Ziel „Klassenerhalt“ längst geschafft
Niederlagen-Serie des VfB - und warum sie NICHT schlimm ist!
VonTobias Beckerschließen
Fünf der letzten sechs Spiele hat der VfB Stuttgart verloren. Dafür gibt es einen einfachen Grund.
Was ist bloß beim VfB Stuttgart los? Das Team von Pellegrino Matarazzo kann anscheinend nicht mehr gewinnen. Zuletzt gab es gegen Werder Bremen einen Sieg, den einzigen in den vergangenen sechs Spielen. Die restlichen fünf Partien gingen verloren. Die Sieglos-Schwaben!
- Die letzten sechs Spiele:
- 20. März: Bayern München - VfB Stuttgart 4:0
- 04. April: VfB Stuttgart - Werder Bremen 1:0
- 10. April: VfB Stuttgart - Borussia Dortmund 2:3
- 17. April: Union Berlin - VfB Stuttgart 2:1
- 21. April: VfB Stuttgart - VfL Wolfsburg 1:3
- 25. April: RB Leipzig - VfB Stuttgart 2:0
Aber: Das ist gar kein Problem, denn der VfB Stuttgart hat den Klassenerhalt, das ausgerufene Ziel, bereits erreicht. Europa war drin, zumindest bis zum Spiel gegen Union Berlin (1:2). Nun fahren die Eisernen wohl durch Europa. Nicht schlimm, der VfB kann sich im kommenden Jahr so voll und ganz auf die Liga konzentrieren.
Niederlagen-Serie? Für den VfB Stuttgart nicht so schlimm!
Bereits nach dem letzten Aufstieg war die Euphorie nach einem guten ersten Jahr groß - und der erneute Fall in die zweite Liga folgte. Das soll vermieden werden. Die junge Matarazzo-Mannschaft ist weiterhin entwicklungsfähig, lernt auch aus Niederlagen. Oder gerade dort?
Die Niederlagen-Serie, so schlimm sie zunächst aussehen mag, ist NICHT tragisch. Borussia Dortmund, Bayern München, Union Berlin, VfL Wolfsburg und RB Leipzig - der VfB Stuttgart hat gegen die Top-Teams der Liga verloren. Ja, auch Union gehört in dieser Saison dazu. Und auch wenn gegen Wolfsburg (1:3) und Berlin mehr drin war, zeigt das nur, wo es dem VfB noch fehlt.
VfB Stuttgart: Der eigene Anspruch
Ein Sieg gegen eines der Top-Teams ist nun schon etwas her. Im Dezember 2020 beim sagenhaften 5:1-Sieg in Dortmund jubelte der VfB Stuttgart zuletzt gegen eine Spitzenmannschaft. Klar ist aber auch: Der Anspruch ist es, so gerne man auch gewinnen würde, nicht gegen die Bayern und Co. zu punkten.
Mannschaften wie der FC Augsburg, die in der Rückrunde erstarkten Mainzer oder der 1. FC Köln sind eher Gegner, die für Aufsteiger Stuttgart wichtig sind. Heißt auch: Der Spielplan des VfB Stuttgart hat den Schwaben in die Karten gespielt. Die „einfachen“ Gegner zu Beginn, die Top-Teams am Ende. Gut, dass Matarazzo und seine jungen Wilden die Chance auf Punkte wahrgenommen haben. Alles weiter ist jetzt Bonus...

