: "Das war ein Zeichen von fehlendem Selbstbewusstsein. Das kommt aber auch nicht, wenn ich hier erzähle und erkläre, sondern durch Ergebnisse."
Rote Karte hin oder her, die 15 Minuten zu Beginn des zweiten Durchgangs waren nicht erstligareif in der Defensive. Und vorne? Da steht zum siebten Mal im zehnten Pflichtspiel diese Saison die Null. Dem VfB und Neu-Coach Markus Weinzierl steht viel Arbeit bevor.
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