Für alle, die 18 Jahre alt werden
Hundert Euro vom Staat: Wer sich ab März über den Bonus zum Geburtstag freuen darf
VonLisa Kleinschließen
Wer in diesem Jahr seinen 18. Geburtstag feiert, darf sich über Geld direkt vom Staat freuen. Hundert Euro gibt es für einen bestimmten Zweck.
In diesem Jahr dürfen sich einige durch Änderungen über mehr Geld freuen. Bereits im vergangenen Jahr durften sich junge Erwachsene über einen Bonus zum Geburtstag direkt vom Staat freuen – und auch in diesem Jahr erhalten frisch gebackene 18-Jährige „Geburtstagsgeld“.
Der sogenannte „Kulturpass“ für Jugendliche wird fortgeführt. Allerdings wird die Unterstützung für den Kauf etwa von Büchern und Kino-, Konzert- oder Museumstickets in diesem Jahr auf hundert Euro halbiert. 2024 werden rund 750.000 junge Menschen, die 2006 geboren wurden, 18 Jahre alt und können ab März ihren Kulturpass beantragen.
Hundert Euro zum Geburtstag vom Staat: Wer sich ab März über das Geld freuen darf
Den „Kulturpass“ ist eine Initiative des Deutschen Bundestages. Den Bonus hat es erstmals 2023 gegeben. Ziel der Aktion ist es, dass vor allem Jugendliche, die während der Corona-Pandemie viel Zeit Zuhause verbringen musste, einfacher Zugang zu neuen kulturellen Erfahrungen erhalten. Gleichzeitig wird dadurch die Kulturbranche unterstützt.
Seit Juni 2023 konnten bis Jahresende rund 750.000 Berechtigte auf das Angebot zugreifen. Alle Jugendlichen des Jahrgangs 2005, die im vergangenen Jahr 18 wurden, erhielten nach einer Registrierung eine Gutschrift von 200 Euro, erklärt die „dpa“.
2024 gibt es hundert Euro für alle, die 18 Jahre alt werden – so funktioniert der „Kulturpass“
Das „Geburtstagsgeld“ können sich alle holen, die in diesem Jahr 18 Jahre alt werden. Dafür gibt es extra eine App. Einmal beantragt, ist der Kulturpass für zwei Jahre gültig, heißt es. Berechtigte Personen können sich mit dem Online-Ausweis-Verfahren registrieren – nach der Registrierung kann das Geld über die App eingelöst werden.
Kulturstaatsministerin Claudia Roth sprach im Januar nach der Entscheidung des Haushaltsausschusses von einer „wichtigen und sehr erfreulichen Nachricht für die Kultur wie auch für die jungen Menschen“.
Mit Bundesfinanzminister Christian Lindner (FDP) sei vereinbart, „dass auch der Jahrgang 2005 dieses Jahr seinen Kulturpass noch benutzen kann“, sagte Roth der „dpa“ in Berlin. Damit könnten diese Jugendlichen ihr Budget weiter nutzen „und aktiv an unserem reichen und vielfältigen kulturellen Leben teilnehmen“.
Roth verwies auf die angespannte Finanzsituation. „Die Fortführung des Kulturpasses für nun alle 2006 Geborenen war für alle Beteiligten angesichts der allgemeinen Haushaltslage eine große Kraftanstrengung.“ Deswegen werde das Budget für den Jahrgang 2006 nun hundert Euro betragen.
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