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Armutsgrenze in Deutschland: Ab welchem Einkommen ist man gefährdet?

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Ab welchem Einkommen gilt man in Deutschland als armutsgefährdet? echo24.de fasst die aktuellen Daten rund um das Gehalt zusammen.

Für manche Menschen beginnt Armut, wenn ein Restaurantbesuch oder Urlaub zum Luxus werden, für andere erst, wenn das Geld nicht mehr für den Wocheneinkauf oder die Miete ausreicht. Auch in Deutschland ist Geldknappheit trotz Verdienst für viele Menschen ist ein heikles Thema. Doch ab welchem Einkommen gilt man in Deutschland offiziell als armutsgefährdet? echo24.de fasst die aktuellen Schwellenwerte zusammen und zeigt, wer besonders betroffen ist.

Mehr als das Einkommen: Was bedeutet Armut in Deutschland?

In der Alltagssprache beschreibt Armut einen Zustand, in dem das Einkommen nicht für lebensnotwendige Dinge ausreicht, wie Malteser schreibt. Doch in der Armutsdefinition spielen weitere Faktoren eine Rolle, darunter:

  • Soziale Teilhabe (Bildung, Wohnsituation, Gesundheitsversorgung)
  • Relatives Einkommen im Vergleich zum gesellschaftlichen Durchschnitt

Gehören Menschen, die an der Armutsgrenze leben, automatisch zur Unterschicht in Deutschland? Eine Tabelle fasst zusammen, wann Arbeitnehmer mit ihrem Einkommen zur Unter-, Mittel- oder Oberschicht gehören.

Ab diesem Einkommen gilt man in Deutschland als armutsgefährdet

Das Statistische Bundesamt definiert Armutsgefährdung anhand des Medianeinkommens. Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verdient, gilt als armutsgefährdet.

Schwellenwerte für Armutsgefährdung in Deutschland:

  • Alleinlebende: Unter 1.378 Euro netto im Monat
  • Paar mit zwei Kindern (unter 14 Jahren): Unter 2.893 Euro netto im Monat

(Die Daten des Statistischen Bundesamtes sind aus dem Jahr 2024)

Armut in Deutschland: Wer ist besonders betroffen?

Nicht jeder mit niedrigem Einkommen ist automatisch armutsgefährdet. Besonders oft betroffen sind jedoch folgende Gruppen, wie Main Post schreibt:

  • Senioren, besonders Frauen ab 75 Jahren, da sie oft niedrigere Renten beziehen als Männer.
  • Niedriglöhner, wer weniger als zwei Drittel des Durchschnittseinkommens verdient. 2023 erhielten 16,3 % der Vollzeitangestellten in Deutschland einen Niedriglohn.
  • Kinderreiche Familien, diese haben oft hohe Ausgaben und reduzierte Erwerbstätigkeit. Das führt zu einem erhöhten Armutsrisiko.
Wer weniger als 60 Prozent des mittleren Nettoeinkommens verdient, gilt in Deutschland als armutsgefährdet. (Symbolfotos)

Immer mehr Menschen machen sich Sorgen vor Armut im Alter, weil sie fürchten, dass ihre Rente nicht für ein Leben in Deutschland ausreicht. Aber wann gehören Rentner mit ihrem Einkommen zur Unterschicht und gelten als „arm“?

Rubriklistenbild: © Collage: echo24.de, Fotos: IMAGO/ Imaginechina Tuchong, IMAGO/ Zoonar