0:4-Pleite gegen Dortmund
Zwei Sachen machen dem VfB trotz der BVB-Packung Hoffnung
VonNicolas Heroldschließen
Trotz der klaren Pleite gegen Dortmund gibt es für die Schwaben "auch positive Aspekte".
Es sollte der Start einer Serie werden - es wurde ein Debüt zum Vergessen für Markus Weinzierl, den neuen Trainer des VfB Stuttgart! Beim seinem ersten Spiel auf der Bank kassierten die Schwaben gegen Borussia Dortmund eine heftige 0:4 (0:3)-Packung, die Stuttgarter bleiben damit weiter tief im Tabellenkeller. Heißt also: ein Tag voller schlechter Nachrichten für den VfB? Nicht nur! Denn: Es gab auch zwei Aspekte, die den Stuttgartern nach dem Spiel Hoffnung machten.
Horror-Start für den VfB Stuttgart
Klar, der Start in die Begegnung war der reinste Horror. Bereits nach drei Minuten klingelte es im Kasten von Keeper Ron-Robert Zieler. Jadon Sancho traf zur frühen Führung. Ein Schock-Start - von dem sich der VfB nicht erholte. Schnell erhöhte der Tabellenführer durch Marco Reus (23. Minute) und Paco Alcacer (25.). Der VfB in diesem Abschnitt? Zaghaft, gedanklich langsam, zweikampfschwach.
Bilder vom Spiel des VfB gegen Dortmund
Stürmer Mario Gomez bemängelte daher nach dem Spiel auch: "Nach hinten haben wir nur begleitet und keine Zweikämpfe angenommen." Auch Neu-Coach Weinzierl fand hinterher deutliche Worte: "Nach drei Minuten war der ganze Plan weg. So wie wir in der ersten Halbzeit – besonders in der Anfangsphase – gespielt haben, können wir nicht agieren."
Viele Chancen für VfB Stuttgart in Hälfte zwei
ABER: Der VfB berappelte sich in der Halbzeit, erspielte sich in den ersten zehn Minuten der zweiten Hälfte gleich vier gute Möglichkeiten und bewies Moral. Rein wollte der Ball jedoch nicht. Christian Gentner schoss aus drei Metern über das Tor (48.), Erik Thommy traf nur das Außennetz (50.) und Santiago Ascacibar (52.) und Pablo Maffeo 56. scheiterten an BVB-Keeper Roman Bürki. Danach war der Ofen aus, das Spiel verflachte. Maximilian Philip traf kurz vor Schluss zum 4:0 (85.).
Genau diese gute Phase nach der Halbzeit zeigte aber an diesem Pleiten-Tag: Die VfB-Moral ist intakt und das Team erspielt sich auch gegen ein Bundesliga-Topteam wie Borussia Dortmund gute Offensiv-Chancen. Gomez erklärte daher auch: "Ich versuche, das Positive zu sehen. Und das ist die Art und Weise, wie wir aus der Pause gekommen sind. Wir sind mit einer ganz anderen Körpersprache aus der Kabine gekommen."
Michel Reschke: "Es gab positive Aspekte"
Klar ist auch: Der VfB muss diesen Offensiv-Drang und diese Einstellung schleunigst mal über ein volles Spiel zeigen. Und dennoch fand auch Manager Michael Reschke: "Es gab ein paar positive Aspekte – und genau die müssen wir aus dem Spiel ziehen. Wie die Mannschaft versucht hat, zurück zu kommen, war positiv. Und das ist das, was bleibt!"
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