Hitzlsperger und Vogt legen Streit bei
Machtkampf beim VfB Stuttgart vorbei - aber wer hat gewonnen?
VonTobias Beckerschließen
Ein Kommentar zum Ende des Machtkampfs beim VfB Stuttgart. Wer hat eigentlich gewonnen?
Der Machtkampf beim VfB Stuttgart ist vorbei! Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt haben sich die Hand gereicht, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündet, dass der Streit beigelegt wurde und beim VfB damit endlich wieder Ruhe einkehren kann.
| Steckbriefe | Thomas Hitzlsperger | Claus Vogt |
|---|---|---|
| Position | Vorstandsvorsitzender der AG | Präsident und Aufsichtsrat |
| Geburtsdatum | 5. April 1982 | 12. August 1969 |
| Herkunft | München, Deutschland | Nürtingen, Deutschland |
| (vorheriger) Beruf | Fußballprofi | Unternehmer |
Ein Gewinner? Keiner der beiden Bosse. Wenn überhaupt hat der Verein gewonnen. Der VfB Stuttgart. Der Traditionsklub hat einmal mehr gezeigt, dass er Krisen meistern kann. Kein Ego ist größer als der Klub selbst. Vogt und Hitzlsperger sind letzten Endes entbehrlich - genauso wie die Führungskräfte, die schon gehen mussten.
Strukturen und Datenskandal - Aufarbeitung der Altlasten des VfB Stuttgart!
Ein weiterer Punkt, der den VfB Stuttgart zum Sieger im Machtkampf macht. Alte Strukturen wurden aufgebrochen, Führungspersonen wurden gefeuert oder deren Rücktritt unumgänglich. Der Bundesliga-Aufsteiger hat aufgeräumt - und ist vielleicht noch nicht ganz fertig.
🎙️ @clausvogt1893 und @ThomasHitz äußern sich zum Abschluss des Verfahrens in der Datenaffäre. Mehr dazu hier ➡️ https://t.co/pjOIU2cTb0
— VfB Stuttgart (@VfB) March 15, 2021
Wichtige Fragen zur Datenaffäre - beantwortet durch alle Gremien des #VfB gibt es jetzt auf https://t.co/BsTppMGcO5 ➡️ https://t.co/fBlQZFPb2x pic.twitter.com/UAN5E1oi0Z
Der Datenskandal brodelte vor sich hin und wurde nun endlich aufgelöst. Zwar ist der Bericht noch nicht einsehbar, aber: Es ist eine Last weniger. Die Strafe für das Vergehen steht fest, der VfB Stuttgart hat akzeptiert. Gut so. So kann der Verein mit sich im Reinen sein - und ist einen Schritt in Richtung Zukunft gegangen.
Für den VfB Stuttgart ein großer Schritt für eine bessere Zukunft!
Es war kein kleiner Schritt, es war ein Sprung. Es hat die Eskalation gebraucht, das Drama auch. Die Fans des VfB Stuttgart waren ebenfalls beteiligt. Mit oft kräftigen Worten in einer leisen Zeit. Was hinter den Kulissen wirklich passierte, bleibt wohl verborgen.
Die Situation war phasenweise undurchsichtig. Wer ist gut, wer böse? Die Antwort: Weder Vogt noch Hitzlsperger sind besser als der jeweils andere. Beide haben mit ihren eigenen Vorstellung im Sinne des VfB Stuttgart gehandelt. Das zählt am Ende. Nach dem „Wie“ sollte nun keiner mehr fragen...

