VfB mit Verlusten im mittleren zweistelligen Millionenbereich
Hitzlsperger erklärt das Mega-Finanzloch beim VfB: Millionen-Verluste!
VonTobias Beckerschließen
VfB Stuttgart: Die Saison geht zu Ende, die Corona-Pandemie bleibt. Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger äußert sich über die Millionen-Verluste der Schwaben.
Update, 17. Mai: Die Finanzsorgen werden nicht kleiner beim VfB Stuttgart! Nachdem Anfang Mai bereits Interims-Finanzvorstand Tobias Keller sich zu den Auswirkungen durch die Coronakrise äußerte und Verluste im mittleren zweistelligen Millionenbereich verkündete (siehe unten, Meldung, 03. Mai), legt Vorstandsboss Thomas Hitzlsperger zum Wochenbeginn nach.
„Da wir nicht wissen, wann wieder Zuschauer zugelassen werden, ist eine Prognose bis zum Ende des Jahres schwierig“, erklärt Hitzlsperger gegenüber dem Fachmagazin „Sponsors“. Den bisher bekannten Verlust, vergleicht er mit der Höhe, die etwa auch Eintracht Frankfurt zu verkraften habe - Hitzlsperger: „Also etwa 45 Millionen Euro.“ Immerhin helfen die TV-Gelder den Vereinen wohl diese Phase zu überstehen.
Tolle Aktion vom VfB-Boss: Hitzlsperger spendet Millionensumme an Künstler!
Hinzu kommt, dass Spieler und Mitarbeiter des VfB Stuttgart auf Gehalt verzichten und Teile der Belegschaft in Kurzarbeit sind. Sicherheit gibt zudem der bewilligte Hilfskredit der KfW. Zwar ist der Vorstandsboss sicher, dass auch eine weitere Saison ohne Zuschauer darstellbar wäre, aber Hitzlsperger mahnt auch: „Danach würde es langsam brenzlig werden.“
Die VfB-Finanzen: Mehr Geisterspiele und die Folgen - Kohle-Boss Keller erklärt‘s
Meldung, 03. Mai: Seit mehr als einem Jahr schlägt das Coronavirus zu. Auch dem VfB Stuttgart fehlen Millionen durch die Pandemie. Klar, die Zuschauer waren nur kurzzeitig und in kleinen Mengen im Stadion zugelassen. In vielen anderen Bereichen fließt das Geld ebenfalls nur schleppend. Beschweren kann sich der Verein jedoch nicht, wie nun rauskommt.
VfB Stuttgart: Lizenz ohne Auflagen - ein starkes Zeichen!
Der VfB Stuttgart hat die Lizenz für die kommende Bundesliga-Saison erhalten - ohne Auflagen! Bedeutet, dass der Verein handlungsfähig ist - und das ist ein gutes Zeichen in dieser schwierigen Zeit, die der VfB durch interne Probleme wie den Machtkampf und den Datenskandal noch verstärkt hat.
Und es kommt noch besser. „Stand heute können wir sogar sagen: Aus finanzieller Sicht würden wir ein weiteres Jahr ohne Zuschauereinnahmen überstehen, auch wenn wir uns dieses Szenario alle nicht wünschen“, erklärt Interims-Finanzvorstand Tobias Keller im Interview mit der Stuttgarter Zeitung. Der 31-Jährige, der derzeit den Posten des entlassenen Stefan Heim einnimmt sowie Direktor für Unternehmensstrategie ist, hat die Finanzen im Blick - und nennt Zahlen!
Interims-Finanzvorstand Keller spricht Klartext: VfB Stuttgart fehlen Millionen!
Keller sieht den VfB Stuttgart finanziell in Anbetracht der Lage „hervorragend aufgestellt“, wenn es um die Liquidität geht. Im wirtschaftlichen Ergebnis stehen die Schwaben laut ihm „sicher gut da“, aber: „Wir haben mit Blick auf die Gewinn- und Verlustrechnungen enorm an Substanz eingebüßt.“ Ein Grund dafür, sind verschiedene Einnahmequellen, die wegen der Corona-Krise entfallen sind. Konzerte, Businessveranstaltungen im Stadion, aber auch die Reha-Welt, die unter der Pandemie leidet.
„Uns entgehen durch Corona, von März 2020 bis März 2021 gerechnet, knapp 50 Millionen Euro an Deckungsbeiträgen, also Umsätze abzüglich direkt zurechenbarer Kosten“, erklärt Keller gegenüber der Stuttgarter Zeitung. Dennoch: Keller kann trotz der finanziellen Rückschläge des VfB Stuttgart ruhig schlafen: „Solange wir spielen, schon. Dass gespielt wird und zumindest die Fernseh- und Sponsorengelder fließen, ist Grundvoraussetzung für alles.“



