Biotonne
Ekel-Alarm in Biotonne: Diese Haushaltsmittel töten Maden im Müll
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Heißes und feuchtes Wetter sind ideale Bedingungen für Maden. Die Insektenlarven machen es sich vor allem im Sommer in der Biotonne gemütlich. So wird man sie wieder los.
Die Sommer werden immer heißer: Die Temperaturen haben bereits im Juli an der 40-Grad-Grenze gekratzt, weitere Hitzetage folgen mit Garantie. Perfekte Voraussetzungen für Maden – denn die zieht die Hitze förmlich an. Insekten besiedeln zur Sommerzeit unzählige Biotonnen. Einige Hausmittel helfen, Maden in der Biotonne schnell und einfach loszuwerden – mit bestimmten Tricks kann von vornherein bereits die Ausbreitung der Maden im Biomüll verhindert werden.
Maden im Biomüll – wie kommen die Insektenlarven überhaupt in die Tonne?
In der Biotonne sind hauptsächlich Maden von Schmeißfliegen, Fruchtfliegen oder Stubenfliegen zu finden. Eine einzelne Fliege legt alle paar Tage bis zu 150 Eier. Aus diesen Eiern entwickeln sich Maden, die sich innerhalb weniger Tage zu Fliegen entwickeln. Diese werden angelockt, da organische Abfälle in der Biotonne zersetzt werden, durch die Faulgase und Geruchsstoffe entstehen.
Fruchtfliegen werden besonders von dem Geruch fauliger Früchte angezogen, während andere Fliegenarten von Schwefelwasserstoff und Buttersäure angelockt werden. Diese Substanzen entstehen hauptsächlich durch den Verfall von Fleisch oder anderen tierischen Produkten, berichtet „mein-schoener-garten.de“.
Maden im Müll sind ein Problem: Larven können Krankheiten übertragen
Maden mögen es heiß und feucht. Wenn es dann auch noch, so wie in der Biotonne, noch genug zu fressen gibt, vermehren. Sie sich rasend schnell. Wenn sich Maden in der Biotonne beobachten lassen, sollte schnell reagiert werden, denn die kleinen Tiere sind nicht nur unhygienisch, sondern können auch ernste Krankheiten übertragen.
Maden in der Biotonne: Diese Mittel helfen, um einem Befall vorzubeugen
Insbesondere im Sommer ist es ratsam, für die Biotonne einen kühlen und schattigen Standort zu wählen. Es ist wichtig, dass es innerhalb der Tonne trocken ist. Hierfür kann zum Beispiel Zeitungspapier auf den Boden gelegt werden und zusätzliche Papierlagen zwischen den Abfallschichten platziert werden.
Es ist außerdem empfehlenswert, Bioabfälle bereits in der Küche in Papier oder alte Papiertüten einzupacken. Grün- und Rasenschnitt sollte zuvor in der Sonne trocknen getrocknet werden, beteuert der Zentrale Kommunale Entsorgungsbetrieb „ZKE“.
Um zu verhindern, dass Fliegen in die Tonne gelangen, ist es wichtig, den Deckel stets geschlossen zu halten und sicherzustellen, dass er gut sitzt. Im Handel sind auch geruchs- und fliegendichte Gummidichtungen für viele Tonnen erhältlich. Bei Bedarf können solche Dichtungen nachträglich an bestimmten Biotonnen angebracht werden.
Mit diesen Hausmitteln und Tricks Maden in der Biotonne loswerden
Um die Maden zu bekämpfen sind die gängigsten Hilfsmittel Gesteinsmehl, Löschkalk oder spezielles Biotonnenpulver aus dem Handel, welche über die Maden gestreut werden. Verschiedene Hausmittel eignen sich jedoch auch zur Bekämpfung.
Dazu gehören zum einen Essigwasser, indem man das Innere der leeren Biotonne großflächig damit besprüht oder eine Lösung aus einem Esslöffel Pfeffer und einem Liter kochendem Wasser, erklärt „GEO“. Auch ätherische Öle wie Teebaum-, Lavendel- oder Zitrusöl sollen Fliegen von der Tonne fernhalten. Dazu verteilt man das Öl am Rand und Deckel der Tonne, beschreibt „sr.de“. Heilbronn bekommt nun auch die gelbe Tonne, um Müll besser trennen zu können.
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