Philipp Förster ist für Mislintat beim VfB Stuttgart ein echter Faktor
Förster-Faktor beim VfB: Aber Mislintat zieht auch einen fiesen Vergleich
VonTobias Beckerschließen
VfB Stuttgart: Philipp Förster bekommt nach seinem Comeback viel Lob. Sven Mislintat stellt aber auch einen fiesen Vergleich an.
- Philipp Förster als Faktor beim VfB Stuttgart.
- Förster verpasste den Saisonstart wegen einer Verletzung.
- Gegen Schalke 04 feierte Förster sein Comeback und Debüt.
Update vom 2. Dezember: War‘s jetzt ein gutes oder schlechtes Comeback von Philipp Förster? Bei der 1:3-Niederlage des VfB Stuttgart gegen den FC Bayern München ackerte sich der Mittelfeldspieler übers Feld und hatte zwei MEGA-Chancen... die er alle verballerte. Jetzt ordnet der Sportdirektor die Leistung ein.
| Steckbrief | |
|---|---|
| Name | Philipp Förster |
| Geburtsdatum | 04. Februar 1995 |
| Herkunft | Bretten, Deutschland |
| beim VfB Stuttgart seit | 2019 |
| vorheriger Verein | SV Sandhausen |
Von Trainer Pellegrino Matarazzo gab‘s nach der Partie des VfB Stuttgart durchaus Lob. Bei Kader-Macher Sven Mislintat kommt Förster erstmal nicht so gut weg. Der 48-Jährige zieht bei Stuttgarter Nachrichten einen durchaus fiesen Vergleich: „Er ist vor dem Tor nicht so kaltschnäuzig wie etwa Nico Gonzalez.“
Allerdings schiebt der Sportdirektor des VfB dann noch ein dickes Lob für Philipp Förster hinterher und beschreibt die Kernkompetenzen des 25-Jährigen: „Aber mit der physischen Komponente, seiner Laufleistung, den Sprints, den Tempoläufen, die er ins Spiel bringt sowie der Körperlichkeit und Aggressivität ist Philipp für uns ein wichtiger Faktor.“
Fakt ist: Nach der langen Verletzungspause hat sich Philipp Förster mit der Leistung gegen die Bayern wieder aufs Mittelfeld-Karussell des VfB Stuttgart gesetzt. Trainer Pellegrino Matarazzo kann jetzt kräftig daran drehen. Insgesamt 15 Spieler stehen ihm fürs Mittelfeld zur Verfügung. Von der gesetzten Mittelfeld-Versicherung Wataru Endo, über Mateo Klimowicz bis hin zum Top-Talent Lilian Egloff.
Auch für die Partie am Sonntag, 6. Dezember, gegen Werder Bremen wird Pihlipp Förster sicher wieder eine Option sein. Beim VfB Stuttgart hofft man zudem auf ein weiteres Comeback, während Bremen um eine Stürmer bangt.
Zwischen Held und Depp: So lief das VfB-Comeback von Philipp Förster
VfB Stuttgart: Philipp Förster zwischen Held und Depp
Update vom 29. November: Er war die größte Überraschung in der Aufstellung des VfB Stuttgart vor dem Spiel gegen den FC Bayern. Zum ersten Mal in dieser Saison steht Philipp Förster in der Startelf - und er zeigt direkt warum. Vor allem in der ersten Halbzeit ist Förster der beste Mann auf dem Platz. Griffig, giftig und mit viel Zug nach vorne.
In der 20. Minute hat der 25-Jährige seine erste wichtige Aktion. Erst behauptet er den Ball gegen Bayerns Leon Goretzka, schickt dann den schnellen Silas Wamangituka, der das 1:0 vorbereitet. „Philipp hat es sehr gut gemacht“, lobt Trainer Pellegrino Matarazzo den gebürtigen Brettener nach der Partie. „Er hat seine Defensivaufgabe erfüllt und war immer anspielbar.“
VfB Stuttgart: Förster scheitert an Nationaltorwart
Trotzdem ist Philipp Förster das beste Beispiel, dass im Fußball zwischen Held und Depp manchmal nur wenige Zentimeter liegen. Mehr als einmal hat er danach die Führung für den VfB auf dem Fuß. 35. Minute: Borna Sosa hat Platz auf der linken Seite und schlägt eine scharfe Flanke in die Mitte.
