Was ist neu?

BAföG-Änderungen zum Wintersemester 2024/25: Was Studierende wissen müssen

  • VonAleyna Tas
    schließen

Die geplante BAföG-Reform 2024 soll Studierenden im nächsten Wintersemester einiges erleichtern. Ziel der Änderungen sei vor allem der Abbau bürokratischer Hürden. Das plant der Bund.

Lernmaterial, Miete, Semestergebühren – diese Ausgaben sind für viele Studierende und Schüler oft eine finanzielle Herausforderung. Ein wichtiger Ansatzpunkt zur Bewältigung dieser Kosten ist die staatliche Unterstützung, die seit Jahrzehnten in Form des Bundesausbildungsförderungsgesetzes, kurz BAföG, besteht.

Doch mit den steigenden Lebenshaltungskosten und den wachsenden Anforderungen an eine erfolgreiche Ausbildung wird auch die Diskussion um eine Reform des BAföGs immer lauter. Die Bundesregierung diskutiert deshalb einige Änderungen. Diese sollen bereits im Wintersemester 2024/25 in Kraft treten. Was ist für die Studierenden geplant?

Bafög 2024: Verlängerung der Förderungshöchstdauer

Mit einem einmaligen Flexibilitätssemester können sich Studierende wohl in Zukunft auf ein Semester mehr freuen, in dem sie die BAföG-Förderung erhalten. Damit soll garantiert werden, dass sich Studierende bei Überziehung der Regelstudienzeit keine Sorgen mehr um ihre Bezuschussung machen müssen. Sie sollen sich auf diese Weise gänzlich auf ihre Abschlussarbeit konzentrieren können.

Unabhängig von BAföG: Finanzielle Studienstarthilfe als Einmalzahlung – wer profitiert?

Um den Studierenden den Studienstart zu erleichtern, soll es künftig einen einmaligen Zuschuss von 1.000 Euro geben, der laut dem Bundesministerium für Bildung und Forschung unabhängig vom BAföG beantragt und nicht darauf angerechnet werde. Aber Achtung: Dies gilt nur für diejenigen, die Sozialhilfe erhalten oder Wohngeld beziehen.

BAföG-Reform sorgt für mehr Flexibilität: Mehr Zeit, die Fachrichtung zu wechseln

Ab dem Wintersemester 2024/25 sollen Studierende ein Semester mehr Zeit bekommen, um aus wichtigem Grund die Fachrichtung zu wechseln. Die Absicht sei es, für mehr Flexibilität, weniger Ausbildungsabbrüche sowie der damit einhergehenden Entlastung der Verwaltung von Nachforderungs- und Prüfungsaufwand zu sorgen, so das Bundesministerium für Bildung und Forschung.

Studierende sollen von den geplanten Bafög-Änderungen schon ab dem Wintersemester profitieren.

Erhöhter Elternfreibetrag durch BAföG-Veränderungen 2024

Geplant ist, den Elternfreibetrag um fünf Prozent zu erhöhen. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung äußert sich dazu wie folgt: „Mit dieser bewussten Schwerpunktsetzung tragen wir dazu bei, all denen eine Unterstützung zu bieten, die sie tatsächlich benötigen, in der Vergangenheit aber knapp keine Förderung mehr erhalten haben.“

„Das war unser Versprechen, das BAföG zu modernisieren, anzupassen und deswegen bin ich sehr froh, dass wir unser Versprechen in dieser Legislaturperiode auch wirklich umsetzen konnten“, sagt die Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger (FDP) gegenüber der „ARD“.

Rubriklistenbild: © IMAGO / Collage echo24.de