Um Umsatzeinbuße auszugleichen
Sortiment-Änderung bei Lidl: Kunden erwartet Neuerung in diesen Regalen
VonJulia Cuprakowaschließen
Lidl will sich im Nonfood-Bereich neu positionieren. Kunden erwartet eine Änderung im Sortiment.
Ob Kleidung, Sport, Haushaltswaren oder einzelne Produkte für Haus und Garten: Das Nonfood-Sortiment des Discounters Lidl ist riesig. Allerdings konnte Lidl damit zuletzt keine großen Umsatzerfolge erzielen. Mit einer Umstrukturierung und Änderung des Sortiments will der Discounter die Probleme im Nonfood-Geschäft wieder in den Griff bekommen. Damit will Lidl nicht nur seinen Kunden einen Mehrwert bieten, sondern auch Konkurrenten wie Action, Woolworth und Pepco besser Paroli bieten.
| Unternehmen | Schwarz-Gruppe |
| Tochtergesellschaft | Kaufland, Lidl |
| Hauptsitz | Neckarsulm |
| Umsatz | 133,6 Milliarden Euro |
| Gründung | 1930 |
Lidl-Kunden kaufen weniger Nonfood – Discounter will sich neu positionieren
Lidl-Kunden kaufen offenbar deutlich weniger Nonfood-Produkte. Denn laut „Lebensmittelzeitung“ (LZ) hatte der Discounter zu Beginn des Geschäftsjahres noch Waren im Wert von 7,6 Milliarden Euro (plus 45 Prozent) auf Lager. Wie angespannt die Lage ist, zeigt ein aktuelles Beispiel: Lidl bot dieser Tage eine Kaffeemaschine der Eigenmarke Silvercrest für 89 statt 389 Euro an.
Um das Nonfood-Geschäft wieder auf Kurs zu bringen, baut der Discounter Schwarz die Geschäftsführung um. Zwei Top-Personalien im Einkauf sind fix. Zudem soll offenbar ein Projekt gestartet werden, um Ideen für eine strategische Neuaufstellung zu entwickeln. Bei der Neuaufstellung soll es keine „Denkverbote“ geben, berichtet die „Lebensmittelzeitung“. Sowohl die künftige Zusammenarbeit des Nonfood-Einkaufs mit Lidl Digital als auch mit der Großflächen-Schwester Kaufland solle verbessert werden, heißt es.
Gründe für den Umsatzrückgang im Nonfood-Sektor sind vielfältig
Doch warum kaufen Lidl-Kunden Nonfood-Produkte nicht mehr beim Discounter? Laut „Lebensmittelzeitung“ könnte es daran liegen, dass Lidl „Trends verschlafen und seine einst gute Position im Nonfood-Segment nicht genutzt“ hat. Gleichzeitig haben Wettbewerber wie Action, Woolworth und Pepco mit günstigeren Sortimenten Kunden abgeworben.
Die Herausforderungen für Lidl sind groß. Denn: Aus dem Umfeld des Einzelhändlers ist zu hören, dass der Nonfood-Anteil am Umsatz in keinem Lidl-Land mehr als 10 Prozent beträgt. Auf dem Höhepunkt der Corona-Pandemie waren es zeitweise bis zu 14 Prozent. Doch möglicherweise kann die Schwarz-Gruppe, zu der Kaufland und Lidl gehört, mit dem Weihnachtsgeschäft noch einiges für sich herausreißen. Denn: Wer spontan ein Weihnachtsgeschenk braucht, wird im Lebensmittelhandel fündig.
Rubriklistenbild: © Oliver Berg/dpa/picture alliance, Collage echo24.de

