Schiri-Wut beim VfB Stuttgart

„Glasklare Fehlentscheidung“ - der VfB Stuttgart tobt nach Nicht-Elfmeter!

VfB Stuttgart: Sven Mislintat ist sauer über den nicht gegebenen Elfmeter im Spiel gegen Bayer Leverkusen.
+
VfB Stuttgart: Sven Mislintat ist sauer über den nicht gegebenen Elfmeter im Spiel gegen Bayer Leverkusen.

Beim VfB Stuttgart herrschen Wut und Resignation nach dem nicht gegebenem Elfmeter gegen Bayer Leverkusen.

Riesen Aufregung beim VfB Stuttgart nach der 2:5 Niederlage gegen Bayer Leverkusen! Auch wenn das Ergebnis sich deutlich anhört: Eine Szene hätte das gesamte Spiel auf den Kopf stellen können. In der 56. Minute, beim Stand von 2:1, kommt VfB-Stürmer Sasa Kalajdzic nach einer Ecke zum Schuss. Etwa fünf Meter vor ihm steht der Leverkusener Abwehrspieler Timothy Fosu-Mensah, der die Arme hochreißt und den Ball an die Hand bekommt. Das Spiel läuft weiter. Im Gegenzug trifft Leverkusen und erhöht auf 3:1. Knapp fünf Minuten dauert die Überprüfung durch die Schiedsrichter. Am Ende gibt es keinen Elfmeter für den VfB Stuttgart, das Leverkusener Tor zählt.

Eine Entscheidung, die den VfB Stuttgart auf die Palme bringt. „Die Hand des Verteidigers hat nichts zu suchen über Schulterhöhe. So ist es uns kommuniziert worden. Für mich ist es ein ganz klarer Elfmeter und sehr bitter, weil uns die Situation das Genick gebrochen hat“, ärgert sich Torwart Gregor Kobel über die Hand-Situation.

Noch deutlicher wird VfB-Sportdirektor Sven Mislintat: „Es ist ein glasklarer Handelfmeter, eine klare Fehlentscheidung.“ Nach dieser Einschätzung bei Sky gibt es für Miese-Laune-Mislintat kein Halten mehr: „Wir müssen Erklärungen finden warum wir das 3:1 in Köln nicht rückgängig machen und uns Elfmeter geben. Es ist eine Vergrößerung der Körperfläche. Er kriegt den Ball an die Hand. Es ist ein Torschuss. Das ist ein klarer Elfmeter und eine spielentscheidende Szene.“ Seine Bewertung des Schiedsrichtergespanns fällt dementsprechend deutlich aus: „Da müssen wir nicht drüber diskutieren. Die Leistung der Referees ist nicht ausreichend in dem Bereich.“

Regelwerk gibt VfB Stuttgart recht - Matarazzo resigniert!

Ein Blick ins Regelwerk zeigt: Die Aufregung des VfB Stuttgart scheint berechtigt zu sein. Offiziell heißt es: „Ein Vergehen liegt in der Regel vor, wenn ein Spieler den Ball mit der Hand/dem Arm berührt […] und sich seine Hand/sein Arm über Schulterhöhe befindet.“ Genau das war in dieser Szene der Fall.

VfB Stuttgart: Trainer Pellegrino Matarazzo resigniert. Er versteht die Handregel nicht mehr.

Nur einer will bei der Schiedsrichter-Schelte nicht mitmachen: VfB-Trainer Pellegrino Matarazzo. Er hat es mittlerweile aufgegeben, den Hand-Wahnsinn verstehen zu wollen. „Die Szene mit dem Handspiel im Strafraum kann ich nicht bewerten, da ich die Handregel nicht mehr verstehe“, sagt er bei der Pressekonferenz nach dem Spiel. Dabei wurde die Handregel erst in der letzten Saison geändert, um die Bewertung solcher Situationen einfacher und eindeutiger zu gestalten. Geholfen hat es dem VfB Stuttgart zumindest nichts.
(von Dennis Bayer)

Mehr zum Thema