Rente
Wie viel Geld gibt’s im Ruhestand? Mit der „Rentenformel“ Höhe berechnen
- VonSophia Lavcanskischließen
Viele fragen sich schon vor dem Ruhestand, wie viel Rente es geben wird. Um das zu berechnen, gibt es die sogenannte „Rentenformel“.
Die Rente ist derzeit für viele ein heikles Thema. Immer wieder gibt es Änderungen für bestimmte Rentenjahrgänge, dennoch scheint Deutschlands Rente im Vergleich unterdurchschnittlich schlecht zu sein. Doch nun geben Experten erste Hinweise auf eine „Mega-Rentenerhöhung“ im Sommer 2024. Damit bereits vor dem Ruhestand berechnet werden kann, wie viel Geld es geben wird, sollte eine Formel beachtet werden.
Monatliche Rentenhöhe berechnen – so funktioniert es
Um herauszufinden, wie viel Geld es im Ruhestand wirklich geben wird, gibt es die sogenannte „Rentenformel“, mit der sich die monatliche Rentenhöhe berechnen lässt. Diese ergibt sich aus Entgeltpunkten, dem Zugangsfaktor, aktuellen Rentenwert und Rentenartfaktor. Alle vier Faktoren müssen miteinander multipliziert werden. Doch was bedeuten die einzelnen Begriffe überhaupt?
Zuerst gilt es die „Entgeltpunkte“ zu beachten, denn diese sind entscheidend für die individuelle Rentenhöhe und errechnen sich aus dem versicherten Arbeitsentgelt. Prinzipiell gilt immer das Durchschnittsentgelt aller Arbeitnehmer als Maßstab. Entspricht das persönliche Jahresentgelt genau dem Durchschnitt, wird ein Entgeltpunkt berechnet. Liegt das persönliche Entgeld höher, gibt es auch einen höheren Entgeltpunkt, bei niedrigerem Entgeld einen niedrigeren Entgeldpunkt. Laut der „Deutschen Rentenversicherung“ beträgt das vorläufige Durchschnittsentgelt für das Jahr 2024 45.358 Euro.
Zugangsfaktor, Rentenwert und Co. – Daraus berechnet sich die Rente
Als Zweites gilt es den „Zugangsfaktor“ zu beachten, mit dem Zu- und Abschläge bei der Rentenberechnung berücksichtigt werden. Sind keine Zu- oder Abschläge zu berücksichtigen, beträgt der Faktor 1,0. Prinzipiell fallen Abschläge an, wenn die Rente vorzeitig in Anspruch genommen wird, Zuschläge können erhalten werden, wenn nach Erreichen der Regelaltersgrenze vorerst auf Altersrente verzichtet wird.
Nach dem Zugangsfaktor muss auch der „Aktuelle Rentenwert“ beachtet werden. Dieser drückt „den Betrag aus, der der monatlichen Rente für einen Entgeltpunkt entspricht“ und wird regelmäßig angepasst. Derzeit beträgt der aktuelle Rentenwert laut der Deutschen Rentenversicherung 37,60 Euro.
Unzufrieden mit der monatlichen Rente? Mit diesem Trick lässt sie sich erhöhen
Zuletzt wird auch der Rentenartfaktor in die Rechnung mit einbezogen. Dieser Faktor bestimmt laut der Deutschen Rentenversicherung „die Höhe der Rente je nach Rentenart“, unterscheidet also zwischen verschiedenen Renten wie der Altersrente, Vollwaisenrente, Erziehungsrente etc. Für jede dieser Arten gibt es verschiedene Zahlen, mit denen in der Rentenformel gerechnet werden muss. Bei der Altersrente wird beispielsweise die 1, bei der Vollwaisenrente die 0,2 eingesetzt.
Prinzipiell kann es sich lohnen, bereits vor dem Ruhestand die anstehende Rente zu berechnen. Nicht nur mehr arbeiten kann beim Aufstocken der Rente helfen: Mit einem Trick können Rentner Gehalt und Rente sogar doppelt kassieren.
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