Wetter in Baden-Württemberg
Teuer-Schock beim Einkaufen: Bald keine Mehrwertsteuer mehr auf Grundnahrungsmittel?
VonTobias Beckerschließen
Die Preise beim Einkaufen sind weiterhin hoch, Besserung ist nicht in Sicht. Nun könnte es aber Hoffnung geben. Denn es gibt einen Vorschlag, wie die Preise bei Lidl, Aldi und Co. sinken könnten.
Der Preis-Horror beim Einkaufen im Supermarkt geht weiter – genauso wie der Frust auf Seiten der Kunden von Lidl, Aldi, Kaufland und Co.! Doch nun scheint es Hoffnungen zu geben, denn aus der Politik gibt es einen Vorstoß. Die Idee kommt aus Baden-Württembergs benachbartem Bundesland Bayern. Doch was steckt dahinter?
Teuer-Schock beim Einkaufen: Bald keine Mehrwertsteuer mehr auf Grundnahrungsmittel?
Seit Monaten geht der bange Blick auf die Preisschilder an den Regalen im Supermarkt. Ob bei Lidl, Aldi oder Kaufland, die Preise bleiben gleich hoch, steigen sogar zum Teil. Schon im Mai gab es dann die Bitter-Prognose von Lidl-Chef Christian Härtnagel, dass eine Ende nicht in Sicht ist. Immer mal wieder gibt es dann einen Lichtblick. Manche Produkte fallen im Preis bei den Discounter-Riesen.
Doch eine wirkliche Entlastung ist das nicht. Doch es gibt nun eine Idee, die aus Bayern kommt. Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder fordert: Keine Steuern mehr auf Grundnahrungsmittel. Wie „Bild“ berichtet, ist das Ziel von Söder „null Mehrwertsteuer“ für grundlegende Nahrungsmittel. Das soll demnach „nicht nur für Gemüse, nicht nur für Bio, sondern auch für Fleisch, für Fisch, für Milch“ gelten.
Grundnahrungsmittel ohne Mehrwertsteuer: Diese Entlastung könnten Familien erhalten
Mit der Forderung steht der Top-Politiker aus Bayern nicht alleine da, denn auch die Grünen fordern ein ähnliches Vorgehen. Experten haben laut „Bild“ die Entlastung für Familien jährlich auf mehrere Hundert Euro berechnet, während Söder über eine Summe von 8000 bis 9000 Euro für eine vierköpfige Familie spricht. Doch geht das überhaupt? Schließlich gilt die Mehrwertsteuer als wichtige Einnahmequelle für Deutschland. 200 Milliarden Euro fließen so pro Jahr an den Staat.
Zumindest gesetzlich gesehen, dürfte dem Vorhaben wenig im Weg stehen. So sieht Söder wohl keinen möglichen Verstoß gegen EU-Recht, da die Mehrwertsteuerrichtlinie eine solche Umsetzung durchaus zulassen würde. So groß die Hoffnung vielleicht auch sein mag, sollte jedoch dazu gesagt werden, dass für Söder im Oktober die Wahl zum Ministerpräsidenten ansteht. Ob die Mehrwertsteuer auf Grundnahrungsmittel bald entfällt bleibt abzuwarten.
Rubriklistenbild: © Sven Hoppe/dpa/Symbolbild

