Fehlende Kennzeichnung

Bei Kaufland, Lidl und Co.: Finger weg von gefärbten Eiern

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Bunte Eier gehören zu Ostern genau wie der Schokoladenhase. Doch es gibt Gründe, weshalb man Ostereier nicht bei Lidl, Kaufland und Co. kaufen sollte.

Kaum sind die Schoko-Weihnachtsmänner aus den Regalen bei Kaufland, Lidl und Co. verschwunden, stehen dort auch schon die Hasen in den StartlöchernOstern steht vor der Tür! Und wer keine Lust hat, zum Fest die bunten Eier selbst zu färben, kann im Supermarkt zum bereits fertigen Produkt greifen. Doch es gibt Gründe, warum man dies besser nicht tun sollte.

Auch, wenn das Osterfest noch eine Weile hin ist, bieten Supermärkte wie Kaufland, Lidl und Co. ihren Kunden bereits jetzt die gefärbten Eier an. Egal ob klassisch einfarbig, marmoriert, pastellfarben oder gestreift – Verbraucher finden sie meist ungekühlt direkt neben den rohen Eiern im Regal. Aber anders als bei den herkömmlichen Eiern, sollte man bei den bereits Gekochten etwas genauer hinschauen.

Kennzeichnungspflicht von Hühnereiern: Ostereier ausgenommen

Normalerweise unterliegen Eier in Deutschland einer Kennzeichnungspflicht. Ein Stempel auf der Eierschale zeigt, woher das Ei stammt – und unter welcher Haltungsform das Huhn, das das Ei legte, lebt. Entscheidend dafür sind die einzelnen Stempelziffern auf der Eierschale.

  • Die erste Ziffer gibt die Haltungsform an:
  • 0 steht für Bio-Betriebe
  • 1 steht für Freilandhaltung
  • 2 steht für Bodenhaltung
  • 3 steht für Bodenhaltung

Gekochte und gefärbte Eier sind jedoch laut der Verbraucherzentrale von dieser Kennzeichnungspflicht ausgenommen. Das macht es Käufern besonders schwer, die wahre Herkunft des Produkts zu erkennen. Im schlimmsten Fall stecken somit eben auch Käfigeier von ausländischen Betrieben unter der gefärbten Schicht. Diese lassen sich in ihrer rohen Form erfahrungsgemäß sonst schlecht verkaufen.

Die Kennzeichnung von Hühnereiern: Ziffern und Zeichen verraten, woher das Ei stammt.

„KAT“-Logo auf Ostereier-Verpackung: Diese Eier stammen nicht aus Käfighaltung

Bereits 2022 warnten Experten daher vor dem Kauf der gefärbten Eier. Wer jedoch nicht darauf verzichten kann oder möchte, sollte zumindest darauf achten, dass sich das sogenannte „KAT“-Logo auf der Verpackung der Eier befindet. Dieses garantiert, dass es sich nicht um Käfigeier handelt.

Beim Kauf von Ostereiern im Supermarkt, sollte auf das „KAT“-Logo geachtet werden.

Wer also auf Nummer Sicher gehen möchte, greift am besten zu den herkömmlichen, rohen Eiern aus tierfreundlicheren Haltungsformen und färbt die Eier selbst bunt. Das ist ganz einfach und macht zudem auch noch eine Menge Spaß.

Vorsicht vor abgelaufenen Ostereiern im Supermarkt

Zudem ist das Tierwohl zwar die eine Sache, das Wohl der Verbraucher jedoch die andere. Im letzten Jahr warnte bereits das Niedersächsische Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (LAVES) vor abgelaufenen Produkten. Immer wieder seien Ostereier, die das Mindesthaltbarkeitsdatum (MHD) überschritten hatten, im Einzelhandel aufgetaucht.

Ein weiterer Aspekt, der die Gesundheit der Käufer betrifft, bezieht sich auf die verwendete Farbe auf den Eiern. Diese unterliegt nämlich keiner Kennzeichnungspflicht. Kunden können somit nicht nachvollziehen, welche Farbstoffe verwendet wurden: In einigen Fällen drohen daher allergische Reaktionen oder sogar Risiken für Kinder.

Rubriklistenbild: © dpa / picture alliance / Collage echo24.de

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