Er werde mit der Niederlage arbeiten

Klatsche in Überzahl gegen Bayern - das sagt VfB-Trainer Matarazzo!

Pellegrino Matarazzo
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Der VfB Stuttgart hat in Überzahl gegen Bayern München 0:4 verloren.
  • Anna-Maureen Bremer
    VonAnna-Maureen Bremer
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VfB Stuttgart: Das Spiel gegen den FC Bayern war eine harte Klatsche. Und obwohl das Ergebnis noch schlimmer hätte ausfallen können, bleibt der Coach positiv.

Es war eine krasse Machtdemonstration. Anders kann man das Spiel des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München nicht zusammenfassen! Gegen den Rekordmeister bekam der VfB in der Allianz Arena kein Bein auf den Boden – und das, obwohl die Münchner fast das komplette Spiel zu zehnt waren.

Sie haben uns heute wie einen Aufsteiger aussehen lassen“, fasste Sportdirektor Sven Mislintat das Spiel zusammen. Die VfB-Abwehr war immer mindestens einen Schritt zu spät, wie beim 1:0, 2:0 und 4:0, oder zu weit vom Gegner entfernt, wie beim 3:0 durch Robert Lewandowski.

Das bittere Ergebnis ist nicht alles, womit die Schwaben nun umgehen müssen: Silas Wamangituka hat sich eine schwere Verletzung am Knie zugezogen. Jetzt gibt der Verein üble Konsequenzen für den Spieler bekannt.

VfB Stuttgart: Das Spiel gegen den FC Bayern hätte noch übler enden können

Am Ende war der VfB Stuttgart mit der 0:4-Klatsche in München sogar noch gut bedient.  Hätte der FC Bayern in der zweiten Halbzeit nicht mehrere Gänge zurück geschalten oder seine Konterchancen konsequenter genutzt, wäre die Niederlage wohl noch deutlicher geworden. Nach Abpfiff blieb den VfB-Akteuren nur der Blick nach vorne.

Für Sven Mislintat war das Spiel gegen Bayern perfektes Anschauungsmaterial.

„Wir haben heute Lehrgeld bezahlt und werden daran arbeiten, dass die Aktivität immer bei 100 Prozent sein muss und wir mit Situationen wie heute besser umgehen“, sagte Trainer Pellegrino Matarazzo nach der Partie. Für Sven Mislintat bot das Spiel „viel Anschauungsmaterial, wo wir uns hin entwickeln wollen.“ Vor allem der Auftritt in der zweiten Hälfte machte dem Sportdirektor dennoch Hoffnung: „Man hat gesehen, dass wir es in der zweiten Halbzeit viel besser machen wollten. Das finde ich auch bewundernswert an unserer Mannschaft.“

VfB Stuttgart: Pellegrino Matarazzo bleibt inhaltlich

Es liegt jetzt an Pellegrino Matarazzo, dass die Mannschaft diese Klatsche möglichst schnell aus dem Kopf bekommt. Auf besondere Maßnahmen will der Trainer aber verzichten: „Sicherlich ist die Mannschaft enttäuscht. Und sicherlich werden wir es auch entsprechend einordnen und inhaltlich abarbeiten. Aber wir bleiben immer inhaltlich und immer positiv.“

Dem VfB könnte dabei entgegenkommen, dass insgesamt sieben Spieler in der Länderspielpause mit ihren Nationalmannschaften unterwegs sind. Manchmal tut etwas Abstand ja ganz gut.

von Dennis Bayer