Von AOK Nordwest bis Audi BKK
Steigender Zusatzbeitrag – Tabelle zeigt: So viel teurer werden die Krankenkassen
VonJulia Cuprakowaschließen
Ab 2025 müssen sich die Versicherten auf steigende Krankenkassenbeiträge einstellen. Die aktuelle Tabelle gibt einen Überblick, um wie viel Prozent die Beiträge steigen sollen.
Ab 2025 steigen in Deutschland die Preise für Energie, Briefporto und Kfz-Versicherung. Auch die Versicherten der gesetzlichen Krankenkassen müssen sich im kommenden Jahr auf steigende Preise einstellen. Die Zusatzbeiträge erhöhen sich stärker als erwartet. Davor warnte der Spitzenverband der gesetzlichen Krankenversicherung vor dem Jahreswechsel.
Der von den einzelnen Kassen berechnete Zusatzbeitrag drohe in vielen Fällen deutlich über dem von der Bundesregierung geplanten Durchschnitt von 2,5 Prozent zu liegen. Wie stark die Beiträge der einzelnen Kassen steigen werden, fasst echo24.de in einer Tabelle zusammen.
Erhöhung des Zusatzbeitrages bei Krankenkassen ab 2025: Tabelle zeigt Beitragserhöhung
Eigentlich wollte die Bundesregierung mit zahlreichen Steuerreformen die Verbraucher in Deutschland finanziell entlasten. Doch das „Mehr Netto vom Brutto“ dürfte in vielen Fällen von steigenden Beiträgen wieder aufgefressen werden. Der Grund: Für viele gesetzlich Versicherte dürfte die Krankenversicherung im Jahr 2025 spürbar teurer werden.
Wie stark die Zusatzbeiträge der einzelnen Kassen steigen, zeigt die folgende Tabelle. Alle Krankenkassen legen die Höhe des Zusatzbeitrags für ihre Versicherten individuell fest. Die folgenden Angaben stammen vom 17. Dezember 2024 und sind ohne Gewähr (Quelle: t-online.de):
| Krankenkasse | Zusatzbeitrag 2025 | Zusatzbeitrag 2024 |
|---|---|---|
| BKK exklusiv | 2,39 Prozent | 1,99 Prozent |
| AOK Nordwest | 2,79 Prozent | 1,89 Prozent |
| BKK Wirtschaft & Finanzen | 3,99 Prozent | 2,99 Prozent |
| IKK Südwest | 3,25 Prozent | 1,65 Prozent |
| IKK classic | 2,4 Prozent | 2,19 Prozent |
| Knappschaft | 4,4 Prozent | 2,7 Prozent |
| BKK Technoform | 2,49 Prozent | 1,5 Prozent |
| Kaufmännische Krankenkasse | 3,78 Prozent | 3,28 Prozent |
| Siemens-Betriebskrankenkasse | 2,9 Prozent | 1,7 Prozent |
| Betriebskrankenkasse Pricewaterhouse-Coopers | 2,08 Prozent | 1,48 Prozent |
| Audi BKK | 2,4 Prozent | 1 Prozent |
| BKK EWE | 1,98 Prozent | 0,9 Prozent |
Zusatzbeiträge der Krankenkassen steigen: Was Versicherte beachten sollten
Um auch im kommenden Jahr – trotz steigender Abgaben – etwas Geld zu sparen, kann sich ein Wechsel der Krankenkasse oft lohnen. echo24.de hat sich diesem Thema bereits angenommen und die günstigsten Krankenkassen zusammengefasst. Günstig in diesem Sinne sind Krankenkassen, bei denen die Beiträge voraussichtlich stabil bleiben, da sie bereits im Juli oder Oktober dieses Jahres erhöht wurden.
Und auch wenn steigende Beiträge viele Versicherte zum Wechsel bewegen, sollten Verbraucher nicht blind wechseln. Denn billig heißt nicht immer gut. Krankenkassen wie die HKK oder die Audi BKK gehören laut einem „Ranking des Deutschen Finanz-Service Instituts“ (DFSI) für das Handelsblatt zu den günstigsten Anbietern am Markt. Allerdings fehlen bei diesen Kassen oft Zusatzleistungen, die für viele Versicherte wichtig sind: Erweiterte Vorsorgeuntersuchungen, alternative Heilmethoden und attraktive Bonusprogramme.
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