Bisher 30 Spiele ohne Sieg
Schalke entgeht dem Negativ-Rekord: Ex-VfB-Profi Babbel kritisiert die Spieler!
VonTobias Beckerschließen
Markus Babbel, der ehemalige Profi und Trainer des VfB Stuttgart sowie Coach der TSG Hoffenheim, findet klare Worte zur Leistung der vergangenen Wochen.
1860 München wurde Deutscher Meister VOR Borussia Dortmund und Bayern München. Der VfB Stuttgart landete auf Platz elf, also genau dort, wo sie vor dem Spiel gegen den FC Augsburg (am Sonntag, 15.30 Uhr im echo24.de-Live-Ticker) auch stehen. Und Tasmania Berlin sorgte in diesem Jahr für einen Negativ-Rekord: 31 Spiele gewann Tasmania Berlin damals in Folge nicht. Der Rekord schien eigentlich für die Ewigkeit bestimmt zu sein. Eigentlich, denn der FC Schalke 04 war drauf und dran, den Rekord zumindest einzustellen.
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30 Spiele hatten die Schalker nicht mehr gewonnen. Das Heimspiel gegen die TSG Hoffenheim (Samstag um 15.30 Uhr, im Live-Ticker bei ruhr24.de) hätte das 31. Spiel sein können. Ein Unding für viele Fußballexperten, -spieler und -trainer. Unverständnis macht sich in Fußball-Deutschland breit: Schalke kurz vor dem Unmöglichen?
Markus Babbel: Ex-VfB-Profi findet klare Worte zur Schalke-Serie
Auch Markus Babbel wundert sich. Der ehemalige Nationalspieler, vierfache Deutsche Meister (3x Bayern München, 1x VfB Stuttgart) und Ex-Spieler sowie - Trainer des VfB Stuttgart äußerte sich im Interview mit echo24.de. Der 48-Jährige, der auch den Schalker Gegner Hoffenheim trainierte, fassungslos: „Schon zu diesem Rekord zu kommen, war schon unvorstellbar. Und wenn dir dann noch jemand gesagt hätte, Schalke 04 schafft das, dann hättest du ja dreimal gesagt: Sag mal bei dir hackt’s ja völlig, du hast ja gar keine Ahnung von Fußball.“
Im Verein und in der Öffentlichkeit werden die Gründe gesucht. Wird der Verein FC Schalke 04 schlecht geführt? Liegt es an den Schulden? Babbel findet deutliche Worte: „Da muss ich auch mal die Spieler hinterfragen. Ich höre immer, die Mannschaft sei besser als sie dasteht, aber da fehlt mir mittlerweile der Glaube daran.“ Dabei gab es schon Tränen bei Spielern, aber auch Forderung nach neuen Spielern aus der Mannschaft heraus. Und tatsächlich verpflichteten die Schalker mit Sead Kolasinac einen alten Bekannten, der für neuen Antrieb sorgen soll - bestenfalls schon gegen die TSG Hoffenheim, gegen die der VfB Stuttgart 2:2 spielte.
| Verbindungen von Markus Babbel | |
|---|---|
| ... zum VfB Stuttgart | Spieler (2004-07), Co-Trainer (2007-08), Trainer (2008-09) |
| ... zu Schalke 04 | Trainer Christian Gross war beim VfB Stuttgart sein Nachfolger |
| ... zur TSG Hoffenheim | Trainer und Sportlicher Leiter (2012) |
„Selbst wenn du den Rekord knacken willst, schaffst du das ja normal nicht. Es ist eigentlich ein Ding der Unmöglichkeit, aber die Jungs schaffen es Woche für Woche“, bleibt der ehemalige VfB-Spieler Markus Babbel hart. Aber woran liegt es? Vielleicht tatsächlich mit der fehlenden Identifikation der Mannschaft? Babbel: „Sie haben ja schlussendlich nichts zu verlieren, denn sie wechseln dann einfach zu irgendeinem anderen Verein und Schalke ist eben immer noch da, wo sie dann stehen.“
VfB Stuttgart: Ex-Profi Markus Babbel drückt Trainer-Kollege Christian Gross die Daumen!
Aber der gebürtige Münchner, der auch über seine Karriereplanung mit echo24.de sprach, sagt auch: „Das ist sicher keine Mördermannschaft, aber ganz so schlecht ist sie jetzt auch nicht...“ Heißt: Irgendwann gibt es vielleicht die Wende. Einem würde Babbel es sicher gönnen: Dem neuen Schalker Trainer Christian Gross, der ihn 2009 beim VfB Stuttgart als Trainer ablöste. „Er hat in der Vergangenheit bewiesen, dass er ein großartiger Trainer ist. Das ist ein erfahrener Hase und die letzte Patrone, die sie hatten. Ich drücke ihm die Daumen, dass er es schafft, denn es wäre natürlich ein Drama, wenn Schalke in die zweite Liga müsste“, so Babbel.
Mit dem VfB Stuttgart und den jungen Wilden, die laut Babbel nicht mit den jungen Wilden 2.0 zu vergleichen sind, schaffte er damals einige Überraschungen und erinnert sich natürlich auch noch an die guten Zeiten der Schalker. Markus Babbel: „Ich finde den Verein fantastisch. Der Verein lebt, da ist immer Feuer unterm Dach und sie haben eine große Fan-Basis. Sie hatten tolle Erfolge mit dem Uefa Cup-Sieg und dem Pokalsieg. Aber sie hatten auch Dramen, als sie als Meister noch abgefangen und Meister der Herzen wurden.“ Bleibt nur zu hoffen, dass nicht noch ein Drama hinzukommt...


