„Quengel-Bereich“
Teure Einkaufsfallen für Kunden – bestimmte Produkte im Kassen-Bereich meiden
VonJuliane Reyleschließen
Einen spontanen „Kassenkauf“ macht nahezu jeder einmal. Doch bei manchen Angeboten sollten Kunden aufpassen und die Ware besser im Laden lassen.
Im Kassenbereich werden in den meisten Geschäften, zum Beispiel bei Kaufland und Lidl, kleine, verpackte Produkte verkauft. Da Kinder gerne zu diesen, meist gut zugänglichen Produkten, greifen, und darum betteln, werden sie auch „Quengelware“ genannt. Typische „Quengelware“ sind Süßigkeiten, zum Beispiel Kaugummis, Schokoriegel, Energiedrinks, Gummibärchen oder Überraschungseier. Doch auch Zigaretten, Desinfektionsmittel oder Feuerzeuge stehen oft im Kassenbereich. Manches davon, sollten Kunden allerdings lieber nicht an der Kasse kaufen.
Den Produkten, die es an der Kasse zu kaufen gibt, eilen gleich mehrere Rufe voraus. Sie sollen veraltet, ungesund und überteuert sein. Ein Problem: Die Produkte werden nicht nur oft angelangt und wieder zurückgelegt, sondern werden durch die Enge des Kassenganges oft gestreift oder angeniest. Ob das auch gesundheitliche Risiken birgt, ist allerdings nicht bewiesen.
„Quengelware“ an der Kasse: Oft teurer und älter als die Produkte außerhalb des Kassenbereichs
Doch eins ist klar: Oftmals sind die Preise für die Produkte deutlich teurer, als beim Kauf einer Packung in der regulären Größe. Ein einzelner Schokoriegel im Kassenbereich kostet nicht selten annähernd so viel, wie eine ganze Packung davon, ebenso bei den Gummibärchen oder anderen kleinen Päckchen, die für den Verzehr unterwegs gedacht sind. Wer sparen möchte, der sollte somit lieber zu den Produkten außerhalb es Kassenbereichs greifen.
Dadurch, dass viele Kunden vor dem Kauf der, auf die Menge gesehenen, teureren Produkte zurückschrecken, sind die Produkte im Kassenbereich oftmals nicht die frischesten. Deshalb gilt es, lieber nochmal das Verfallsdatum zu kontrollieren. Produkte, die ihren Geschmack verlieren, wenn sie ablaufen, sollten dann besser nicht eingekauft werden.
„Quengelware“ soll Zahl der übergewichtigen Kinder fördern
Wer Kinder beim Einkauf dabei hat, sollte bei deren Wunsch nach „Quengelware“ lieber auch genau abwegen, ob der Kauf wirklich nötig ist. Denn „Quengelware“ steht unter Kritik, die zunehmende Anzahl an übergewichtigen Kindern zu fördern.
Ein Trick, um einen spontanen Wunsch nach einem Produkt, das im Kassenbereich angeboten wird und beim Warten in der Warteschlange in den Blick gerät, zu vermeiden, ist recht einfach: An Selbstbedienungskassen stehen deutlich seltener Produkte. Wer diese nutzt, kann die Versuchung also umgehen.
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