Winzer brauchen neue Etiketten
Änderungen beim Einkauf ab Dezember: Das ist bei Wein und Sekt neu
VonLisa Kleinschließen
Die EU hat eine neue Regelung beschlossen, die ab dem 8. Dezember in Kraft tritt. Dann ändert sich vor allem etwas für Winzer beim Verkauf von Wein und Sekt.
In Baden-Württemberg gibt es bereits eine große Änderung bei Weinflaschen: Neuerdings wird für einige Flaschen Wein Pfand fällig. Nun kommt eine weitere Neuerung hinzu. Auf Wein- und Sektflaschen müssen künftig Brennwert, Nährwerte und Zutaten auf dem Flaschen-Etikett zu finden sein. Heißt: Es muss auch draufstehen, wie viel Kalorien das Produkt hat. Die Regelung gilt ab 8. Dezember 2023.
Winzer brauchen neue Etiketten: Diese Angaben werden verpflichtend
Dabei bleibt es den Winzern überlassen, ob Nährwerte und Zutaten direkt auf dem Flaschen-Etikett stehen oder elektronisch abrufbar sind – etwa mittels QR-Code. Winzer und Branchenverbände halten die zusätzlichen Angaben für durchaus sinnvoll, kritisieren aber die damit verbundene Bürokratie, berichtet die „dpa“.
Der Unmut einiger Winzer richte sich laut des Verbands der Deutschen Sektkellereien (VDS) Alexander Tacer nicht gegen die Offenlegung, sondern den „zusätzlichen bürokratischen Aufwand, in einer ohnehin herausfordernden Zeit, die von Kostensteigerungen und Witterungsextremen geprägt ist“.
Winzer müssen künftig Kalorienangaben auf Wein und Sekt drucken: Diskussion um QR-Code auf Etikett
Der „VDP“ wünsche sich, dass mit solchen Regelungen auch einheitliche Lösungen angeboten würden. „Der digitale QR-Code ist bereits ein Schritt in die richtige Richtung.“
Der Vorsitzende der Geschäftsführung der Rotkäppchen-Mumm Sektkellereien, Christof Queisser, sagt, er halte die Umsetzung der Verordnung für sinnvoll. Es habe viele Diskussion um eine digitale Lösung gegeben. „Aber man muss einfach sagen: Produktinformationen auf europäischer Ebene in vielen Sprachen auf ein Etikett zu drucken, ist nicht wirklich umsetzbar.“
Mit dem QR-Code seien Informationen in der Sprache, die derjenige verstehe, verfügbar – auf dem Smartphone, am PC, am Ort des Verkaufs: „Das ist doch die Zukunft.“
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