Zur Bundestagswahl 2025

Rente mit 65, Aktivrente und Co.: Tabelle zeigt die Renten-Pläne der Parteien

  • Michaela Ebert
    VonMichaela Ebert
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Mit der Bundestagswahl könnte es einige Veränderungen bei der Rente geben: Während die einen den Eintritt mit 65 fordern, wollen die anderen längeres Arbeiten belohnen. Eine Tabelle zeigt, was die Parteien planen.

Um das Thema Rente wird in Deutschland heiß diskutiert. Kein Wunder: Erst kürzlich haben erschreckende Zahlen gezeigt: Mehr Rentner als gedacht kratzen am Existenzminimum. Auch im Kampf um die Bundestagswahl 2025 ist die Rente für einige Parteien ein zentrales Thema. Worauf müssen sich die Menschen in Deutschland einstellen? Eine Tabelle gibt einen Überblick.

Thema Rente heiß diskutiert: Was planen die Parteien? Tabelle gibt Überblick

Gerade für SPD, Grüne und Linke spielt das Thema Rente eine große Rolle. SPD und Grüne wollen das Rentenniveau bei 48 Prozent erhalten. Die Grünen schlagen zur Absicherung einen Bürgerfonds vor: Mit Darlehen und Eigenmitteln des Bundes soll nachhaltig und klimaverträglich in europäische und deutsche Unternehmen investiert werden. Die Erträge sollen zur Stärkung geringerer und mittlerer Renten benutzt werden. 

Linke und BSW verlangen bessere Leistungen der gesetzlichen Rente, auch um den Preis höherer Beiträge. Sie wollen alle einzahlen lassen, also auch Beamte, Abgeordnete oder Minister. Die Linke will zudem das Rentenalter von 67 auf 65 Jahre senken – SPD, Grüne und Union wollen das hingegen nicht antasten.

ParteiGeplante Veränderung
BSWBessere Leistungen bei gesetzlicher Rente – auch mit höheren Beiträgen; alle sollen einzahlen
CDU / CSU Rentenalter soll bei 67 Jahren bleiben; Aktiv-Rente soll angeboten werden
GrüneRentenniveau bei 48 Prozent festschreiben; Bürgerfonds als Absicherung; Rentenalter soll bei 67 Jahren bleiben
LinkeBessere Leistungen bei gesetzlicher Rente – auch mit höheren Beiträgen; alle sollen einzahlen; Rentenalter soll auf 65 Jahre sinken
SPDRentenniveau bei 48 Prozent festschreiben; Rentenalter soll bei 67 Jahren bleiben
FDPflexibler Renteneintritt; individuelle Aktienrente; Altersvorsorgedepot für die private Altersvorsorge
AfDRentenreform zur Bekämpfung der Altersarmut; Renteneintrittsalter flexibilisieren; mehr Beitragszahler integrieren

SPD, CDU und Co: Das planen die Parteien rund um die Rente

Einen „wirklich flexiblen Renteneintritt“ verlangt die FDP. Außerdem hat sie erneut ihre Forderungen nach einer „individuelle Aktienrente“ und nach einem „Altersvorsorgedepot für die private Altersvorsorge“ in ihr Programm geschrieben.

Bundeskanzler Olaf Scholz hat mit Blick auf die anstehende Bundestagswahl vor Rentenkürzungen durch CDU und CSU gewarnt. Während seine Partei SPD sich für die Stabilisierung des Rentenniveaus einsetze, wollten Konservative die Rente nach 45 Beitragsjahren abschaffen, sagte Scholz am Montag bei seiner Erklärung zur Vertrauensfrage im Bundestag. Das sei „hochgradig ungerecht“, erklärte er mit Blick auf das Wahlprogramm der Union, in dem das Vorhaben festgehalten sei, das künftige Rentenniveau an die Lebenserwartung zu koppeln. 

Regelaltersgrenze, Aktiv-Rente und höhere Beiträge: Was die Parteien im Wahlkampf planen

Das komme einer Rentenkürzung gleich, sagte der Kanzler. „Ich sage ganz bewusst Rentenkürzung. Denn nichts anderes ist es, was manche hier vorhaben.“ Sich für eine stabile Rente einzusetzen, sei auch eine Frage des Respekts. „Politik zugunsten der einen, auf dem Rücken der anderen: Das lehne ich entschieden ab“, sagte Scholz.

Unions-Kanzlerkandidat Friedrich Merz weist die Vorwürfe aus den Reihen der SPD scharf zurück, CDU und CSU planten nach einem Sieg bei der Bundestagswahl Kürzungen bei der Alterssicherung. Es wolle „ganz ruhig, aber auch sehr klar und deutlich sagen: Es wird mit uns keine Rentenkürzungen geben. Wer etwas anderes sagt, lügt“, sagte der CDU-Vorsitzende im Bundestag.

Merz fügte hinzu: „Und das Renteneintrittsalter bleibt bei 67.“ Jene, die länger arbeiten wollten, würden „dazu ein attraktives Angebot bekommen, indem sie jeden Monat 2.000 Euro, also doppelt so viel wie der Grundfreibetrag, steuerfrei erarbeiten können“. Der Unionsfraktionschef ergänzte: „Das ist genau der Unterschied zwischen Ihnen und uns: Wir wollen die Menschen ermutigen, wir wollen sie ermuntern.“

Rubriklistenbild: © IMAGO Lobeca/Wolfgang Maria Weber

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