Braten, Kochen und Frittieren
So kocht man Insekten richtig – verschiedene Arten der Krabbeltier-Küche
VonDominik Jahnschließen
Insekten sind jetzt durch eine neue Verordnung in vielen Produkten denkbar. Verbraucher können aber durchaus selbst den Kochlöffel mit den Krabbeltieren schwingen. Es gibt viele Rezepte dafür.
Insekten im Essen. Es ist seit Tagen eines der großen Themen. Mit einer neuen EU-Verordnung haben Restaurants und Hersteller mehr Möglichkeiten. Und einige Verbraucher stellen sich die inzwischen die Frage, ob man sich auch selbst ein Gericht mit den zugelassenen Krabbeltieren kochen kann. Doch wie werden Insekten richtig zubereitet?
Insekten finden sich zudem schon länger in zahlreichen beliebten Produkten, wie echo24.de berichtet hat. Für den Verzehr ist es zudem gerade für Allergiker mit Kreuzreaktionen ratsam, genau hinzuschauen. Dabei kann es unter Umständen nicht immer ganz leicht sein, zu erkennen, in welchen Produkten bereits Insekten verarbeitet sind. Wer selber zum Krabbeltier-Koch werden möchte, der sollte in jedem Fall Wert auf gute Zutaten legen.
Einkaufen von Insekten: Darauf sollten Verbraucher achten
Inzwischen lassen sich im Internet zahlreiche Rezepte finden, wie man die diversen Tierchen zu schmackhaften Gerichten verarbeitet. So auch bei „foodinsects.de“. Hier bekommt man gleich einen wichtigen Hinweis: Insekten kann man „tiefgefroren, lebend oder gefriergetrocknet kaufen“. Doch woher stammen die Tiere aus dem Supermarkt? Worauf muss man beim Einkaufen achten?
Vorsicht!
Vom Verzehr von Insekten aus dem Zoofachhandel beziehungsweise aus Angelgeschäften rät die Verbraucherzentrale aufgrund der fehlenden hygienischen Sicherheit ab – auch wenn diese viel preiswerter sind.
Die „Verbraucherzentrale“ weist darauf hin, dass die Produkte ausschließlich aus kontrollierter Aufzucht stammen. Demnach gibt es Insektenfarmen mittlerweile eben auch in Ländern wie den Niederlanden, Spanien, aber auch in Deutschland. Außerdem raten die Experten dazu, „nur Insekten, die für den menschlichen Verzehr gezüchtet wurden“ zu verwenden. Selbst gesammelte Insekten sollten man nicht essen. Dazu heißt es: „Dies sind Wildtiere, die sich auch von Abfällen ernähren oder von Parasiten befallen sein können. Zudem sollten Sie auch im Hinblick auf das Insektensterben davon Abstand nehmen“.
Zubereitung von Insekten braucht gute Vorbereitung in der Küche
Tipps für die richtige Zubereitung finden sich für alle, die sich an die Insekten-Küche wagen möchten, unter anderem bei „foodinsects.de“. Rösten, frittieren, dünsten, braten oder grillen – vieles ist möglich. Wichtig sei es grundsätzlich darauf zu achten, sie zu erhitzen, „falls sie nicht bereits durch den Hersteller erhitzt worden sind“. Man solle die Hinweise auf den Verpackungen beachten.
Bei Heuschrecken gilt es laut Insekten-Portal dringlichst darauf zu achten, „vor der Zubereitung die Sprungbeine (haben Widerhaken) und bei großen Exemplaren auch die Flügel zu entfernen“.
Insekten rösten: In der Pfanne oder im Backofen
Vielfältig fällt das Rösten der Insekten aus. Laut Artikel entfalten Insekten dabei „ein tolles Aroma, zudem werden sie schön knusprig“. Möglich ist es, die köstlichen Krabbler in einer Pfanne oder im Backofen zu rösten. In der Pfanne sollen sich besonders normales Pflanzenöl, Kokosfett, Butter, Erdnussöl oder Chilliöl zur Zubereitung eignen. Wichtig: „Gefriergetrocknete Insekten solltet ihr ohne Fett rösten. Da sie schnell verbrennen können, schwenkt die Bratpfanne während des Bratens in regelmäßigen Abständen“.
Gemahlene Gewürze sollten dem Bericht zufolge immer erst nach dem Rösten hinzugeben. Mehl- oder Buffalowürmer könnten auch ohne Salz geröstet und in karamellisiertem Zucker geschwenkt zur süßen Variante werden.
Frittieren macht die Insekten „schön kross“
Beim Frittieren liegt laut „foodinsects.de“ der Vorteil darin, dass Insekten „schön kross“ werden. Dazu heißt es auf der Seite: „Man solltet darauf achten, dass das Öl nicht zu heiß ist und die Insekten nicht verbrennen. Die ideale Temperatur liegt bei etwa 170 Grad“.
Wer das ganz Krosse nicht mag, der kann seine Insekten auch dünsten – in Wasser, Brühe oder Wein. Der Geschmack, so wird es beschrieben, „ist durch das Fehlen von Röstaromen anders als beim Rösten und Frittieren, und auch die Konsistenz ist eine andere. Das weiche Innere bleibt beim Dünsten erhalten, wohingegen die chitinhaltige Hülle fest bleibt“.
Auch Kuchen und Kekse sind mit Insektenmehl gut zu backen
Wer Insekten auf den Grill legen möchte im Sommer, der sollte die Krabbeltiere vorher mit Öl marinieren und würzen. Zudem sei es ratsam, eine Grillschale zu verwenden, „da sie sehr klein sind“.
Wer sich zum nächsten Geburtstag mal einen etwas anderen Kuchen oder ganz besondere Kekse gönnen möchte, der backt mit Insektenmehl. Bei einer der bekanntesten Koch- und Backplattformen „chefkoch.de“ finden sich unter anderem Mehlwurm-Schoko-Kekse.
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