Neue Bemessungsgrenze für Gutverdiener
Weniger Geld ab 2025: Ab welchem Gehalt mehr Abgaben gezahlt werden müssen
VonLisa Kleinschließen
Die Bemessungsgrenze für Renten-, Kranken- und Pflegeversicherung soll 2025 deutlich angehoben werden. Damit werden für einige Menschen mehr Abgaben fällig.
Im neuen Jahr kommt eine Änderung auf Gutverdiener zu. Wer sich mit seinem Einkommen in der Unterschicht oder Mittelschicht bewegt, den betrifft die Änderung nicht. Für Einkommen bis zur sogenannten Beitragsbemessungsgrenze werden in Deutschland Sozialabgaben fällig. Alles, was darüber hinaus verdient wird, wird bei den Abgaben nicht berücksichtigt. Der Wert wird regelmäßig angepasst – im kommenden Jahr geht es wohl vergleichsweise kräftig nach oben.
Beitragsbemessungsgrenze soll 2025 stärker steigen – bis zu diesem Einkommen werden Sozialabgaben fällig
Die Sozialabgaben für Gutverdiener sollen im kommenden Jahr erneut turnusgemäß steigen, berichtet die „dpa“. Nach einem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums sollen die Beitragsbemessungsgrenzen vergleichsweise stark angehoben werden. Eine Sprecherin des Ministeriums bestätigte einen entsprechenden Bericht der „Bild“ Zeitung.
Demnach sollen in der gesetzlichen Rentenversicherung künftig Beiträge fällig werden bis zu einem Monatseinkommen von 8050 Euro. Aktuell liegt der Wert deutlich niedriger und unterscheidet sich zwischen alten und neuen Bundesländern: Im Westen beträgt er 7550 Euro und im Osten 7450 Euro im Monat. Wer mehr verdient, zahlt nur bis zu dieser Grenze Rentenbeiträge – auf das darüber liegende Einkommen werden keine Beiträge fällig.
Die Beitragsbemessungsgrenze für die gesetzliche Kranken- und Pflegeversicherung soll demnach auf 5512,50 Euro steigen. Aktuell müssen Gutverdiener Beiträge auf das Einkommen bis 5175 Euro im Monat bezahlen. Nach Angaben der Sprecherin ist der Entwurf innerhalb der Regierung in die Ressortabstimmung gegangen.
Sozialabgaben für Gutverdiener sollen steigen – das ist der Grund
Die Rechengrößen werden gemäß der Einkommensentwicklung im vergangenen Jahr angepasst. Ein Ministeriumssprecher führte die Höhe der Anpassungen bei „Bild“ auf die „sehr gute Lohnentwicklung von deutschlandweit 6,44 Prozent im vergangenen Jahr“ zurück. echo24.de berichtet, wie hoch das Durchschnittseinkommen 2024 in Deutschland ist.
Dadurch stiegen die Beitragsbemessungsgrenzen im Jahr 2025 „vergleichsweise stark“, zitierte ihn die Zeitung. Damit werde gewährleistet, „dass sich auch Besserverdienende entsprechend der durchschnittlichen Lohnentwicklung relativ gleichbleibend an der Finanzierung der Sozialversicherung beteiligen“. Es gibt klare Grenzen, ab wann man in Deutschland als Besserverdiener gilt.
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