Die Heizleistung liegt bei 200 Watt
So baut man einen Teelichtofen selber – das taugt er als alternative Wärmequelle
VonDominik Jahnschließen
Wer sich einen Teelichtofen selber baut, der muss besonders auf die Sicherheit achten. In fünf einfach Schritten kommt schnell zur kleinen Wärmequelle.
Es ist Herbst und die kalte Jahreszeit kommt spürbar näher. Viele Menschen suchen in Zeiten der Energiekrise nach Lösungen und Spartipps, um ihre Heizkosten so gering wie möglich zu halten. Ratschläge fürs Gassparen finden Verbraucher inzwischen reichlich im Internet. Und auch Heiz-Alternativen lassen sich finden. So gibt es unter anderem Anleitungen für einen Teelichtofen zum Selberbauen.
Doch was kann dieser Teelichtofen? Gehört er sogar auf die Notfall-Liste für einen Blackout? Nicht nur in Baden-Württemberg wird seit Wochen über drohende flächendeckende Stromausfälle diskutiert.
Der Teelichtofen als Alternative zum Heizen?
Wer sich einen Teelichtofen selber baut, wird damit leider keine Heizung ersetzen. Laut dem Portal stromausfall.info reicht die abgegebene Heizleistung von 200 Watt einfach nicht aus. Allerdings ist die Teelicht-Heizung durchaus für einen bestimmten Einsatz sinnvoll.
Laut dem Bericht und Selbsttest lässt sich damit ganz gut eine Grundtemperatur besonders in kleineren Räumen halten. Wer seine Heizung runtergedreht hat, um zu sparen, der bekommt mit einem solchen Ofen immerhin eine Wärmequelle dazu. Auch sei es demnach denkbar, einen zweiten oder dritten Teelichtofen aufzustellen. Allerdings müssen einige wichtige Dinge beachtet werden.
Teelichtofen in der Wohnung: Sicherheitsmaßnahmen beachten
Experten sprechen dabei von guter Belüftung und Feuersicherheit. Es gilt: Niemals zu viele Teelichter im Ofen aufstellen. Es sollte immer ein Abstand von mindestens fünf Zentimetern dazwischen sein – sonst besteht die Gefahr eines Wachsbrandes. Außerdem ist es ratsam auf die Zwei-Topf-Variante zu setzen, da der äußere Topf bei steigenden Temperaturen als Verbrennungsschutz dient.
Bei einem Test durch stromausfall.info hat sich der innere Topf auf zirka 110 Grad erwärmt. Der äußere Topf immerhin noch auf 55 bis 60 Grad.
Alle Materialien für den Teelichtofen
Einen Teelichtofen selber bauen geht im Grunde sehr leicht. Die Bauzeit dürfte bei etwa fünf Minuten liegen. Die Materialien, die dazu benötigt werden, bekommt man in jedem Baumarkt:
- Zwei Terrakottatöpfe (wie erwähnt ein kleiner und ein größerer)
- Ein Untersetzer aus Ton
- Eine Gewindestange
- Sechs Muttern
- Ein Schraubenschlüssel
- Sechs Unterlegscheibe
- Eine Hutmutter
- Bohrmaschine mit Steinbohrer
- Teelichter
Alternative Wärmequelle bauen: Fünf Schritte zum Teelichtofen
Der Zusammenbau kann in fünf bis sechs einfachen Schritten erfolgen:
- Schritt eins: Wenn kein Loch vorhanden – mit einer Bohrmaschine und einem Steinbohraufsatz ein Loch in den Ton-Untersetzer bohren.
- Schritt zwei: Den Untersetzer umdrehen. Die Gewindestange durch das Loch im Untersetzer schieben und sie jeweils von oben und unten mit einer Mutter verschrauben und davor eine Unterlegscheibe darunterlegen. Hierfür den Schraubenschlüssel verwenden.
- Schritt drei: Den Tonuntersetzer mit der Gewindestange nach oben aufstellen und anschließend eine weitere Mutter plus Unterlegscheibe aufs Gewinde drehen. Der kleinere Topf soll später mit etwas Abstand über dem Untersetzer hängen. Die Kerzen/Teelichter sollen leicht unter den Topf geschoben werden können.
- Schritt vier: Den größeren Tontopf genau wie den kleineren an der Gewindestange befestigen. Hat er ein größeres Loch im Boden als der kleine Topf, braucht man eine größere Unterlegscheibe. Von oben wieder eine Unterlegscheibe auflegen und abschließend mit einer Hutmutter verschrauben.
- Schritt fünf: Abschließend noch die Teelichter anzünden und auf dem Untersetzer gut verteilen und unter den inneren Tontopf schieben.