Förster kommt 5 Meter vor dem Tor an den Ball, schiebt ihn aber knapp daneben. 36. Minute: Silas Wamangituka schnappt sich den Ball und schickt Philipp Förster. Der läuft alleine auf Manuel Neuer zu, wartet aber einen Tick zu lange. So wird der Winkel zu spitz, Förster scheitert am Nationaltorwart.
39. Minute: Endlich! Manuel Neuer verdaddelt den Ball. Philipp Förster nutzt den Bock und schießt das 2:1. Dieses Mal hat aber das Schiedsrichtergespann etwas dagegen. Vor dem Tor hat Tanguy Coulibaly Manuel Neuer berührt. Schiedsrichter Harm Osmers nimmt das Tor zurück.
Nach dem Spiel ärgert sich Förster über den Schiedsrichter und sich selbst: „Ob man das pfeifen muss, ist für mich fragwürdig. Es ist schade, dass das Tor nicht gegeben wurde. Aber ich hatte noch weitere Chancen ein Tor zu machen, das habe ich verpasst. Daran werde ich arbeiten und es im nächsten Spiel hoffentlich besser machen.“ Nächsten Sonntag gegen Bremen hat Philipp Förster wieder die Chance der Held zu werden – oder eben der Depp.
Eine Minute später stellt Philipp #Förster den alten Abstand wieder her. Aber Schiedsrichter Harm Osmers gibt das Tor nach Ansicht der Videobilder wegen eines Zupfers gegen Manuel Neuer nicht.#VfB #VfBFCB ⚪️ 1:1 ⚫️
— VfB Stuttgart (@VfB) November 28, 2020
VfB Stuttgart: Philipp Förster spricht über „schwierige Zeit“
Erstmeldung vom 5. November: Es war die 90. Minute auf Schalke als Pellegrino Matarazzo auswechselte und Philipp Förster zum Bundesliga-Debüt verhalf. Das Ergebnis (1:1) des VfB Stuttgart geriet für den 25-Jährigen wohl in den Hintergrund, denn die Freude über den ersten Bundesliga-Auftritt, wenn es auch nur wenige Minuten waren, war riesig, wie echo24.de schon berichtete.
Doppelte Freude kam bei Förster wohl auf, weil es nicht nur sein Debüt war, sondern auch sein Pflichtspiel-Comeback. „Es waren glaube ich acht Wochen“, erinnert sich der Mittelfeld-Spieler bei „VfB TV“ in der Woche danach an seine Pause aufgrund von Wadenbeinproblemen. „Das war für mich eine schwierige Zeit, die sich sehr lange gezogen hat.“
Philipp #Förster kam am Freitagabend auf Schalke zu seinem ersten Kurzeinsatz und ist damit der zwölfte @Bundesliga_DE-Debütant des #VfB in dieser Saison.
— VfB Stuttgart (@VfB) November 3, 2020
---
Zum Interview mit unserer Nummer 20 👉 https://t.co/6dQJg2reFo pic.twitter.com/5dRPDbgOIW
Förster spielte zunächst für die Reserve des VfB Stuttgart. „Die Einsätze waren sehr wichtig für mich, um Spielpraxis zu bekommen und positive Erlebnisse zu sammeln“, so Förster, der zugab: „Das hat sehr viel Spaß gemacht und mich auf jeden Fall nach vorne gebracht.“ Nun gilt es jedoch, fit zu werden für die Bundesliga, um „der Mannschaft zu helfen“. Bei 100 Prozent ist Philipp Förster noch nicht, aber: „Ich merke von Woche zu Woche, wie es mir immer besser geht.“
Philipp Förster: VfB, KSC, Waldhof in der Jugend - Bundesliga-Debüt für den VfB Stuttgart
Im Sommer 2019 gab es die Rückkehr von Philipp Förster zum VfB Stuttgart. Rückkehr, denn der MIttelfeldmann spielt schon in der Jugend für die Schwaben, ebenso wie für den KSC und Waldhof Mannheim. Förster hat Baden-Württemberg also schon ein Stück weit erlebt, bevor er nach Nürnberg wechselte und von dort nach Sandhausen.
Der VfB Stuttgart ließ sich den beidfüßigen Offensivspieler drei Millionen Euro kosten. Aktuell liegt Försters Marktwert bei zwei Millionen Euro (Stand: 05. November 2020) und könnte aufgrund der Bundesliga-Erfahrung, die er zweifelsohne sammeln wird, nochmal steigen. Sein Bundesliga-Debüt feierte Förster gegen Schalke 04 am 30. Oktober 2020. Er wurde in der 90. Minute eingewechselt.
