Hitzlsperger und Vogt legen Streit bei

Machtkampf beim VfB Stuttgart vorbei - aber wer hat gewonnen?

VfB Stuttgart Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt
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Thomas Hitzlsperger und Claus Vogt sind im Machtkampf des VfB Stuttgart aneinander geraten.
  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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 Ein Kommentar zum Ende des Machtkampfs beim VfB Stuttgart. Wer hat eigentlich gewonnen?

Der Machtkampf beim VfB Stuttgart ist vorbei! Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger und Präsident Claus Vogt haben sich die Hand gereicht, bei einer gemeinsamen Pressekonferenz verkündet, dass der Streit beigelegt wurde und beim VfB damit endlich wieder Ruhe einkehren kann.

SteckbriefeThomas HitzlspergerClaus Vogt
PositionVorstandsvorsitzender der AGPräsident und Aufsichtsrat
Geburtsdatum5. April 198212. August 1969
HerkunftMünchen, DeutschlandNürtingen, Deutschland
(vorheriger) BerufFußballprofiUnternehmer

Ein Gewinner? Keiner der beiden Bosse. Wenn überhaupt hat der Verein gewonnen. Der VfB Stuttgart. Der Traditionsklub hat einmal mehr gezeigt, dass er Krisen meistern kann. Kein Ego ist größer als der Klub selbst. Vogt und Hitzlsperger sind letzten Endes entbehrlich - genauso wie die Führungskräfte, die schon gehen mussten.

Strukturen und Datenskandal - Aufarbeitung der Altlasten des VfB Stuttgart!

Ein weiterer Punkt, der den VfB Stuttgart zum Sieger im Machtkampf macht. Alte Strukturen wurden aufgebrochen, Führungspersonen wurden gefeuert oder deren Rücktritt unumgänglich. Der Bundesliga-Aufsteiger hat aufgeräumt - und ist vielleicht noch nicht ganz fertig.

Der Datenskandal brodelte vor sich hin und wurde nun endlich aufgelöst. Zwar ist der Bericht noch nicht einsehbar, aber: Es ist eine Last weniger. Die Strafe für das Vergehen steht fest, der VfB Stuttgart hat akzeptiert. Gut so. So kann der Verein mit sich im Reinen sein - und ist einen Schritt in Richtung Zukunft gegangen.

Für den VfB Stuttgart ein großer Schritt für eine bessere Zukunft!

Es war kein kleiner Schritt, es war ein Sprung. Es hat die Eskalation gebraucht, das Drama auch. Die Fans des VfB Stuttgart waren ebenfalls beteiligt. Mit oft kräftigen Worten in einer leisen Zeit. Was hinter den Kulissen wirklich passierte, bleibt wohl verborgen.

Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger (l.) und Präsident Claus Vogt haben sich wieder vertragen.

Die Situation war phasenweise undurchsichtig. Wer ist gut, wer böse? Die Antwort: Weder Vogt noch Hitzlsperger sind besser als der jeweils andere. Beide haben mit ihren eigenen Vorstellung im Sinne des VfB Stuttgart gehandelt. Das zählt am Ende. Nach dem „Wie“ sollte nun keiner mehr fragen...