Lebensmitteltransport

Änderung in Kaufland-Lieferkette soll die Umwelt schützen

  • Juliane Reyle
    VonJuliane Reyle
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Wichtige Ökosysteme sollen geschützt werden. Wälder dürfen nicht mehr einfach abgeholzt werden. Deshalb setzt sich das Lebensmittel-Unternehmen gegen Entwaldung ein.

Kaufland versucht in vielerlei Hinsicht die Umwelt zu schützen. Das Lebensmittelunternehmen aus Neckarsulm (Landkreis Heilbronn) setzt sich für vegane Ernährung ein, engagiert sich deshalb zum Thema Veganuary und und baut sogar seine Parkplätze um. Auf den Parkplätzen von Lidl- und Kaufland sind neben E-Ladesäulen teilweise sogar Leih-Fahrräder zu finden.

Allerdings kann der Umweltschutz eines Unternehmens noch viele weitere Aspekte haben; auch der Transport von Lebensmitteln kann eine wichtige Rolle spielen. Dabei kommt es jedoch nicht nur darauf an, aus welcher Entfernung die Produkte angeliefert werden und ob sie regional sind, sondern auch unter welchen ökologischen Umständen sie erzeugt werden.

Entwaldungsfreie Lieferketten: Neue Form von Umweltschutz bei Kaufland

Deshalb fördert Kaufland nach eigenen Angaben sogenannte entwaldungsfreie Lieferketten, um der globalen Entwaldung entgegenzuwirken. Anfang Dezember 2022 ist auf EU-Ebene über die geplante Verordnung gegen Entwaldung und entwaldungsfreie Produkte verhandelt worden.

Entwaldung

Entwaldung wird die Umwandlung von Waldflächen hin zu anderen Landnutzungsformen genannt. Das bestehende Wald-Ökosystem wird dabei durch ein anderes, meist nicht standorttypisches Ökosystem ersetzt

Gemeinsam mit dem WWF und weiteren Unternehmen hat sich Kaufland klar dafür ausgesprochen, dass bei der neuen Verordnung weniger Wälder entwaldet werden dürfen. Auch andere Gebiete mit Holzbestandteilen, wie Buschländer, sollen geschützt werden.

Abholzung wird in Zukunft strenger überwacht: Produkte dürfen nicht auf Kosten der Wälder gehen

Die Lieferketten sollen zunehmend entwaldungsfrei werden. Das heißt, dass sie auf keinen Fall mehr zu einer illegaler Entwaldung beitragen. Es soll sichergestellt werden, dass die Produkte, die Kaufland und auch andere Unternehmen verkaufen, nicht auf Kosten der Wälder und der Menschen, die in ihnen leben, erzeugt wurden. Denn für viele Angehörige indigener Völker hängt das eigene Überleben wesentlich vom Wald ab, wie „WWF-Deutschland“ erklärt.

Dies bedeutet, dass Unternehmen in ihren Lieferketten keine Produkte verwenden dürfen, die aus abgeholzten Wäldern stammen oder auf andere Weise zu deren Zerstörung beitragen. Die neue Verordnung soll de Schutz von wichtigen Ökosystemen weltweit gewährleisten.

Die Lieferkette umfasst den gesamten Prozess der Wertschöpfung eines Produktes, darunter fällt zum Beispiel auch Holz, das benötigt wird oder die Fütterung eines Tieres, das zur Schlachtung bestimmt ist.

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