Das Team muss die Probleme dringend abstellen

Drei Niederlagen in Folge: Das läuft beim VfB Stuttgart derzeit schief

VfB Stuttgart: Deshalb ist das Team von Team Walter in der Krise
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Nach der 6:2-Niederlage gegen den Hamburger SV verlassen die Spieler des VfB Stuttgart niedergeschlagen das Feld im Hamburger Volksparkstadion.
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Es hapert an einigen Stellen beim Aufstiegsfavoriten aus Schwaben.

Nach drei Niederlagen in Folge droht die Stimmung beim VfB Stuttgart ins Negative zu kippen. Die mitgereisten Fans haben ihre Mannschaft nach der 6:2 Klatsche gegen den Hamburger SV minutenlang ausgepfiffen. Doch das ist nicht das Einzige, was beim VfB Stuttgart derzeit schiefläuft.

VfB Stuttgart  - Problemzone 1: Das Aufbauspiel

In fast jedem Spiel hat der VfB Stuttgart deutlich mehr Ballbesitz als der Gegner. Aus dieser Dominanz schlägt die Truppe von Trainer Tim Walter aber viel zu wenig Kapital. Zu oft wird der Ball nur von links nach rechts geschoben - oder in die eigene Abwehrreihe zurückgespielt. Gefährliche Kombinationen kommen kaum zustande, weil die Pässe viel zu ungenau gespielt und unsauber angenommen werden.

Oft steht auch kein Mitspieler bereit, an den der Ball direkt weitergeleitet werden kann. Durch diese Ungenauigkeiten verpuffen viele Angriffsversuche, bevor es richtig gefährlich wird. Und dann kommen solche Niederlage wie gegen den Hamburger SV zustande.

VfB Stuttgart - Problemzone 2: Die Chancenverwertung

Wenn dann doch mal Chancen herausgespielt werden, hapert es an der Verwertung. Nur jede fünfte Großchance bringt der VfB Stuttgart im Tor unter – viel zu wenig, wenn man um den Aufstieg in die Erste Bundesliga mitspielen will. Dabei hilft auch der breite Kader nicht.

Silas Wamangituka, Nicolas Gonzalez, Mario Gomez, Mateo Klimowicz, Hamadi Al Ghaddioui: Alle haben schon ihre Chance in unterschiedlichen Personal-Kombinationen bekommen. Restlos überzeugen konnte am Ende allerdings keiner.

VfB Stuttgart - Problemzone 3: Die Absicherung

Durch die offensive Spielweise von VfB-Stuttgart-Trainer Tim Walter und die Mauertaktik vieler Gegner, positionieren sich die VfB-Spieler weit in der gegnerischen Hälfte. Dadurch bleiben meist nur zwei oder drei Spieler übrig, um die Angriffsversuche abzusichern.

Problematisch wird das dann, wenn der VfB Stuttgart im Aufbauspiel den Ball verliert. Die Abwehrspieler können die großen Räume nicht verteidigen - und die Defensive ist offen wie ein Scheunentor. Auch gegen den Hamburger SV hat sich der VfB Stuttgart so einen Konter nach dem anderen gefangen und zwei Tore kassiert.

VfB Stuttgart - Problemzone 4: Der Kopf

"Gerade wenn unsere eigenen Fans uns auspfeifen, ist schon ein Stück Verunsicherung zu spüren. Das kann eine kleine Blockade im Kopf auslösen", erklärt VfB-Stuttgart-Kapitän Marc Oliver Kempf nach dem Spiel gegen den HSV. "Wir müssen daran arbeiten, die zu lösen und wieder mehr Leichtigkeit in unser Spiel bekommen."

Das Schlimme ist: Diese Verunsicherung kann leicht zu einem Teufelskreis werden, der immer schlimmer wird. Nur durch Siege kommt Sicherheit, aber ohne Sicherheit kommen keine Siege. Die nächste Möglichkeit, diesen Kreislauf zu durchbrechen, hat der VfB Stuttgart am Dienstag im DFB-Pokal. Erneut heißt der Gegner beim Auswärtsspiel: Hamburger SV.

VfB Stuttgart: Fazit der aktuellen Krisen-Analyse

Der VfB Stuttgart hat einige Problemzonen, die Trainer Tim Walter und seine Spieler schleunigst angehen sollten. Denn zu viele Niederlagen kann sich der VfB im Aufstiegsrennen nicht mehr erlauben.

Von Dennis Bayer

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