Zukunft des Bezahlens

Kassen der Zukunft bei Kaufland und Co.: Bezahlen per Fingerabdruck?

  • Tobias Becker
    VonTobias Becker
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Die Bezahlsysteme in Supermärkten und Discountern werden immer mal wieder revolutioniert. Doch was kommt in Zukunft? Kamera-Zahlung, Augenscan, Fingerabdruck?

Von der Barzahlung, über die Karte, zum Handy und der Uhr, mit Kassenpersonal und ohne als Selbst-Checkout. In den Supermärkten wie Lidl und Aldi, aber auch anderen Einkaufsmöglichkeiten wie Baumärkten gibt es unterschiedlichste Kassensysteme. Doch nun gibt es die Idee, dass in Zukunft der Körper zur Kreditkarte werden könnte. So soll beispielsweise ein Scan der Augen die Transaktion möglich machen können, munkeln manche Medien und Forscher. Doch was ist dran?

Experte sicher: Bezahlsystem der Zukunft wird „zum Einsatz kommen“

Der Einkauf bei Lidl oder Kaufland in der Tasche. „42,98 Euro“, so die Kassiererin. Ein Blick in den Scanner oder ein Fingerabdruck und der Einkauf ist bezahlt. Reine Fiktion oder wirklich irgendwann möglich? „Eine solche Lösung wird in Zukunft mit Sicherheit zum Einsatz kommen“, erklärt Felix Schweikardt, Geschäftsführer von „visioncheckout“ aus Karlsruhe, die sich mit innovativen Kassensystemen beschäftigt, gegenüber echo24.de.

Dass der Körper irgendwann zur „Bezahlkörper“ werden könnte, scheint möglich, aber in Deutschland wird es wohl noch etwas dauern, denn: „Der deutsche Markt ist, was digitale Neuerungen, insbesondere wenn es dabei um Bezahlung geht, grundsätzlich zunächst skeptisch.“ So schätzt Schweikardt, dass die Methode hierzulande erst fünf Jahre nach dem Rest Europas zum Zug kommt.

Bezahlsystem der Zukunft: Das größte Problem der Neuerungen

Gerade durch den aktuellen KI-Hype könnten auch die Bezahlsysteme sich schnell entwickeln. Schweikardt zu echo24.de: „Hier wird sich meiner Meinung nach das Thema „Bilderkennung“ durchsetzen, denn das ist im Grunde genommen das, was die Konsumenten bereits kennen.“ Heißt: Das Einscannen der Artikel wie bei Kauflands K-Scan fällt weg, sie werden stattdessen direkt erkannt. Kein Wunder also, dass auch als Bezahlsystem die Kamera im Fokus stehen könnte.

„Hier wird sich durchsetzen, wer eine leicht zu integrierende und skalierbare Lösung zum Nachrüsten etablieren kann“, erklärt der „visioncheckout“-Chef, der vom Karlsruher Institut für Technologie empfohlen wurde. Wann das neue Bezahlsystem beispielsweise bei Lidl oder Kaufland eingeführt werden und dann den Schritt vom Trend zur Alltagslösung schaffen, ist dabei schwer abzusehen.

Das größte Manko in Deutschland: „Bei Bezahlsystemen ist man schnell dabei mehr über Gefahren als über Möglichkeiten zu sprechen.“ Das es aber an Kassen von Kaufland Änderungen geben kann, hat dieses Jahr gezeigt. Für Kunden eine große Umstellung, die unumgänglich ist. Auch das K-Pay von Kaufland hat bereits für Aufregung gesorgt. Was die Zukunft bringt, bleibt offen.

Rubriklistenbild: © Christian Ohde/Sven Simon/Imago, Collage echo24.de

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