Rote-Karte für Ahamada nach 14 Minuten

Ahamada-Attacke und die Folgen: Die DFB-Sperre für VfB-Youngster

VfB Stuttgart
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Nach Platzverweis gegen Leipzig – Ahamada schnappt sich VfB-Rekord.
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VfB Stuttgart: Naouirou Ahamada sah gegen RB Leipzig die Rote Karte. Nun hat das DFB-Sportgericht die Dauer der Sperre für den Youngster festgelegt.

Update, 26. April, 17 Uhr: „Rohes Spiel“, so nennt der DFB die Aktion von Naouirou Ahamada. Der 19-Jährige des VfB Stuttgart hatte am Sonntag gegen RB Leipzig (0:2) in der 14. Minute die Rote Karte gesehen. Grund: Ahamada kam im Kampf um den Ball einen Schritt zu spät und erwischte Leipzigs Amadou Haidara mit gestrecktem Bein.

Das Foul sah nicht nur auf den Bildern übel aus! Kein Wunder also, dass es da keine zweite Meinung gab. Nun hat das DFB-Sportgericht die Sperre für Ahamada festgelegt. Der Mittelfeldspieler wird dem VfB Stuttgart zwei Meisterschaftsspiele fehlen. Beschweren darf er sich darüber kaum...

Nach Platzverweis gegen Leipzig – Ahamada schnappt sich VfB-Rekord

Erstmeldung, 26. April: Naouirou Ahamada gilt als eines der größten Talente im jungen Kader des VfB Stuttgart. Seit gestern ist er auch offizieller Vereinsrekordhalter. Verdient hat er sich diese wenig schmeichelhafte Auszeichnung in der 14. Minute gegen Leipzigs Amadou Haidara.

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VfB Stuttgart: Ahamada hält jetzt Vereinsrekord

Durch seinen Platzverweis gegen RB Leipzig ist Ahamada der jüngste Rotsünder in der Geschichte des VfB - mit nur 19 Jahren und 26 Tagen. Mit einer Grätsche senste Ahamada den Leipziger von vorn um - mit offener Sohle direkt aufs Schienbein. Schiedsrichter Deniz Aytekin gab zunächst gelb, änderte seine Meinung aber zurecht nach einem Blick auf die Fernsehbilder.

Naouirou Ahamada segelt gegen Haidara übermotiviert und viel zu spät heran. Rot für den Profi des VfB Stuttgart ein Muss.

Bis dahin hielt Serdar Tasci diesen Rekord beim VfB Stuttgart. Er kassierte am 27. Januar 2007 im Spiel gegen den 1.FC Nürnberg seine erste rote Karte. Damals war er 19 Jahre und 278 Tage. Tascis Entwicklung beim VfB ging danach trotzdem steil nach oben. Vielleicht ist das ja auch ein gutes Omen für Naouirou Ahamada.

VfB Stuttgart: Rückendeckung für den Youngster

Bitter, die Rote-Karte brachte den VfB Stuttgart erst auf die Verliererstraße - anderes Spiel, andere Taktik, viel Kampf. Torhüter Gregor Kobel erklärte nach der Partie: „Die frühe Unterzahl war ein schwerer Rückschlag für uns, der unsere Pläne für dieses Spiel durchkreuzt hat.“

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Für den jungen Kollegen Ahamada gibt es aber gleich aufmunternde Worte von Kobel: „Es war unglücklich, da hat vielleicht ein Stück Erfahrung gefehlt. Von uns gibt es auf jeden Fall Rückendeckung, wir werden ihn unterstützen - kein Problem. Es kann jedem passieren.“

Von Dennis Bayer

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