In Baden-Württemberg

Preise steigen zur Adventszeit: Weihnachtsbäume werden teurer

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Der Countdown läuft: In weniger als zwei Monaten ist Weihnachten – ein Christbaum darf bei den meisten nicht fehlen. Doch beim Kauf muss in diesem Jahr mit einem höheren Preis gerechnet werden.

Die Tage werden kürzer, die Nächte länger – und Weihnachtsbäume in diesem Jahr teurer. Zwischen 21 und 29 Euro müssen Weihnachtsfans in diesem Jahr für den laufenden Meter Nordmanntanne zahlen. Das ist mehr als im Vorjahr: 2022 lag die Preisspanne dafür noch bei 21 bis 27 Euro, wie der Christbaumverband Baden-Württemberg auf Anfrage der „Deutschen Presse-Agentur“ mitteilte.

Die Preiserhöhung komme laut dem Verband daher, dass die Produzenten mehr Geld für die Löhne ihrer Mitarbeiter und den Transport ausgeben müssen.

Christbaumverkäufer aus dem Landkreis Heilbronn: „Die Leute haben gerade kein Geld, das spüren auch wir.“

Allerdings handele es sich bei bei dem Preis nur um eine Empfehlung. Grundsätzlich kann jeder Betrieb selbst entscheiden, welchen Preis er für den laufenden Meter verlangt. Aber: „Die Kosten kann fast niemand mehr einfach schlucken“, sagte Sebastian Fertig, Vorsitzender des Christbaumverbands mit Sitz in Bühl im Kreis Rastatt.

Manche Erzeuger sind dennoch zögerlich, ihre Preise anzuheben – so etwa Albrecht Gerhäusser vom Lindenhof in Cleebronn im Kreis Heilbronn. Auch bei ihm seien die Kosten gestiegen. Er wolle dennoch nur zwischen 18 und 22 Euro für den laufenden Meter verlangen. „Die Leute haben gerade kein Geld, das spüren auch wir.“

Christbäume werden bereits seit letztem Jahr teurer

Diese Auffassung teilt auch Fertig vom Christbaumverband. „Wenn der Preis zu hoch wird, laufen die Kunden weg.“ Manche Betriebe hätten schon im vergangenen Jahr die Preise erhöht und verzichteten dieses Jahr auf eine Steigerung. Andere erhöhen erst in diesem Jahr.

Bau- und Supermärkte sieht Fertig nicht mehr als Konkurrenz zu regionalen Betrieben. Vor einigen Jahren haben die Märkte ihm zufolge Weihnachtsbäume noch deutlich günstiger angeboten, jetzt aber nachgezogen. Damit seien die Preise vergleichbar. «Das finde ich gut. Das ermöglicht einen fairen, offenen Wettbewerb.»

Fehlender Regen macht Christbaum-Produktion zu schaffen: Preise steigen

Die Qualität der Bäume hat unter der Trockenheit in diesem und dem vergangenen Jahr laut Fertig nicht gelitten. In manchen Regionen, etwa entlang des Rheins, könnten einzelne Produzenten in Zukunft aber Probleme bekommen. Dort seien die Böden meist sandig und trockneten schneller aus. Manche Betriebe hätten dort Verluste bei jungen Stecklingen verzeichnet. „Was dort in zehn Jahren sein wird, ist schwer zu sagen.“

Rubriklistenbild: © picture-alliance/dpa

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